Title:
Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen
Shelfmark:
XIX/1085.4-6,1909
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1499766280559_1909/166/
15. Mai 1909 
BAUZB1TUNG 
159 
und dieselbe mit den Landesverbältnissen betraute Be 
hörde geprüft werden. Bedingung dabei aber ist, daß in 
dieser Behörde genügend tüchtige, mit der Praxis in 
Fühlung stehende Techniker mit ordentlichem Stimmrecht 
vertreten sind und sie unter der Direktion eines ebensolchen 
Technikers steht. Diese Behörde würde eine Abteilung 
des Ministeriums bilden. 
In Art. 3 wurde ferner des Technikers und seiner 
Rechte gedacht. Während bei der Feststellung von 
Ortsbausatzungen die Zweite Kammer nur über tech 
nische Fragen einen geprüften Techniker gehört haben 
will, fordert die Erste Kammer den Ortsbautechniker 
mit beratender Stimme, vorausgesetzt, daß er mindestens 
die Prüfung als Bauwerkmeister erstanden hat. lieber 
den Begriff „technische Fragen“ bestimmt das Gesetz 
nichts, jedenfalls auch nicht der — Techniker. 
Max Mueller. 
Y ereinsmitteilungen 
r-- 
Württ. Ingenieurverein. In der letzten Versamm 
lung gedachte der Vorsitzende zunächst des verstorbenen 
verdienstvollen Mitglieds Baudirektor v. Schaal, dessen 
Andenken durch Erheben von den Sitzen geehrt wurde. 
Sodann berichtete Professor Pickersgi 11 über die Neu 
organisation der Fachschule für Maschinentechniker an 
der K. Baugewerkschule, lieber diesen Punkt wird in 
der nächsten Sitzung diskutiert werden, weshalb heute 
eine Mitteilung unterbleiben kann. Nachdem zahlreiche 
geschäftliche Angelegenheiten Erledigung gefunden hatten, 
sprach Dr. Hermann Beck-Berlin über das Internatio 
nale Institut für Technobibliographie, indem er etwa 
folgendes ausführte: „Vor kurzem ist in Berlin unter 
Mitwirkung der 16 größten technischen und industriellen 
Verbände Deutschlands sowie einer großen Reihe führen 
der Persönlichkeiten das Internationale Institut für Techno 
bibliographie ins Leben gerufen und seit Januar d. J. 
in Tätigkeit gesetzt worden. Es ist unterstützt vom 
Kaiserlichen Patentamt (die Mitarbeiter sind größtenteils 
Beamte des Patentamts) sowie in Verbindung mit der 
K. Bibliothek in Berlin, die sich entschlossen hat, eine 
technische Zentralbibliothek einzurichten. Das Institut 
ist ein eingetragener Verein, dessen Mitgliedern gegen den 
Mitgliedsbeitrag von 25 M. die Leistungen des Instituts 
unentgeltlich bzw. gegen geringe Gebühren zur Verfügung 
stehen. Das Mitglied erhält jährlich 40 000 bis 500 000 
technisch-literarische Auskünfte in Form von monatlichen 
Berichten und Jahrbüchern. Das erste Monatsheft, das 
etwa 4000 Informationen bringt, ist erschienen im Rahmen 
einer,Technische Auskunft' betitelten Zeitschrift, die außer 
dem noch zahlreiche Nachrichten aus dem Gebiete des 
technischen Auskunftswesens, eine Charakteristik der 
Fachzeitschriften aller Länder und ein Bezugsquellen 
register enthält. Das Institut beschränkt sich aber nicht 
darauf, kurze technische Informationen zu geben, son 
dern es liefert auch an Hand eines großen Archivs aus 
führliche Referate, übernimmt Recherchen u. s. w. In 
Anbetracht, daß das deutsche Bureau des Instituts in Berlin 
(Spichernstraße 17) eine Zentralstelle mit internationalem 
Arbeitsbereich darstellt, darf erwartet werden, daß das 
Unternehmen der Industrie und Technik sehr wesent 
liche Dienste wird leisten können, weshalb es auch durch 
eine Reihe von Organisationen finanzielle Unterstützung 
erfährt.“ 
Akad. Architekten-Verein Darnistadt. Am Sams 
tag, den 1. Mai, fand die Semesterantrittskneipe auf der 
Ludwigshöhe statt. — In der 1. ordentlichen Vereins 
versammlung vom 6. Mai 1909 wurden neu aufgenommen 
als Mitglieder: Wilhelm Goost, stud. arch., Albrecht 
Pohle, stud. arch., Karl Münkler, cand. arch., und Willy 
Fischer, cand. arch. — Zu auswärtigen Mitgliedern wur 
den die Vereinsbrüder E. Fanghänel und K. Engel er- 
Wettbewerb Lutherhaus 
Architekten Th. Dolmetsch und Professor F. Schuster-Stuttgart
        

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