Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1909)

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BAUZEITCJNG 
Nr. 1 
Wettbewerb Ministerial- und Landtagsgebäude in Oldenburg Hauptansioht 
Ein Preis M. 5000. Verfasser Prof. P. Bonatz und Architekt P. B. Scholer-Stuttgart 
beamten der Buchhalterei, 2 Bäume für die Buchhalterei, 
1 Hauptkassenraum für die Ein- und Auszahlungen der 
Landeskasse in feuersicherer Bauart, 2 feuer- und diebes 
sichere Gewölbe dazu, 1 Zimmer für den Landeskassierer, 
1 Zählzimmer, 1 Zimmer für den Vorstand der Domänen 
inspektion , 2 Bäume für Hilfsarbeiter (Schreib- und 
Zeichenzimmer), 1 Zimmer für den landwirtschaftlichen 
Beferenten im Ministerium des Innern, 1 Baum für den 
Moorkulturinspektor, 1 Baum für den landwirtschaftlichen 
Hilfsarbeiter, 3 Bäume für 5 Wiesenbauer und Hilfs 
arbeiter der Landeskulturverwaltung in verschiedenen 
Größen, 4 Dienstzimmer für Bäte des Oberschulkollegiums 
und des Oberkirchenrats, 1 Sitzungszimmer für das Ober 
schulkollegium und den Oberkirchenrat, 1 Baum für den 
Begistrator mit Nebenraum für das Oberschulkollegium, 
1 Baum für den Expedienten des Oberschulkollegiums, 
1 Baum für den Bevisor des Oberschulkollegiums und 
des Oberkirchenrats, 1 Botonzimmer für das Oberschul 
kollegium und den Oberkirchenrat, 1 Baum für die 
Begistratur des Oberkirchenrats. 
3. Zweites Obergeschoß. 
3 Ministerzimmer, tunlichst in quadratischer Form. 
In Verbindung mit dem Zimmer des Ministers des Innern: 
1 Konferenzzimmer. In Verbindung mit dem Zimmer des 
Finanzministers; 1 Konferenzzimmer. Außerdem für 
die drei Ministerzimmer: 3 Vorzimmer, 1 Sitzungszimmer 
für die Kabinettssitzungen, 1 Vorzimmer für dasselbe, 
1 Wartezimmer, 3 Botenzimmer für die Boten der drei Depar 
tements, 12 Zimmer für die Vortragenden Bäte, Befe 
renten und Hilfsarbeiter im Departement des Innern, 
1 Konferenzzimmer für kleinere Sitzungen der Bäte und 
Hilfsarbeiter im Departement des Innern, 9 Zimmer für 
die Vortragenden Bäte und Hilfsarbeiter im Departement 
der Finanzen, ferner 3 Zimmer für höhere Subaltern 
beamte, 3 Zimmer für die Vortragenden Bäte und Hilfs 
arbeiter im Departement der Justiz, 3 Bäume für engagierte 
Beamte der Bauverwaltung, 1 Botenzimmer der Bau 
verwaltung. 
4. Drittes Obergeschoß. 
1 Zimmer für den Vorstand des Bevisionsbureaus, 
3 einzelne Bäume für 3 Eevisoren, 1 Zimmer für 2 Bevi- 
soren (für Eisenbahnangelegenheiten), 4 Zimmer für je 
2 Bevisoren, 1 Zimmer für die Baurevisoren, für etwaige 
Vermehrung des Be Visionspersonals 2 Zimmer, 4 Bäume 
für die Begistratur I (Begistratur des Justizdepartements, 
der Kirchen und Schulen und des Gesamtministeriums), 
1 Bibliothekzimmer, zugleich für die Bibliothek der Bau 
verwaltung, 1 Baum für die beiden Begistratoren im 
Departement des Innern, 1 Baum für 3 Begistratur- 
gehilfen, 1 Zimmer für den Baurevisor, 6 Bäume zur 
Unterbringung der Akten für die Begistratur II in ver 
schiedenen Größen, 1 Zimmer für den Begistrator und 
den Eegistraturgehilfen des Departements der Finanzen, 
2—3 Bäume für die Begistratur des Finanzministeriums 
zur Unterbringung der Akten, 2 größere Zimmer für den 
Vorstand der Expedition und für die Versendung von 
Postsachen, 2 kleinere Zimmer für die beiden Expedienten 
(Lesezimmer), 4 kleinere Zimmer für Schreibmaschinen- 
beamte, 2 größere Zimmer für je 3 Schreiber. In jedem 
Geschoß sind an zwei bis drei verschiedenen Stellen des 
Gebäudes Aborteinrichtungen (Spülklosetts) und Wasch 
toiletten vorzusehen. An geeigneten Stellen sind Akten 
aufzüge und an günstig gelegener Stelle in der Nähe des 
Haupteingangs ein langsam gehender, ständig laufender 
Personenaufzug und ein Gepäckaufzug vorzusehen. Das 
Gebäude ist möglichst feuersicher und in monumentaler 
Bauart zu projektieren. 
B. Neubau des Landtagsgebäudes. 
Das neue Landtagsgebäude soll möglichst in direkter 
Verbindung mit dem Neubau des Ministerialgebäudes 
stehen, eventuell als Flügel des neuen Ministerialgebäudes 
erbaut werden. Dasselbe soll außer einem ebenerdig zu 
legenden Untergeschoß von 3 m lichter Höhe, welches 
die Zentralheizung, die Hauswartwohnung und die 
sonstigen Nebenräume aufzunebmen hat, drei Ober 
geschosse und einen Dachboden erhalten, der so zu kon 
struieren ist, daß er später zu Diensträumen für das 
Ministerialgebäude ausgebaut werden kann. 
In diesen Geschossen waren folgende Bäume unter 
zubringen : 
1. Untergeschoß. 
1 Hauswartwohnung, 1 Aborteinrichtung, 1 Zentral 
heizung mit den nötigen Bäumen für Feuerung, 1 Baum 
für Bäder, die übrigen Bäume des Untergeschosses sind 
so zu konstruieren, daß sie später für Dienstzwecke Ver 
wendung finden können. 
2. Erstes Obergeschoß. 
4 Kommissionszimmer für die vier Landtagsausschüsse, 
1 Zimmer für die Expedition des Landtags, 1 Zimmer 
für die Begistratur, 1 Bestaurationszimmer mit an 
grenzender Anrichte, 1 Botenzimmer, 1 Bedürfnisanstalt 
und Waschtoilette, eine bequeme Verbindung dieses Ge 
schosses mit der Hauswartwohnung.
	        

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