Volltext : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 17-18, 1861-1862)

Zn

Terrassen wirft sich alsbald die Frage auf, ob das Senkungsgebiet,
 welches in den bezeichneten Verwerfungsspalten seine
scharf markirten Grenzen gegen Ost und West erhalten hat,
auch gegen Nord und Süd in ähnlicher scharfer Weise abge-‘
schnitten ist, und ob sich demnach die Ausdehnung des Senkungsfeldes
 als ein nach allen Seiten‘ bestimmt abgeschlossenes Ganzes
angeben lässt. Diese Trage muss verneint werden und zwar
in positiver Weise, nicht als ob. Beobachtungshindernisse . den
Nachweis jener Grenzen. unmöglich machten, sondern es sind
bestimmte Anhaltspunkte dafür vorhanden,. dass solche scharfe
Gränzen überhaupt nicht‘ existiren. Es ist weder gegen Norden
ein bestimmter Anfang der Einsenkung der Schichten vorhanden,
noch lässt sich gegen Süden irgendwo ein Ende des gesunkenen
Terrains auffinden, die Schichten des Senkungsfeldes. beginnen
vielmehr im Norden allmählig sich zu neigen und behalten dieses
südöstliche Fallen fortwährend bei, bis endlich der ganze Jura
an der Donaulinie plötzlich unter dem oberschwäbischen Tertiärgebilde
 verschwindet. Dies ist der allgemeine Charakter des
Verlaufs unseres Senkungsgebiets von NW. — SO.; im Einzelnen
der Art und Weise aber, wie dessen einfallende Schichten die
Neckarlinie von Norden her, erreichen, zeigen die beiden gesunkenen
 Terrassen ein sehr verschiedenes Verhalten.
Was zunächst das Verhalten der unteren Terrasse. der

Filder

betrifft,“ so ist ihr Gesammthabitus hinlänglich bekannt als der
einer von NW. — SO. sanftgeneigten Fläche; die ‘sinkende
Schichtendecke dieses Gebietes hat jedoch neben dieser allgemeinen.
 Neigung noch da und dort besondere, enger begrenzte
Einbrüche erlitten, welche ihm den Charakter eines vielfach geknickten
 Schollenlandes ‘verleihen, wie dies schon weiter oben
bemerkt. wurde. Auch diese über das gesammte Senkungsgebiet
zerstreuten kleineren Störungen scheinen, wie z. B. die Arietenmulde
 des Hummelberges bei Plieningen und von Nellingen längs
bestimmter Linien zu liegen, welche als wenig ausgesprochene
Brüchspalten das Senkungsfeld durchziehen; als sicher bestimm-
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.