Volltext : Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1913)

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BAUZEITUNG

Nr.  35

wehrmittel  ein  wertvolles  Glied  eingefügt  und  einen  weiteren ­
  Schritt  zur  organisatorischen  und  solidarischen  Stärkung ­
  des  deutschen  Unternehmertums  getan.

Württemberg.  Uebertragen;  die  Stelle  eines  2.  Beamten
der  Kulturinspektion  für  den  Neckarkreis  in  Stuttgart  mit  der  Dienststellung ­
  eines  Bauinspektors  dem  etatmäßigen  Regierungsbaumeister
tit.  Bauinspektor  Kälber  bei  der  Kulturinspektion  für  den  Schwarzwaldkreis ­
  in  Reutlingen.
Baden.  Verliehen:  dem  Vorstand  der  Wasser-  und  Straßenbauinspektion ­
  Freiburg,  Baurat  M.  Keller,  das  Ritterkreuz  1.  Kl.
mit  Eichenlaub  des  Ordens  vom  Zähringer  Löwen  anläßlich  der
erbetenen  Versetzung  in  den  Ruhestand;  dem  Stadtbaumeister
O.  Ehrmann  in  Heidelberg  das  Ritterkreuz  II.  Kl.  mit  Eichenlaub
des  Ordens  vom  Zähringer  Löwen;  dem  Oberbausekretär  F.  Joggerst
  bei  der  Rheinbauinspektion  Freiburg  das  Verdienstkreuz
vom  Zähringer  Löwen  anläßlich  der  nachgesuchten  Versetzung  in
den  Ruhestand.
Hessen.  Ernannt:  der  Regierungsbaumeister  K.  Röhr  ich
in  Darmstadt  zum  Hauptlehrer  an  der  Landesbaugewerkschule  in
Darmstadt.

Architektonische  Rundschau.  Heft  11  enthält  u  a.  einen
Aufsatz  über  Neuere  Baukunst  in  Schlesien  von  Walter  Kurt
Behrendt-Berlin;  Entwürfe  und  Neubauten  von  W.  Wagner-Glogau,
Hans  Poelzig-Brcslau,  W.  Mack  und  J  Klaß-Stuttgart;  verschiedene
Möbel  von  Erich  Kleinhempel-Bremen,  Innenraum  und  Flur  des
Hauses  Moser  von  Kolo  Moser-Wien,  Skizzen  von  Aug.  Schirmer-Stuttgart,
  Kurt  W.  Lincke-Hamburg,  Richard  Gebhardt-Stuttgart,
ein  Farbenblatt  von  Karl  Hopke-Essen-Ruhr.
Das  Buch  einer  250jährigen  Innung.  Vor  kurzer  Zeit  hat
die  Freie  Baugewerks-Innung  in  dem  an  geschichtlichen  Erinnerungen ­
  reichen  Landstädtchen  Stade  (Hann.)  das  Fest  ihres  250jährigen
  Bestehens  unter  Teilnahme  von  Fachgenossen  aus  ganz
Norddeutschland  gefeiert.  Aus  diesem  Anlaß  hat  die  Innung  ein
Buch  (Preis  3  M.)  herausgegeben,  das  sowohl  im  Hinblick  auf  den
wertvollen  Inhalt,  die  Reichhaltigkeit  an  Reproduktionen  alter
Dokumente  usw.  als  eine  sehr  erfreuliche  Erscheinung  auf  dem
Büchermärkte  zu  gelten  hat.  Zu  beziehen  durch  die  Innung  oder
von  A.  Pockwitz  Nachf.  Karl  Krause,  Stade.
Der  Profanbau.  Herausgeber:  Geheimer  Baurat  Professor
Dr.-Ing.  Hugo  Licht,  Leipzig;  Verlag:  J.  J.  Arnd,  Leipzig.  Das
Reichsbankdirektorium  hat  im  Mai  und  Juni  im  Kunstgewerbemuseum
in  Berlin  eine  Ausstellung  der  Reichsbank-Bauten  in  Modellen  und
Photographien  veranstaltet,  die  von  ihrem  vor  kurzem  verstorbenen
Bauinspektor  Julius  Habicht  herrühren  Auch  in  der  Jubiläumskunstausstellung ­
  befindet  sich  in  der  Abteilung  für  Architektur  eine
reiche  Auswahl  der  Bauten  Habichts.  Dem  Andenken  Habichts  ist
damit  aber  noch  nicht  genug  geschehen.  Auf  Veranlassung  des
Nachfolgers  Habichts  hat  der  Profanbau  ein  Sonderheft  herausgegeben, ­
  das  den  zahlreichen  Freunden  des  Verstorbenen  und  seiner
Kunst  als  dauerndes  Andenken  willkommen  sein  wird.  Es  enthält
vortreffliche  Abbildungen  aller  wesentlichen  Bauten  des  Verstorbenen ­
  mit  einem  kurzen  Text  seines  Amtsnachfolgers  Nitze.  Der
Preis  der  umfangreichen  schönen  Veröffentlichung  ist  3  M.
Ausgleichungsrechnung  nach  der  Methode  der  kleinsten
Quadrate  von  Dipl  -Ingenieur  W.  Weitbrecht,  F’rofessor  der  Geodäsie ­
  an  der  Kgl.  württ.  Fachschule  für  Vermessungswesen.  Zweite,
völlig  neu  bearbeitete  Auflage  in  zwei  Bändchen  (Sammlung  Göschen
Nr.  302  und  641).  G.  J.  Göschen’sche  Verlagshandlung  G  m.b.  H.
Berlin  W.  33  Genthinerstr.  38.  Preis  jedes  Bändchens  in  Leinwand
gebunden  90  Pfg.  Die  gegenüber  der  ersten  Auflage  erweiterte
Behandlung  des  Stoffes  erforderte  die  Trennung  in  zwei  Bändchen,
deren  erstes  die  Ableitung  der  grundlegenden  Sätze  und  Formeln
enthält,  während  im  zweiten  die  fertigen  Ergebnisse  dieser  Ableitung ­
  zusammengestellt  und  auf  hauptsächlich  dem  Gebiete  der
Geodäsie  entnommene  Zahlenbeispiele  angewendet  werden.  Jedes
der  beiden  Bändchen  bildet  daher  ein  das  ganze  Gebiet  umfassendes, ­

