Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1907)

30. März 1907 
BAUZB(ITUNG 
103 
Wettbewei e 
Hessische Landesausstellung. Zur Erlangung 
von Entwürfen für die Platzgestaltung und die 
provisorischen Bauten der Hessischen Landesaus 
stellung für freie und angewandte Kunst in Darmstadt 1908 
hat die Ausstellungsleitung für alle im Großherzogtum 
Hessen geborenen und ansässigen Künstler einen Wett 
bewerb mit Preisen im Betrage von 3000 M. ausgeschrieben. 
Termin 11. Mai. Dem Preisgericht gehören an Geheim 
rat Frhr. v. Biegeleben und die Professoren Geh. Oberbau 
rat Hofmann, Olbrich, Pützer, Scharvogel in Darmstadt. 
Betreffs der Einzelheiten des Ämsschreibens verweisen 
wir auf die in Kr. 12 erschienene Bekanntmachung im 
Inseratenteil. 
Yillingen. Der im Wettbewerb Realschule Yillingen 
angekaufte Entwurf der Architekten Stadtbaumeister 
A. Seibert in Yillingen und E. Seibert in Darmstadt soll 
nach Beschluß des Gemeinderats mit einigen Abänderungen 
zur Ausführung kommen. 
Zur Erlangung eines Kennworts schreibt die 
Maschinen- und Armaturfabrik vorm. Klein, Schanzlin 
& Becker in Prankenthal (Pfalz) einen Preis von 
100 M. aus. Die Firma sucht für ihre Saug- und 
Druck-Hand-Kolbenpumpen einen Namen, der 
möglichst der deutschen Sprache entstammt, nicht mehr 
als zwei Silben besitzt, leicht zu behalten und eigenartig 
ist und in einem Zusammenhänge mit der Art oder der 
Wirkung der Hand-Kolbenpumpen steht. Kleins Hand- 
Kolbenpumpen finden als Haus-, Hof-, Garten-, Brunnen- 
und Speisepumpen, zum Fördern von Wein, Sprit, Bier, 
Oel, Säuren u. s. w., von kalten und heißen Flüssigkeiten 
aller Art Verwendung. Dem besten Namen, der vom 
Kaiserlichen Patentamt zur Eintragung in die Waren 
zeichenrolle angenommen wird, fällt der bezeichnete 
Preis von 100 M. zu. Einsendungen sind bis spätestens 
1. Mai 1907 unter Bezugnahme auf die „Bauzeitung für 
Württemberg etc.“ an die Firma Klein, Schanzlin & Becker 
in Frankenthal (Pfalz) zu richten. Das Ergebnis der 
Prüfung wird innerhalb 14 Tagen öffentlich bekannt 
gemacht. 
Künstlerisches Plakat für Braunschweig. Der 
Verkehrs verein Braunschweig veranstaltet mit Unter 
stützung der städtischen Behörden einen Wettbewerb zur 
Gewinnung eines wirksamen farbigen, öffentlich aus 
zuhängenden Plakates von Braunschweig. Die Zeichnung 
ist in natürlicher Größe fertigzustellen, so daß direkt 
danach gearbeitet werden kann. Bei der Wahl des Vor 
wurfs wird dem Künstler größte Freiheit gelassen; jedoch 
sind nur solche Motive zu wählen, welche die Eigenart 
Braunschweigs in charakteristischer Weise zum Ausdruck 
bringen. Zur Teilnahme an dem Wettbewerb sind deutsche 
Künstler und Künstlerinnen freundlichst eingeladen. Die 
Entwürfe sind wohlverpackt und portofrei bis zum 
1. Juni 1907 (spätestens mit Poststempel vom 31. Mai) 
an die Geschäftsstelle des Verkehrsvereins einzusenden. 
An Preisen, die unter allen Umständen verteilt werden, 
sind ausgesetzt: I.Preis500, II.Preis300, III. Preis 200M. 
Die Entscheidung des Preisgerichts erfolgt bis 15. Juni 
1907. Die preisgekrönten Entwürfe gehen mit allen 
Rechten in das Eigentum des Verkehrsvereins ßraun- 
schweig über. Die nichtprämiierten werden nach Schluß 
der Ausstellung an die angegebenen Adressen kostenfrei 
zurückgesandt. Das Preisgericht besteht aus folgenden 
Herren; Stadtrat R. Wagner, Professor der Technischen 
Hochschule G. Lübke, Stadtbaurat L. Winter, Baurat 
Professor G. Bohnsack, Maler Hans Herse, Architekt 
(B. D. A.) O. Kratzsch, Oberingenieur O. ßütow, sämtlich 
in Braunschweig. Anfragen vermittelt die Geschäftsstelle 
des Verkehrsvereins Braunschweig. 
König-Georg-Denkmal Dresden. Das Denkmal 
soll mit einem Aufwande von 80000 M. als bronzenes 
Kgl. Baugewerkschule Stuttgart 
Eug. Pfund 
Reiterstandbild auf Steinsockel auf dem Georgsplatz oder 
in der Johann-Georgen-Allee zur Aufstellung kommen, 
doch können die Künstler auch andre Plätze in Vor 
schlag bringen. Vier Preise von 3000, 2600, 1500 und 
1000 M.; Ankauf nicht preisgekrönter Entwürfe für je 
500 M. und über die Uebertragung der Ausführung freie 
Entschließung Vorbehalten. Im Preisgericht befinden sich 
die Architekten Erlwein, Frölich und Schumacher, die 
Bildhauer Klinger und Diez sowie der Maler Prell. Frist 
15. September d. J. 
Kleine Mitteilungen 
Stuttgart. Am 22. März hat eine Sitzung der Kom 
mission für Aufstellung eines Programms über die 
Stadtentwicklung anläßlich des Bahnhofumbaus statt 
gefunden. Der Vorsitzende, Staatsminister Dr. v. Zeyer, 
legte die durch die Entscheidung der Regierung für das 
Schillerstraßenprojekt geschaffene Sachlage dar und teilte 
bezüglich der Theaterbauplatzfrage mit, nach dem jetzigen 
Stand des Theaterbaufonds werde es möglich sein, mit 
dem Bauwesen im Laufe des Jahres 1909 zu beginnen. 
Wenn dies aber geschehen solle, so müsse die Platzfrage 
ihrer Lösung entgegengeführt werden, da ohne diese 
Kgl. ßaugewerkschule Stuttgart. Landgasthaus A. Schmidt
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.