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BAUZEITUNG
Nr. 6
stifts kommt ein Jachthafen und vor den des St.-Antonius-Pensionates
der städtische Gondelhafen zu stehen.
Die Kosten der gesamten Anlage belaufen sich auf
315 000 M., wovon 115 000 M. auf den Jachthafen und
das Klubhaus entfallen. Die Pläne sind von der Firma
Baresel ausgearbeitet. Die bürgerlichen Kollegien stimmten
auch dem Gesuche des Zimmermeisters Hutter zu, durch
das ehemalige Anwesen des Frhrn. v. Mittnacht zwecks
rentabler Ueberbauung eine Straße zu führen.
Fürth. Nach einer Blättermeldung hat ein unbekannter
Wohltäter 70000 M. gestiftet, um der Sanitätskolonne
den Bau des längst gewünschten eignen Heims zu ermöglichen.
Heimatkunst in Bayern. Die vom Bayrischen
Verein für Volkskunst und Volkskunde und von andrer
Seite gegebene Anregung, die alten schmiedeeisernen
Grabkreuze, die sich überall in den Ecken der Friedhöfe
vorfinden und aus dunkeln Winkeln von Landkirchen
und Kapellen ans Tageslicht kommen, instand zu setzen
und neu zu verwerten, ist in Fürstenfeldbruck durch den
Bezirksamtmann Schreyer in erfreulicher Weise in die
Tat umgesetzt worden. Es wurde eine Anzahl solcher
Kreuze unter sachkundiger Beratung wiederhergestellt
und im Bezirksamtsgarten in hübschen Gruppen nach
Art eines Waldfriedhofes aufgestellt. Die Besichtigung
bringt selbst dem Laien die Erkenntnis zum Bewußtsein,
welche Fülle köstlicher Originalität, reicher Abwechslung
und unerschöpflicher Erfindungsgabe in diesen Werken
ländlicher Meister verborgen ruht, und wie diese verborgenen
Reize sich bei sachkundiger und geschickter
Wiederherstellung neu beleben lassen.
Bad Dürkheim. Ein ungenannter Geber überwies
der Stadt Dürkheim ein Geschenk von 50 000 M. zur Erbauung
eines eignen Museums für die wertvollen Sammlungen
des naturwissenschaftlichen Vereins der Pfalz
„Pollichia“ und des Altertumsvereins.
Saarbrücken. In Anwesenheit des Oberpräsidenten
der Rheinprovinz v. Rheinbaben wurde unlängst die mit
einem Kostenaufwand von einer halben Million Mark
erbaute fünfte Saarbrücke, welche die Zentren
St. Johann und Saarbrücken verbindet, eingeweiht und
dem Verkehr übergeben.
Berlin. In die Akademie des Bauwesens sind
als außerordentliche Mitglieder berufen worden Geh.
Oberbaurat Dr.-Ing. J. Stübben-Grunewald, Geh. Oberbaurat
Richard Schultze-Schlachtensee, Oberbaurat Kittel-Stuttgart
und Ministerialdirektor Reverdy-München. Die
außerordentlichen Mitglieder Geh. Oberbaurat O. Hoßfeld
und Geh. Hofbaurat E. v. Ihne wurden zu ordentlichen
Mitgliedern der Akademie ernannt. — Das K. Kunstgewerbemuseum
eröffnete vor kurzer Zeit eine umfangreiche
Dänische Ausstellung von Kunstgewerbe
und Baukunst. Diese Ausstellung ist
von Kopenhagen aus durch das dortige Museum, den
Industrieverein und den Akademischen Architektenverein
vorbereitet worden und zeigt alle Gebiete der
heutigen Arbeit einschließlich der Architektur, darunter
besonders hervorragende Kunstwerke aus öffentlichem
und privatem Besitz, Möbel, Porzellane, Silberarbeiten
und andres. Im Lichthof hat der dänische Architekt
C. Brummer für das Ganze eine farbige Umrahmung
geschaffen; die Aufstellung hat Direktor Hannover
vom Dänischen Kunstgewerbemuseum geleitet. Die
Baukunst füllt die vorderen Säle, die Buchkunst den
Ausstellungssaal der Bibliothek. Die eigenartige, neuzeitige
dänische Bau- und Handwerkskunst, die einen
Ruhmestitel ihres Landes bildet, ist im Auslande noch
nie so vollständig und vielseitig vor geführt worden.
