Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1906)

8. Dezember 1906 
BAUZEITUNG 
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III. Preis 75 M. Weitere Ankäufe für den Preis von 
30 M. sowie Ausstellung und Yerölfentlichung der Arbeiten 
behält sich der Yerein vor. Die preisgekrönten Zeich 
nungen werden Eigentum des Vereins. Das Ausführungs 
recht verbleibt dem Künstler. Preisrichter sind General 
superintendent D. Koehler, Geh. Baurat R. Sohultze, 
Maler M. Kutschmann, Otto Proll, Goldschmied, Schultz, 
Konsistorialrat. 
Kleine Mitteilungen 
Wiirttembergischer Kunstverein Stuttgart. Neu 
ausgestellt: Am roten Tisch von ß. Genzmer; Beim Früh 
schoppen von Bud. Dammeier; Cafe am Wasser von 
E. Pottner; Zimmer der Prinzessin, Silberstilleben von 
M. Schaefer; Ein Abend in Marstrand von Heine Rath; 
Drei Porträts von Ludw. Keller; Zwei Porträts von 
Otto Jung; Drei Porträts, Vier Stilleben von R. See 
mann; Die Augustusbrücke zu Dresden von E. Kolbe; 
Am Hundekehlesee im Winter von B. Lejeune; Ver 
ziehendes Wetter von Franz Hoch; Interieur, Aus Venedig 
von H. Genter; Drei Stilleben von Aug. Hermann-Allgäu; 
Nasser Herbsttag, Waldbach, In der Niederung, Abend, 
Im Moor, Dämmerung von K. Schickhardt; Junge Hunde 
von C.Zach-Dorn; Rosen, Stilleben von A. Schmidt; Drei 
Landschaften von E. Stammbach; Zwei Landschaften von 
E. Staib; Porträtbüste S. M. des Königs von Württem 
berg von Heinz Fritz; Einflüsterung (Plastik), Badende 
(Bronze) von D. Stöcker u. s. w. 
Kurs für Bauleute. Die Kgl. Zentralstelle für 
Gewerbe und Handel beabsichtigt, in der Zeit vom 
21. Januar bis 16. Februar 1907 in Stuttgart einen Kurs 
für Bauleute unter Leitung des Vorstands der Beratungs 
stelle für das Baugewerbe zu veranstalten. Der Unter 
richt wird sich erstrecken auf: 1. Bürgerliche Baukunst 
in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung süd 
deutscher Verhältnisse (einschließlich der Pliege von Bau 
denkmalen) mit Vortrag des Kursleiters und praktischen 
Uebuugen der Teilnehmer. 2. Landstadtbau. Vortrag. 
Uebungen. Besichtigungsreise. 3. Baukonstruktioneu. Vor 
trag. 4. Baumaterialienkunde. Vortrag. 5. Heizung und 
Lüftung. Vortrag. 6. Besichtigung fertiger Bauten und 
technischer Betriebe. Der Unterricht wird Montags, 
Dienstags, Donnerstags und Freitags je vormittags von 
8—12 Uhr und nachmittags von 2—6 Uhr stattfinden. 
Zu dem Kurse werden Bauwerkmeister und solche Bau 
techniker zugelassen, die mit guter persönlicher Veran 
lagung und genügender allgemeiner Schulbildung prak 
tische und theoretische Vorbildung im Bautache verbinden. 
Das Unterrichtsgeld beträgt 20 M. Anmeldungen zur 
Teilnahme an dem Kurse sind spätestens bis 31. De 
zember 1906 bei der Kgl. Zentralstelle für Gewerbe und 
Handel in Stuttgart exnzureichen. Den Anmeldungen 
sind selbstgefertigte Zeichnungen, womöglich Skizzen und 
Entwürfe, unter Umständen auch Pfiotographien aus 
geführter Arbeiten beizufügen. Bautechniker, die nicht 
die Bauwerkmeisterprüfuug erstanden haben, haben außer 
dem eine selbstverläßte Darstellung des Lebenslaufs mit 
Angabe der besuchten Schulen und sonstiger Uuterrichts- 
gelegenheiten und mit einer Beschreibung der bisherigen 
praktischen Tätigkeit, Schulzeugnisse und Zeugnisse über 
die praktische Tätigkeit vorzulegen. 
Hund deutscher Architekten. Ende Oktober 
wurde m Karlsruhe, wie man uns von dort schreibt, 
die erste badische (Ortsgruppe des Bundes deutscher 
Architekten gegründet. Der Bund deutscher Architekten 
(abgekürzte Bezeichnung: „B.D. A.“) wurde im Jahre.1903 
in Frankfurt a. M. gegründet und zählt bereits eine statt 
liche Anzahl Mitglieder, darunter die bekanntesten deut 
schen Architekten unsrer Zeit. Ortsgruppen sind in allen 
größeren Städten Deutscülands ins Leben gerufen worden. 
