Volltext: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1907)

27. Juli 1907 
BAUZEITUNG 
Mittelalter der Fall gewesen sein, jetzt trifft es längst 
nicht mehr zu. Vielmehr sind auch dort, Holland etwa 
ausgenommen, 
erhaltenen Backsteinbauten seltene 
Ausnahmen unter den später üblich gewordenen Putz 
hauten, die dort wie auch in andern Ländern die Straßen 
füllen. Wie vortrefflich sich ein solcher alter Backstein 
bau dem Straßenbild auch in der Nähe aufwändigen 
Werksteinbaues einpaßt, läßt sich zum Beispiel in Braun 
schweig feststellen, wenn man bei der Andreaskirche die 
Ziegelflächen der „alten Wage“ und den ebenfalls mit 
Ziegeln ausgemauerten Bau des herzoglichen Brauhauses 
betrachtet. Ich gestatte mir, besonders den Herren, die 
aus Süddeutschland den unbedingten Widerwillen gegen 
Backstein mitgebracht haben, die Besichtigung dieser 
Straßeubilder ans Herz zu legen, und bin sicher, daß 
keiner den warmen Ton des Backsteins wird hinweg 
wünschen wollen. Er ist zweifellos milder und feiner 
als der Ton so manchen roten Sandsteins, den man auch 
nicht verbietet. 
Dieser Unterschied in der Wirkung älterer Ziegel 
und neuerer Yerhlendsteine beruht auch nicht etwa darauf, 
daß jene alten Bauten durch Verwitterung und Schmutz 
zu erträglicher Wirkung abgestimmt seien. Diese Ein 
wirkung ist oft gar nicht so sehr merklich und kommt 
die 
Geschäftshaus Gertig in Hamburg 
Architekten Freitag & Wurzbach in Hamburg 
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