  für  sich  abgeschlossenes  Ganzes.  Allerdings  wird  das  Verständnis ­
  der  Ableitung  des  ersten  Bändchens,  bei  denen  die  Rücksicht ­
  auf  möglichst  leichte  Verständlichkeit  allen  anderen  Gesichtspunkten ­
  vorangestellt  wurde,  durch  Durcharbeitung  der  praktischen
Beispiele  aus  dem  die  gleiche  Untereinteilung  und  gleiche  Benennungen ­
  zeigenden  zweiten  Bändchen  wesentlich  erleichtert  werden,
und  entsprechend  kann  nur  das  erste  Bändchen  das  innere  Verständnis ­
  der  im  zweiten  Bändchen  angewandte  Formeln  vermitteln.
Der  graphischen  Darstellung  wurden  wegen  ihrer  leichteren  Faßlichkeit ­
  neben  der  allgemeinen  numerischen  Behandlung  des  Stoffes
möglichste  Beachtung  geschenkt.
Die  St.  Pauls-Kirche  in  Frankfurt  a.  Main.  Ein  Beitrag  zur
Entwicklung  der  Deutsch-Protestantischen  Kirchenbaukunst  und  ein
Zeitbild  aus  der  Geschichte  Frankfurts  um  1780  bis  1850  von  Dr.-Ing.
C.  H.  Jelkmann,  Königl.  Regierungsbaumeister.  Mit  zahlreichen  Grundrissen, ­
  Schnitten  und  Abbildungen.  Preis  4.50  M.  Verlegt  bei
H.  Keller,  Frankfurt  a.  M.,  Neue  Mainzer  Straße  39.  Die  vorliegende
Schrift  ist  geeignet,  in  weiteren  Kreisen  Beachtung  zu  finden,  da
die  St.  Paulskirche  in  Frankfurt  a.  M.  als  Sitz  der  deutschen  Nationalversammlung ­
  von  1848  viel  genannt  und  berühmt  ist,  und  da  wichtige ­
  Momente  aus  dem  Verlauf  der  Versammlung  selbst  im  Text
und  in  den  Abbildungen  hervorgehoben  sind.  Auch  die  Darstellung
der  Geschichte  des  Baues,  —  der  Vorverhandlungen  (1782—1786),
ob  ein  Umbau  der  alten  Barfüßer-Kirche  oder  ein  Neubau,  vielleicht ­
  an  anderer  Stelle  —  vorzuziehen  sei,  sodann  der  Verhandlungen ­
  über  die  Gestaltung  des  Neubaus,  an  welchem  eine  Reihe
hervorragender  Baumeister  aus  Frankfurt  selbst  und  aus  anderen
Städten,  darunter  der  weitberühmte  kurpfälzische  Oberbaudirektor
Nikolaus  de  Pigage,  teilnahmen  und  für  die  ein  Gutachten  des  Oberhofbauamts ­
  in  Berlin  eingeholt  wurde,  wird  allgemeinem  Interesse
begegnen,  nicht  minder  die  Schilderung  der  wechselvollen  Bauausführung ­
  selbst,  die  durch  die  Ungunst  der  Zeiten,  die  Kriegsunruhen ­
  und  die  dadurch  verursachten  finanziellen  Bedrängnisse
schwer  zu  leiden  hatte  und  lange  verzögert  wurde,  so  daß  die
