Volltext : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 39, 1883)

Knoten oder einer Verdickung hervorgehend, die man vielleicht
als vereinzelten Wurzelstock ansprechen kann, wie sie als auf
der Unterseite zerstreut vorkommend, namentlich hernach bei der
abundans, zu beachten sind.
Wie soeben angedeutet, spaltet sich die funiculata gern in
den verschiedensten Richtungen und besonders in vertikalen. Bei
dem geschilderten eigenthümlichen Wachsthumsverhältniss ist solches
auch wohl erklärlich. Bei minder verwitterten Stücken nun ist
diese vertikale Spaltung die offenbar zunächstliegende, und geht bis
zu ganz dünnen Platten, die als abgespaltene Wände erscheinen.
Bei diesen sieht man dann beiderseits lediglich nur die Durchschnitte
 der Zweige durch dunklere Färbung angedeutet, so dass
das Stroma sich als ganz kräftig entwickelt repräsentirt. In der
Regel geht die Spaltung auch dieser Wände noch ziemlich
unregelmässig vor sich, und ist namentlich die Unterseite gern
weggebrochen. Die folgende „abundans“ spaltet sich nun auch
gern in solche aufrechte Parthieen. Wo alsdann die Unterseite
erhalten ist, zeigt sie sich bei der funiculata mehr glattlich, bei
den abundans aber meist deutlich mit der oben erwähnten Reticulatenhaut
 und selbst dünnen Zweigchen besetzt. Dass hiebei
leicht Verwechslungen vorkommen können und müssen, ist klar.
Diese Spaltstücke selbst aber sind so eigenthümliche Funde, dass
sie sofort erkannt und gern gleich gesondert für sich zusammengelegt
 werden.
Was ich schliesslich an meinem obigen Hauptstück der
funiculata als ganz besonders wichtig erwähnen muss, ist das
— an sich sonst leidige — Abgebrochensein der Oberenden an
den beiden Seitencylindern der hervorgehobenen KEinzelgruppe.
Hier sieht man nämlich ganz entschieden, dass trotz der verhältnissmässig
 ziemlich beträchtlichen Länge der Cylinder ihre
Wandmasse auch ziemlich hoch herauf das Innere einnimmt, der
obere Hohlraum also sehr seicht ist und keinenfalls als eigentliche
 Magenhöhle angesprochen werden kann. Es passt dies zwar
wohl ganz gut zu den seichten Löchern in den Lochensis-artigen
Platten der übrigen Arten, musste aber eben desshalb um so mehr
hervorgehoben werden. Da, wie oben schon gedacht, feine Ge-265


            
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