Rheinschiffahrt Basel—Bodensee. Aus Goldach
wird berichtet, daß man hinsichtlich der Verwertung der
Rheinwasserkräfte zwischen Basel und Bodensee in Regierungskreisen
in Berlin der Ansicht sei, daß sich diese
am besten für die Gewinnung von Stickstoff aus der
Luft eignen würden, weil man dazu hauptsächlich Kalk
braucht, der in den Gegenden des Oberrheins und der
Schweiz zur Genüge vorhanden sei. Andernfalls sei der
Stromabsatz eine sehr schwierige Frage.
Der achte Kongreß für Heizung und Lüftung
wird vom 11. bis 14. Juni 1911 anläßlich der Internationalen
Hygiene-Ausstellung in Dresden stattfinden.
Zurzeit erfolgt die Bildung eines Ortsausschusses von
hervorragenden Heizungsindustriellen, Baubeamten und
Hygienikern. An dem Kongreß können alle diejenigen
teilnehmen, die durch ihre Tätigkeit als Fabrikanten
oder Ingenieure der Heizungs- und Lüftungstechnik nahestehen
oder in ihrer amtlichen, privaten, wissenschaftlichen
oder praktischen Wirksamkeit ein besonderes
Interesse für die Förderung des Heizungs- und Lüftungswesens
haben.
Personalien
Württemberg'. Erteilt: dem württ. Staatsangehörigen Architekten
O. Baur in München die Erlaubnis zur Anlegung des ihm
verliehenen bayrischen Verdienstordens vom heiligen Michael vierter
Klasse.
Elsaß ■ Lothringen. Ernannt: der bisherige Kanalmeister
Hügel in Ruprechtsau zum Technischen Assistenten der Wasserbauverwaltung
unter Ueberweisung an den Wasserbaubezirk Straßburg-Kanäle.
Zugeteilt: der bisher dem Wasserbaubezirk Straßburg-Kanäle
zugewiesene Technische Assistent der Wasserbauverwaltung
Heuser in gleicher Eigenschaft dem Bureau für Revisionsarbeiten
der Wasserbauverwaltung.
Briefkasten
Anfrage. Wer kann über Anwendung von Temperatur- oder
Ausdehnungsfugen zur Verhütung von Rissen in großen Flächen
von Zementböden und besonders in Eisenbetonarbeiten Näheres
mitteilen? B. u. K. in S.
An unsre Leser!
In bezug auf die Zeitungsbestellung bestehen immer noch
manche unrichtige Auffassungen, weshalb wir den Vorgang einmal
kurz schildern möchten. Allen Postanstalten, in deren Bereich
Abonnenten der „ßauzeitung“ wohnen, müssen wir jedes Vierteljahr
aufs neue eine Liste einreiohen, auf der die einzelnen Bezieher
und deren Adressen genau verzeichnet sind. Die entsprechende
Anzahl Bauzeitungen werden von uns, jeweils Samstags, zusammen
in einem Paket, jedem Postamt zugestellt, das dann die Verteilung
an die Bezieher vornimmt. Die Namen der Abonnenten werden
also von uns aus auf die einzelnen Bauzeitungen gar nicht aufgeschrieben.
Steht eine Aenderung bevor, sei es, daß ein Abonnent
von einem Ort in einen andern, oder sei es, daß er nur
von einer Straße in eine andre verzieht, so muß er solches
beim seitherigen Postamt rechtzeitig melden. Dieses
ändert seine Liste und gibt alsdann in ersterem Fall die Meldung
an das künftige Postamt weiter, ebenso verständigt es uns, damit
auch wir unsre Listen berichtigen können. Eine Störung in der
Zeitungsbestellung wird dann unbedingt vermieden; sollte aber
doch der Fall eintreten, daß ein Abonnent einmal die „Bauzeitung“
nicht bekommt, So hat er nur beim Briefträger
zu reklamieren. Dieser bzw. das Postamt ist verpflichtet, dafür zu
sorgen, daß jeder Abonnent seine „Bauzeitung“ richtig erhält. Wir
bitten dringend, vorstehendes zu beachten. Für Nummern, die bei
uns direkt reklamiert werden, müssen wir 20 Pf. pro Exemplar
berechnen.
Verlag der Bauzeitung.
Verantwortliche Schriftleitung: Chefredakteur und Herausgeber Adolf Fausel
in Stuttgart. Druck: Deutsche Verlags-Anstalt in Stuttgart.