Full text : Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1911)

48

BAUZEITUNG

Nr.  6

stifts  kommt  ein  Jachthafen  und  vor  den  des  St.-Antonius-Pensionates
  der  städtische  Gondelhafen  zu  stehen.
Die  Kosten  der  gesamten  Anlage  belaufen  sich  auf
315  000  M.,  wovon  115  000  M.  auf  den  Jachthafen  und
das  Klubhaus  entfallen.  Die  Pläne  sind  von  der  Firma
Baresel  ausgearbeitet.  Die  bürgerlichen  Kollegien  stimmten
auch  dem  Gesuche  des  Zimmermeisters  Hutter  zu,  durch
das  ehemalige  Anwesen  des  Frhrn.  v.  Mittnacht  zwecks
rentabler  Ueberbauung  eine  Straße  zu  führen.
Fürth.  Nach  einer  Blättermeldung  hat  ein  unbekannter
Wohltäter  70000  M.  gestiftet,  um  der  Sanitätskolonne
den  Bau  des  längst  gewünschten  eignen  Heims  zu  ermöglichen. ­

Heimatkunst  in  Bayern.  Die  vom  Bayrischen
Verein  für  Volkskunst  und  Volkskunde  und  von  andrer
Seite  gegebene  Anregung,  die  alten  schmiedeeisernen
Grabkreuze,  die  sich  überall  in  den  Ecken  der  Friedhöfe ­
  vorfinden  und  aus  dunkeln  Winkeln  von  Landkirchen
und  Kapellen  ans  Tageslicht  kommen,  instand  zu  setzen
und  neu  zu  verwerten,  ist  in  Fürstenfeldbruck  durch  den
Bezirksamtmann  Schreyer  in  erfreulicher  Weise  in  die
Tat  umgesetzt  worden.  Es  wurde  eine  Anzahl  solcher
Kreuze  unter  sachkundiger  Beratung  wiederhergestellt
und  im  Bezirksamtsgarten  in  hübschen  Gruppen  nach
Art  eines  Waldfriedhofes  aufgestellt.  Die  Besichtigung
bringt  selbst  dem  Laien  die  Erkenntnis  zum  Bewußtsein,
welche  Fülle  köstlicher  Originalität,  reicher  Abwechslung
und  unerschöpflicher  Erfindungsgabe  in  diesen  Werken
ländlicher  Meister  verborgen  ruht,  und  wie  diese  verborgenen ­
  Reize  sich  bei  sachkundiger  und  geschickter
Wiederherstellung  neu  beleben  lassen.
Bad  Dürkheim.  Ein  ungenannter  Geber  überwies
der  Stadt  Dürkheim  ein  Geschenk  von  50  000  M.  zur  Erbauung ­
  eines  eignen  Museums  für  die  wertvollen  Sammlungen ­
  des  naturwissenschaftlichen  Vereins  der  Pfalz
„Pollichia“  und  des  Altertumsvereins.
Saarbrücken.  In  Anwesenheit  des  Oberpräsidenten
der  Rheinprovinz  v.  Rheinbaben  wurde  unlängst  die  mit
einem  Kostenaufwand  von  einer  halben  Million  Mark
erbaute  fünfte  Saarbrücke,  welche  die  Zentren
St.  Johann  und  Saarbrücken  verbindet,  eingeweiht  und
dem  Verkehr  übergeben.
Berlin.  In  die  Akademie  des  Bauwesens  sind
als  außerordentliche  Mitglieder  berufen  worden  Geh.
Oberbaurat  Dr.-Ing.  J.  Stübben-Grunewald,  Geh.  Oberbaurat ­
  Richard  Schultze-Schlachtensee,  Oberbaurat  Kittel-Stuttgart
  und  Ministerialdirektor  Reverdy-München.  Die
außerordentlichen  Mitglieder  Geh.  Oberbaurat  O.  Hoßfeld
und  Geh.  Hofbaurat  E.  v.  Ihne  wurden  zu  ordentlichen
Mitgliedern  der  Akademie  ernannt.  —  Das  K.  Kunstgewerbemuseum ­
  eröffnete  vor  kurzer  Zeit  eine  umfangreiche ­
  Dänische  Ausstellung  von  Kunstgewerbe ­
  und  Baukunst.  Diese  Ausstellung  ist
von  Kopenhagen  aus  durch  das  dortige  Museum,  den
Industrieverein  und  den  Akademischen  Architektenverein ­
  vorbereitet  worden  und  zeigt  alle  Gebiete  der
heutigen  Arbeit  einschließlich  der  Architektur,  darunter
besonders  hervorragende  Kunstwerke  aus  öffentlichem
und  privatem  Besitz,  Möbel,  Porzellane,  Silberarbeiten
und  andres.  Im  Lichthof  hat  der  dänische  Architekt
C.  Brummer  für  das  Ganze  eine  farbige  Umrahmung
geschaffen;  die  Aufstellung  hat  Direktor  Hannover
vom  Dänischen  Kunstgewerbemuseum  geleitet.  Die
Baukunst  füllt  die  vorderen  Säle,  die  Buchkunst  den
Ausstellungssaal  der  Bibliothek.  Die  eigenartige,  neuzeitige ­
  dänische  Bau-  und  Handwerkskunst,  die  einen
Ruhmestitel  ihres  Landes  bildet,  ist  im  Auslande  noch
nie  so  vollständig  und  vielseitig  vor  geführt  worden.
Rheinschiffahrt  Basel—Bodensee.  Aus  Goldach
wird  berichtet,  daß  man  hinsichtlich  der  Verwertung  der
Rheinwasserkräfte  zwischen  Basel  und  Bodensee  in  Regierungskreisen ­
  in  Berlin  der  Ansicht  sei,  daß  sich  diese

