Title:
Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen
Shelfmark:
XIX/1085.4-3,1906
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1499766280559_1906/413/
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BAUZEITUNG 
Nr. 47 
guten Fensters in sich vereinigt ohne die Nachteile andrer 
Erfindungen. Während die bisherigen Fenster an un 
dichtem Verschluß leiden und der Zugluft wie dem Kegen 
Zutritt gestatten, schließt das Universalfenster absolut 
luft- und wasserdicht und kann überdies beim Oeffnen 
dank einer äußerst einfachen Konstruktion ohne Mühe 
in jede beliebige Weite gestellt und gesichert werden, 
so daß beim Offenstehen ein Auf- und Zuschlägen durch 
Wind ausgeschlossen ist. Der Wert des Universalfensters 
wird am besten durch die beigefügten Abbildungen und 
eine kurze Be 
schreibung der 
ebenso einfa- , 
eben wie prak 
tischen Erfin 
dung veran 
schaulicht. 
Die Haupt 
vorzüge des 
Universalfen 
sters sind: 1. 
Fenstergriff in 
Handhöhe und 
dadurch be 
quemes Oeff 
nen undSchlie- 
ßen der Fen 
ster. 2. Selbst 
tätige Fest 
stellvorrich 
tung ; der Fen 
sterflügel steht 
in jeder Lage 
fest, sobald er 
bei der Oeff- 
nung von der 
Hand freige 
lassen wird. 
Das Lösen der 
Feststell Vor 
richtung ge 
schieht durch 
leichtes Heben des Fenstergriffs, das Fenster wird ohne 
jede Reibung, Bremsung oder Geräusch geschlossen. 
3. Das Fenster schließt absolut dicht, und hierin liegt einer 
seiner Hauptvorteile. 4. Das Universalfenster hat auch 
einen sehr zuverlässigen und bequemen Oberlichtöffner, 
der ohne Zuhilfenahme eines Stuhls durch einen einfachen 
Hebeldruck oder -zug mit der Hand reguliert wird, wobei 
infolge einer sinnreichen Konstruktion ein Auf- und Zu 
schlägen des geöffneten Oberlichtflügels durch starken 
Universalfenster, Oeffnen des rechten Flügels 
Luftdruck ausgeschlossen ist. 5. Zu dem Universalfenster 
gehört weiter ein üniversalwinterfenster (Yorfenster), das 
mit dem ersteren durch eine einfache, leicht lösbare 
Kuppelung verbunden ist, so daß durch einen Griff beide 
Fenster gleichzeitig nach innen geöffnet, festgestellt und 
ebenso durch einen Druck wieder geschlossen werden 
können; das gleiche ist bei dem Oberlichtflügel des 
Winterfensters der Fall. 6. Die ganze Konstruktion der 
Rahmen und Beschläge ist so einfach, daß jeder Glaser 
oder Schreinermeister die Fenster ohne Schwierigkeit an 
fertigen kann. 
7. Bei all die 
sen N euerun- 
gen war der 
Erfinder da 
rauf bedacht, 
mit dem Uni 
versalfenster 
ein billiges 
Fenster auf 
den Markt zu 
bringen. 
Der Name 
„Universalfen 
ster“, den er 
seiner Erfin 
dung beilegt, 
klingt etwas 
vollbackig, hat 
aber seine Be 
rechtigung, 
denn ein Fen 
ster , das so 
vielen Anfor 
derungen und 
Wünschen ge 
recht wird, 
darf auch als 
ein solches ge 
kennzeichnet 
werden. W ir 
glauben, die 
Vorzüge des Körnerschen Fensters, von denen wir uns 
persönlich überzeugt haben, nicht besser und kürzer aus- 
drücken zu können als in den drei Worten: einfach, 
gut, billig. Zum Schluß fügen wir noch bei, daß 
sich das Fenster bereits in der Praxis bewährt bat, 
worüber anerkennende Zeugnisse vorliegen und daß dem 
Erfinder Eugen Körner, Stuttgart, Schubartstraßo 4, für 
seine Erfindungen mehrere Reichspatente sowie Aus 
landspatente erteilt sind. a. 
Flügel des Innen- und Yorfensters in Feststellage 
A Vom rheinischen Holzmarkt 
Auf der ganzen Linie konnte man eine sehr stabile 
Tendenz wahrnehmen, was wundernehraen muß, wo doch 
jetzt die Verkehrsbewegung in allen Sparten des Holz 
handels eine unverkennbare Abnahme erfährt. Am ober 
rheinischen Rundholzmarkte war die Aufwärtsbewegung 
der Preise sogar sehr auffällig, wo das sprungweise 
Höhergehen deutlich den Charakter einer Hausse hatte. 
Daß dabei der überaus hoch verlaufende Einkauf des 
Rundholzes eine große Rolle spielt, braucht nicht erst 
besonders hervorgehoben zu werden. Aber das Vorgehen 
beim Rundholzeinkauf im Walde ist doch zu animiert, 
wie es der Geschäftsgang am Markte nicht hervorrufen 
kann. Die Verkäufe von Rundholz am Rheine nehmen 
jetzt ab, nachdem durch die jüngsten bedeutenden Ent 
nahmen der Hauptbedarf der rheinischen und westfälischen 
Sägeiudustrie gedeckt ist. Von sehr großem Schaden für 
die am Holzhandel des Rheins beteiligten Firmen ist die 
Wasserkalamität des Rheins. Die Schiffahrt steht an 
gesichts des überaus ungünstigen Wasserstandes fast vor 
der völligen Einstellung, wenn keine Niederschläge ein- 
treten werden. Durch die mißlichen Wasserverhältnisse 
wurden aber die Frachten auf einem ungewöhnlich hohen 
Stand gehalten. In den letzten Tagen wurden noch Sätze 
von 40 M. für den Waggon Schnittwaren an Fracht ab 
Mannheimer Hafen nach dem Mittelrhein verlangt. Daß 
unter solchen außergewöhnlich hohen Frachtraten die süd 
deutschen Brettergroßhändler mit ihren Forderungen für 
die Bretter in die Höhe gehen, ist einleuchtend. Be 
merkenswert ist, daß zurzeit für die 100 Stück 16' 12" 1“ 
rumänische' und Bukowinaer Ausschußbretter 148 bis 
152 M. und für „gute“ Bretter 195—200 M. frei Nieder 
rhein erzielt wex’den. Im Einkauf frei Schiff Mittelrhein 
dürften sich gegenwärtig die 100 Stück 16' 12" 1" Aus 
schußbretter süddeutscher Herkunft ebenfalls auf unge
        

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