Volltext : Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1911)

STUTTGART

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FÜR  WÜRTTGMBGRG
BRDENHESSENGL
SPSS-LOTHRINGEN

18.  Februar  1911

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Inhalt:  Denkmalpflege  in  Hessen.  —  Die  Aussichten  des  technischen  Berufs.  —  Verfehlungen ­
  gegen  die  Unfallverhütungsvorschriften.  —  Eine  Stuttgarter  Museumsinsel.  —
Vereinsmitteilungen.  —  Wettbewerbe.  —  Kleine  Mitteilungen.  —  Bücher.  Briefkasten.

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Denkmalpflege  in  Hessen

Alle  Rechte  Vorbehalten.

Yon  ihrer  Tätigkeit  legt  zum  erstenmal  die  amtliche
hessische  Denkmalpflege  in  einem  Jahresbericht  Zeugnis
ab.  Es  soll  dadurch  weiteren  Kreisen  ein  Bild  dessen
gegeben  werden,  was  auf  diesem  Gebiet  im  Großherzogtum ­
  Hessen  seit  Erlaß  des  Denkmalschutzgesetzes  vom
16.  Juli  1902  geschehen  ist.  Der  Bericht,  der  die  Jahre
1902/07  umfaßt,  stellt  sich  als  ein  stattlicher  Band  dar

kunst  an  der  Technischen  Hochschule  Darmstadt,  Georg
Wickop,  während  dem  ordentlichen  Professor  an  der  Technischen ­
  Hochschule  Darmstadt,  EriedrichPützer,die  Provinz
Bheinhessen  überwiesen  wurde.  In  dem  Bericht  wird
ausgeführt,  welche  Aufwendungen  staatlicherseits  für
Erhaltung  und  Restauration  von  Bau-  und  Kunstdenkmälern ­
  gemacht  und  welche  Zuschüsse  zu  demselben

Abb.  1  Wohnhaus  in  Eschollbrücken

Abb.  2  Fachwerkhaus  in  Reinheim

und  enthält  eine  große  Anzahl  von  Abbildungen,  welche
die  vielerlei  Arten  des  Denkmalschutzes  und  dessen  Erfolge ­
  veranschaulichen.  Zunächst  sollte  nur  die  Pflege
der  nicht  staatlichen  Baudenkmäler  und  der  im  Besitz
von  Gemeinden,  Kirchen  und  Stiftungen  befindlichen  beweglichen ­
  Gegenstände  des  Mittelalters  und  der  Neuzeit ­
  sowie  der  Altertümer  aus  prähistorischer,  römischgermanischer
  und  fränkischer  Zeit  dargelegt  werden.
Für  die  staatlichen  Baudenkmäler,  für  das  Gebiet  der
Urkundenpflege  sowie  für  das  der  Pflege  der  Naturdenkmäler ­
  ist  besondere  Berichterstattung  Vorbehalten.
Als  Denkmalpfleger  für  die  Baudenkmäler  der  Provinz
Starkenburg  fungiert  der  ordentliche  Professor  für  Bau-Zweck

  an  politische  und  kirchliche  Gemeinden  wie  an
Privatpersonen  geleistet  wurden.  Es  sind  dies  ganz  bedeutende ­
  Summen.  Die  Tätigkeit  des  Denkmalrats,  der
das  Ganze  leitet,  hatte  sich  u.  a.  mit  folgenden  Aufgaben ­
  zu  befassen;  Feststellung  der  Denkmalliste,  Verzeichnis ­
  der  Denkmäler,  Maßregeln  gegen  Verunzierung
der  Straßenbilder  durch  Reklameschilder,  Schutz  der
Grabdenkmäler,  Stellung  der  Klöster,  Neubauten  in  der
Umgebung  von  Baudenkmälern,  Erziehung  und  Ausbildung ­
  der  Geistlichen  für  die  Interessen  der  Denkmalpflege. ­
  Als  Sekretär  des  Denkmalrats  wirkt  Baurat
G.  Wagner  bei  der  Ministerialabteilung  für  Bauwesen,
das  Denkmalarchiv  ist  Dr.  Rudolf  Kautzsch,  ordentlichem
            
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