Einweihung  der  vollendeten  Kirche  erst  am  9.  Juni  1833  stattfinden
konnte.  In  der  Schilderung  aller  dieser  Vorgänge,  welcher  sorgfältige ­
  Durchforschung  einer  umfangreichen  Literatur  und  der  Bauakten ­
  zugrunde  liegt,  werden  die  verschiedensten  Fragen  bauwissenschaftlicher, ­
  technischer  und  künstlerischer  Natur  besprochen,
welche  für  die  Ausführung  eines  großen  Kirchenbaues  zu  damaliger
Zeit  in  Betracht  kamen.  Die  Schrift  hat  daher  für  Architekten  und
alle  baukundigen  Kreise  großes  Interesse  und  praktischen  Wert.
Sprechsaal
Antwort.  Auf  Ihre  Anfrage  in  Nr.  34  betr.  Lieferung  von  geschlitzten ­
  Bambusstäben  teile  ich  Ihnen  mit,  daß  ich  solche  in
jeder  beliebigen  Menge  liefern  kann.
Der  Preis  für  zirka  4.50  m  lange  geschlitzte  Stäbe  stellt  sich
auf  40  M.  per  100  kg  freibleibend.  Eugen  Ulmer,  Heilbronn.
Anfrage.  In  einem  alten  5  m  hohen  Eiskeller,  welcher  an  der
nördlichen  Seite  in  ein  Wirtschaftsgebäude  etwa  3  m  tief  in  die
Erde  eingebaut,  ist  das  Eis  meistens  schon  bis  Juni  vollständig
verschmolzen.  Die  Wände  sind  auf  die  halbe  Höhe  vollständig
massiv  von  Backsteinen  hergestellt  und  die  andere  Hälfte  hat  mit
Sägmehl  ausgefüllte  Bretterwände.  Der  Boden  besteht  aus  runden
Holzstangen,  welche  mit  einem  kleinen  Zwischenraum  auf  dem
Erdreich  liegen.  Worin  liegt  wohl  die  Ursache  dieser  frühzeitigen
Verschmelzung  und  wie  könnte  diesem  Uebel  abgeholfen  werden?
Antwort.  Die  Seitenwände,  der  Boden  und  die  Decke  des
Eiskellers  müssen  in  geeigneter  Weise  isoliert  werden,  was  je
nach  den  Größenverhältnissen  des  Grundrisses  entweder  mit  Kork
oder  mit  Torfmull  geschehen  kann;  auch  ist  für  eine  ausreichende
und  zweckmäßige  Ventilation  zu  sorgen.  Um  sachgemäße  Vorschläge ­
  machen  zu  können  sind  die  genauen  Dimensionen  bezüglich ­
  der  Länge  und  Breite  erforderlich,  sowie  Angaben  über  die
Beschaffenheit  des  Untergrundes.
Bauwerkmeister  Aldinger
i.  Fa.  M.  Keim
Spezialbaugeschäft  für  Kühlanlagen  und  Eiskeller.
Verantwortlich  für  den  gesamten  Inhalt;  Karl  Schüler,  Stuttgart.
Druck;  Gustav  Stürner  in  Waiblingen.

Personalien

Buch  er
            
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