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BAUZEITUNG
Nr. 15
Abb. 4. Pavia
Fischerhaus
zum Wort „Baugewerksmeister“ eine andere Wortbildung,
im Gegensatz zu einer lediglich die Aussprache erleichternden
oder erschwerenden oder aus Gründen des
Wohllauts angenommenen Weglassung vorliegt. Daß auf
diesem Gebiet eine gewisse Formstrenge herrschen muß,
liegt auf der Hand, andernfalls wäre der Willkür und
Verwirrung Tür und Tor geöffnet“.
Wettbewerbe
Volksschuigebäude in Rosenfeld. Bei einem engeren
Wettbewerb um Entwürfe für ein neues Schulhaus
in Rosenfeld erhielten den ersten und zweiten Preis die
Architekten Dolmetsch und Professor Schuster-Stuttgart,
der dritte Preis Bauwerkmeister W. Kimmich-Sulz. Zum
Ankauf empfohlen wurden ein Entwurf der Architekten
Dolmetsch und Professor Schuster und ein Entwurf des
Architekten J. Hennings-Stuttgart.
Gemeindehaus Pforzheim. Die Ausführung des
Neubaues wurde auf der Grundlage einer Bausumme von
200000 M. den Architekten Denzel & Deichsel-Pforzheim
übertragen, deren Entwurf bei Ausschaltung eines ersten
Preises mit dem zweiten Preis ausgezeichnet worden war.
Die Ausführung erfolgt nach diesem Entwurf.
Stadttheater in Bonn. Zu einem engeren Wettbewerb
betreffend Entwürfe für die Errichtung eines neuen
Stadttheaters in Bonn wurden die Architekten Geheimer
Hofrat Professor Martin Dülfer-Dresden, Osk. Kaufmann-Berlin,
Geheimer Baurat Dr.-Ing. h. c. Otto March-Charlottenburg,
Professor Dr. E. Vetterlein-Darmstadt und die
Architekten von Bonn eingeladen. Das neue Haus, das
1915 eröffnet werden soll, ist bei einer Bausumme von
750000 M. für etwa 900 Sitzplätze berechnet. Es ist eine
gemeinsame Unternehmung der Stadt Bonn, die den Bauplatz
sowie einen Teil der Bausumme im Betrag von
300000 M. zur Verfügung stellte, sowie des Theaterbauvereins,
der den übrigen Teil der Bausumme aufbringt.
(Otto March ist inzwischen gestorben.)
Steile Straße
Auch die beiden Kapellen, eine evangelische
und eine katholische, sind sinnig
dem Ganzen angegliedert. Als bedeutsame
Schöpfungen fallen die geräumigen Erholungshäuser
ins Auge, die an gediegener,
zweckmäßiger und bequemer Einrichtung
kaum ihres Gleichen haben und
eher an ein Sanatorium denn an eine Arbeitererholungsstätte
gemahnen. Berücksichtigt
man, daß in den Kruppschen
Häusern 30000 Menschen ihr Unterkommen
finden und daß außer den Millionenstiftungen
der Familie Krupp alljährlich
5 */ 2 Millionen für Arbeiterfürsorge ausgegeben
werden, so lernt man erst das
Große und Gewaltige einer solch sozialen
Wohltat würdigen.
Das neueste und großzügigste auf dem
Gebiet der Kruppschen Wohlfahrtspflege
ist die im Westen der Stadt gelegene
Margaretenhöhe, so benannt nach der
Stifterin, der Witwe des Geheimrats
F. A. Krupp. Für diese Siedelung wurden
nicht weniger als 50 ha Weideland, um-Straßenbild
der Margaretenhöhe