Dem Gründuugstage folgten die überaus zahlreich be 
suchten Jahresversammlungen in Kassel 1904, Hannover 
1905 und Köln 1906. Als Ort für die nächste Bundes 
versammlung 1907 ist Dresden bestimmt worden. Nach 
seinen auf der Frankfurter Versammlung aufgestellten 
Satzungen erstrebt der B. D. A. die Vereinigung der 
ihren Beruf als Künstler ausübenden Architekten zum 
Schutze ihrer Arbeit und zur Hebung ihres Ansehens. 
Jeder Architekt kann Bundesmitglied werden, der 
„nennenswerte baukünstlerische Leistungen aufzuweisen 
hat und sich in seinem Beruf selbständig betätigt. Jede 
Art Unternehmertum, als Beruf betrieben, schließt die 
Mitgliedschaft aus.“ Die Hauptaufgabe, welche sich der 
B. D. A. gestellt hat, ist eine Kulturaufgabe, von deren 
Lösung eine günstige Einwirkung auf die Gestaltung 
unsrer Wohnungen, Straßenbilder und öffentlichen Bauten 
erwartet werden darf. Zu den vielen brennenden Fragen, 
die das Gemüt des bisher ohne wirksame Standesver- 
tretuug alleinstehenden ßaukünstlers bewegt haben mögen, 
treten immer neue Aufgaben allgemeiner und örtlicher 
Natur, so daß der junge Bund bereits in eine eifrige 
Tätigkeit eingetreten ist und anregender Arbeit eut- 
gegensieht. Auch außerhalb der Fachkreise dürfte die 
Gründung und Entwicklung des B. D. A. Interesse er 
regen, da der Bund; nach seiner kurzen Tätigkeit zu 
schließen, sowohl innerhalb wie außerhalb der Architekten 
schaft klärend zu wirken verspricht und sich mit Auf 
gaben befaßt, denen jeder vorwärts blickende Kulturmensch 
nicht gleichgültig gegenüberstehen kann. Der Vorstand 
der Karlsruher Ortsgruppe des B. D. A. wird aus den 
Herren Baurat und Prof. A. Neumeister, Architekt 
E. Deines und Architekt H. Slevogt gebildet. 
München. Prinzregent Luitpold hat an Baurat 
O. v. Miller ein Handschreiben gerichtet, in welchem 
er demselben seinen herzlichsten Dank ausspricht und 
mitteilt, er habe bestimmt, daß das Erzbildnis Oskar 
v. Millers im neuen Deutschen Museum an einer 
jedem Besucher beim Eintritt sichtbaren Stelle eingefügt 
und mit folgender Inschrift versehen werde: „Dem 
Schöpfer und zielbewußlen Förderer des Deutschen 
Museums, Oskar v. Miller, aus Anlaß der unter meiner 
Regentschaft vollzogenen Grundsteinlegung zum Museums 
bau in dankbarer Anerkennung gewidmet. Luitpold, Prinz 
von Bayern.“ 
Braunscliweig. Die seit dem 7. Juli im Ausstand 
befindlichen Bauhilfsarbeiter haben am 20. November 
die Arbeit zu den alten Bedingungen wieder aufge 
nommen. g. 
Personalien 
Württemberg'. Erteilt: dem württembergischen Staats 
angehörigen Fürstl. Hohenz. Hofkammer- und Eaurat Buck in 
Sigmaringen die Erlaubnis zur Annahme und Anlegung des ihm 
verliehenen Offizierkreuzes des Ordens der Krone von Rumänien; 
dem württembergischen Staatsangehörigen Militär - Bauinspektor 
Beiohle bei der Intendantur der militärischen Institute in 
Berlin die Erlaubnis zur Annahme und Anlegung des ihm von 
dem Fürsten Beuß j. L. verliehenen Ehrenkreuzes III. Klasse. 
Verliehen: der Titel eines Eisenbahnbauinspektors dem Maschinen 
ingenieur tit. Eisenbahnmasohineninspektor Ackermann bei der 
Generaldirektiou der Staatseisenbahnen; der Titel und Bang eines 
Überbahnmeisters den Bahnmeistern Funk in Hall (II), Bingler in 
Oehringen und Seeger in Göppingen, dem Bahnmeister tit. Ver 
walter Palm in Stuttgart, den Bahnmeistern Remppis in Kirch- 
heim u. T., Böhm in Ulm, Schaupp in Winnenden, Klein in 
Stuttgart, Schreyer in Gaildorf, Kaden in Waiblingen, Weiß in 
Ravensburg, Heller in Stuttgart, Pantlen in Marbach, Bengel in 
Nürtingen, Warth in Vaihingen ä. F., Sonntag in Zuffenhausen, 
Hannecker in Eßlingen, Soherrmann in Geislingen (1), Hochstetter 
in Hall (1), Schlotterbeok in Hechingeu, Fauser in Erbach, Kern 
in Königsbroun, Wiek in Friedrichshafen (II), Hunz in Stuttgart 
Westbahuhof, Neufl'er in Ludwigsburg, Höltzel in Crailsheim, Grieb 
in Cannstatt, Glanz in Waldsee, Volz in Plochingen, Lolimann in
	        

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