am  besten  für  die  Gewinnung  von  Stickstoff  aus  der
Luft  eignen  würden,  weil  man  dazu  hauptsächlich  Kalk
braucht,  der  in  den  Gegenden  des  Oberrheins  und  der
Schweiz  zur  Genüge  vorhanden  sei.  Andernfalls  sei  der
Stromabsatz  eine  sehr  schwierige  Frage.
Der  achte  Kongreß  für  Heizung  und  Lüftung
wird  vom  11.  bis  14.  Juni  1911  anläßlich  der  Internationalen ­
  Hygiene-Ausstellung  in  Dresden  stattfinden.
Zurzeit  erfolgt  die  Bildung  eines  Ortsausschusses  von
hervorragenden  Heizungsindustriellen,  Baubeamten  und
Hygienikern.  An  dem  Kongreß  können  alle  diejenigen
teilnehmen,  die  durch  ihre  Tätigkeit  als  Fabrikanten
oder  Ingenieure  der  Heizungs-  und  Lüftungstechnik  nahestehen ­
  oder  in  ihrer  amtlichen,  privaten,  wissenschaftlichen ­
  oder  praktischen  Wirksamkeit  ein  besonderes
Interesse  für  die  Förderung  des  Heizungs-  und  Lüftungswesens ­
  haben.
Personalien
Württemberg'.  Erteilt:  dem  württ.  Staatsangehörigen  Architekten ­
  O.  Baur  in  München  die  Erlaubnis  zur  Anlegung  des  ihm
verliehenen  bayrischen  Verdienstordens  vom  heiligen  Michael  vierter
Klasse.
Elsaß  ■  Lothringen.  Ernannt:  der  bisherige  Kanalmeister
Hügel  in  Ruprechtsau  zum  Technischen  Assistenten  der  Wasserbauverwaltung ­
  unter  Ueberweisung  an  den  Wasserbaubezirk  Straßburg-Kanäle. ­
  Zugeteilt:  der  bisher  dem  Wasserbaubezirk  Straßburg-Kanäle ­
  zugewiesene  Technische  Assistent  der  Wasserbauverwaltung
  Heuser  in  gleicher  Eigenschaft  dem  Bureau  für  Revisionsarbeiten ­
  der  Wasserbauverwaltung.
Briefkasten
Anfrage.  Wer  kann  über  Anwendung  von  Temperatur-  oder
Ausdehnungsfugen  zur  Verhütung  von  Rissen  in  großen  Flächen
von  Zementböden  und  besonders  in  Eisenbetonarbeiten  Näheres
mitteilen?  B.  u.  K.  in  S.
An  unsre  Leser!
In  bezug  auf  die  Zeitungsbestellung  bestehen  immer  noch
manche  unrichtige  Auffassungen,  weshalb  wir  den  Vorgang  einmal
kurz  schildern  möchten.  Allen  Postanstalten,  in  deren  Bereich
Abonnenten  der  „ßauzeitung“  wohnen,  müssen  wir  jedes  Vierteljahr ­
  aufs  neue  eine  Liste  einreiohen,  auf  der  die  einzelnen  Bezieher
und  deren  Adressen  genau  verzeichnet  sind.  Die  entsprechende
Anzahl  Bauzeitungen  werden  von  uns,  jeweils  Samstags,  zusammen
in  einem  Paket,  jedem  Postamt  zugestellt,  das  dann  die  Verteilung
an  die  Bezieher  vornimmt.  Die  Namen  der  Abonnenten  werden
also  von  uns  aus  auf  die  einzelnen  Bauzeitungen  gar  nicht  aufgeschrieben. ­
  Steht  eine  Aenderung  bevor,  sei  es,  daß  ein  Abonnent
von  einem  Ort  in  einen  andern,  oder  sei  es,  daß  er  nur
von  einer  Straße  in  eine  andre  verzieht,  so  muß  er  solches
beim  seitherigen  Postamt  rechtzeitig  melden.  Dieses
ändert  seine  Liste  und  gibt  alsdann  in  ersterem  Fall  die  Meldung
an  das  künftige  Postamt  weiter,  ebenso  verständigt  es  uns,  damit
auch  wir  unsre  Listen  berichtigen  können.  Eine  Störung  in  der
Zeitungsbestellung  wird  dann  unbedingt  vermieden;  sollte  aber
doch  der  Fall  eintreten,  daß  ein  Abonnent  einmal  die  „Bauzeitung“ ­
  nicht  bekommt,  So  hat  er  nur  beim  Briefträger
zu  reklamieren.  Dieser  bzw.  das  Postamt  ist  verpflichtet,  dafür  zu
sorgen,  daß  jeder  Abonnent  seine  „Bauzeitung“  richtig  erhält.  Wir
bitten  dringend,  vorstehendes  zu  beachten.  Für  Nummern,  die  bei
uns  direkt  reklamiert  werden,  müssen  wir  20  Pf.  pro  Exemplar
berechnen.
Verlag  der  Bauzeitung.
Verantwortliche  Schriftleitung:  Chefredakteur  und  Herausgeber  Adolf  Fausel
in  Stuttgart.  Druck:  Deutsche  Verlags-Anstalt  in  Stuttgart.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.