Volltext : Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1913)

23  August  1913

BAUZEITUNO

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Walz  und  Ludwig  Rest,  Stuttgart.  Angekauft  wurden
zum  Preis  von  je  200  M.  die  Entwürfe  mit  dem  Kennwort:
„Zentralbetrieb“  (Nr.  63).  Verfasser  Architekt  Fritz  Müller, ­
  Stuttgart.  „Rautendelein“  (Nr.  109).  Verfasser  Architekt ­
  Karl  Reißing  in  Firma  Baurat  Hengerer,  Stuttgart.
„Ta-Tü-Ta-Tä“  (Nr.  85).  Verfasser  Architekt  Willy  Speidel, ­
  Cannstatt  und  Architekt  Wilhelm  Ebensperger,  Stuttgart. ­

lieber  die  preisgekrönten  Entwürfe  heißt  es  in  der  Begründung ­
  des  Preisgerichts  u.  a.:
Projekt  Nr.  9.  Kennwort:  Gewerbefleiß.  Die  Situation ­
  ist  gut.  Der  Eingang  von  der  Karlsstraße  richtig.
Der  Zusammenhang  der  Räume  für  den  Bankbetrieb  ist
einwandfrei,  nur  wäre  der  Registraturraum  zum  Direktor-Nr.

  53.  Kennwort;  Zeit  ist  Geld.  Die  Situierung  ist
für  das  Platzbild  geeignet  und  städtebaulich  richtig.  Die
Einteilung  des  Erdgeschoßgrundrisses  entspricht  den  Forderungen ­
  des  Programms.  Die  Kasse  steht  sowohl  mit
dem  Direktorzimmer  als  auch  mit  der  Buchhaltung  in  direkter ­
  Verbindung.  Auch  vom  Schalterraum  aus  ist  das
Direktorzimmer  direkt  für  Besucher  des  Direktors  zugänglich. ­
  Vom  Dienerzimmer  aus  kann  sowohl  der  Schalter ­
  als  auch  der  Warteraum  übersehen  werden.  Das  Personal ­
  betritt  die  Geschäftsräume  durch  einen  besonderen
Eingang,  ohne  den  Kassenraum  oder  den  Schalter  zu  berühren. ­
  An  diesem  Eingang  liegt  auch  günstig  die  Garderobe ­
  und  die  Toiletten.  Die  5zimmerige  Wohnung  im
Obergeschoß  und  die  3zimmerige  Wohnung  im  Dach-2.

  Preis
Kennwort:
„Zeit  ist
Geld“

Verfasser:
Architekt
Eugen  Steigleder- ­



zimmer,  das  Direktorzimmer  als  Sitzungsraum  und  endlich ­
  der  Sitzungsraum  als  Registratur  zu  wählen,  womit
keinerlei  Aenderungen  im  Grundriß  verbunden  wäre.  Die
Zusammenlage  von  Warteraum,  Schalter  und  Effektenraum
  ist  als  sehr  gelungen  zu  bezeichnen.  Die  Beleuchtung ­
  in  allen  Räumen  ist  gut.  Zu  bemängeln  ist  die  etwas
zu  lange  Eingangshalle,  die  auch  auf  Kosten  des  Dienerzimmers ­
  zu  erbreitern  wäre.  Der  Grundriß  der  Wohnung
im  1.  Stock  und  Dach  ist  gut.  Bei  der  Dachwohnung  wäre
erwünscht  um  einen  Teil  des  Bodenraumes  zur  Wohnung
des  Herrn  Direktors  gehörig  benützen  zu  können,  den
Eingang  in  die  Dienerwohnung  zu  verlegen.  Die  Architektur ­
  in  ihren  schlichten  Formen  und  sehr  schönen  Verhältnissen ­
  trifft  gut  den  Charakter  als  Bankhaus  und  dürfte
das  Gebäude  zur  Zierde  von  Schwenningen  werden.

geschoß  entsprechen  den  zu  stellenden  Anforderungen
vollauf.  Das  ins  Obergeschoß  verlegte  Sitzungszimmer
liegt  außerhalb  des  Glasabschlusses  und  hat  besonderes
Klosett.  Das  Gebäude  tritt  nach  außen  seinem  Charakter
entsprechend  in  Erscheinung,  auf  einfache,  würdige  Ausbildung ­
  und  gute  Massenverteilung  ist  Bedacht  genommen. ­
  Eine  etwa  später  notwendig  werdende  Vergrößerung ­
  der  Geschäftsräume  kann  gegen  Süden  ohne  Beeinträchtigung ­
  der  übrigen  Räume  leicht  ermöglicht  werden.
Nr.  64.  Kennwort:  Schmuckhof.  Die  Lage  des  Hauses ­
  zu  den  beiden  Straßen  ist  insofern  eigenartig,  als  die
Längsentwicklung  des  Hauses  gegen  die  Karlsstraße  gedacht ­
  ist.  Der  Eingang  von  der  Karlsstraße  her  ist  als
zweckmäßig  zu  betrachten.  Die  Aneinanderreihung  der
Räume  ist  wohl  befriedigend.  Ein  besonderer  Warte-
            
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