Title:
Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen
Shelfmark:
XIX/1085.4-6,1909
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1499766280559_1909/377/
20. November 1909 
BADZBITUNÖ 
371 
Volksschule in Oberlenningen 
Architekten Oberbauräte Eisenlohr & Weigle-Stuttgart 
ein künstlerisch schöner, zu bedauern ist aber, daß die 
Gesamtwirkung eine Einbuße erleidet durch die Anlage 
der Wilhelmstraße und Bepflanzung dieser mit Bäumen; 
die große Eassade kommt dadurch nicht genügend zur 
Geltung. 
Es verlohnt sich, auf den Schmuck im einzelnen ein 
zugehen. Im Mittelbau ist im oberen Eries die Aufschrift 
„Zeughaus“ in gut leserlicher Schrift erhaben ausgeführt. 
Die Füllungen auf beiden Seiten haben kriegerische Ab 
zeichen, Gewehre, 
Kanonen u. s. w. 
in malerischer An 
ordnung und kräf 
tiger Elastik. In 
den Rosetten über 
den Bogenfenstern 
sind das Reichs 
wappen und das 
württembergische 
Wappen in Flach- 
reliefmanier aus 
gemeißelt. Der 
Schlußstein vom 
Hauptportal ist mit 
dem Kopf der 
Minerva geziert. 
An den beiden 
Seitenflügeln der 
Hauptfassade sind 
große kriegerische 
Embleme,Schilder, 
Brustharnische 
und dergleichen in 
wirksamer Grup 
pierung ausge 
hauen; sie sind mit einer reichen Umrahmung ver 
sehen. In der westlichen Fassade gegen den Wil 
helm splatz erblickt man im Fries des Hauptgesimses 
in der Mitte den Reichsadler mit weit ausgebreiteten 
Flügeln, zu beiden Seiten verschiedene Fahnenspitzen 
mit Lorbeeren. Zwischen den Pilastern im Ober 
geschoß befinden sich Gehänge von Lorbeer und 
Eichenlaub. Ueber dem mittleren Doppelfenster ist eine 
größere Rosette, in der Mitte ein Kanonenrohr, um dieses 
in feiner Gruppie 
rung Gewehre, 
Säbel und dergl. 
Die Bildhauerar 
beiten sind vorzüg 
lich gelungen und 
bilden einen präch 
tigen Schmuck für 
das imposante Ge 
bäude. Sie sind 
das Werk des Bild 
hauers Gäckle in 
Stuttgart, der die 
selben nach den 
Entwürfen und 
unter persönlicher 
Kontrolle des Geh. 
Oberbaurats Frhr. 
v. Seeger ausge 
führt hat. 
Bei Beurteilung 
der Modelle ist 
zu berücksichtigen, 
daß man bei Aus 
arbeitung dersel 
ben durch die Ab-
        

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