Volltext : Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1913)

25.  Januar  1913

BAUZEITUNG

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die  verschiedenen  Brausen  für  Männer  und  Knaben  angeordnet. ­

In  der  Frauenschwimmhalle  ist  die  Gesamtanordnung
und  Ausgestaltung  mit  einigen  Ausnahmen  so  ziemlich  die
gleiche  wie  in  der  Schwimmhalle  für  Männer.  Dem  Eingang ­
  gegenüber  befindet  sich  der  immerwährende  Wasserumlauf ­
  mit  dem  Ueberlaufbecken,  der  durch  eine  dem
Bade  entstiegene,  aus  echtem  carrarischem  Marmor  gefertigte ­
  Idealfrauenfigur  krönt,  ln  der  südwestlichen  Ecke
befindet  sich  ein  kleiner  Frisiersalon  für  Damen,  der  vom
äußeren  wie  auch  vom  inneren  Umgang  aus  erreichbar
ist.  Das  Schwimmbecken  ist  15  m  lang  und  8,50  m  breit
und  hat  einen  Gesamtwasserinhalt  von  220  cbm.  Ein
Tonnengewölbe  von  11,5m  Breite,  in  Monierkonstruktion
ausgeführt,  überdeckt  das  Mittelschiff,  während  das  Seitenschiff ­
  eine  der  Dachform  angepaßte  schräge  Abdeckung
erhalten  hat.  (Schluß  folgt.)

der  Markungsgrenze  zwischen  Ober-  und  Untertürkheim
bis  in  die  Nähe  der  Daimler-Motorenfabrik  erstrecken.
Die  Verlegung  des  Neckars  hat  die  Herstellung  einer
neuen  Neckarbrücke  unterhalb  des  bestehenden  Elektrizitätswerkes ­
  der  Stadt  Stuttgart  zur  Voraussetzung.  Die
Brücke  soll  als  Betonbogenbrücke  hergestellt  werden  und
zwar  so,  daß  bei  einer  späteren  Neckarkanalisierung
Schiffe  bis  zu  1000  Tonnen  Tragfähigkeit  unter  ihr  durchfahren ­
  können.  Der  Bauaufwand  mit  rund  400000  M.
ist  von  der  Staatsstraßenbauverwallung  zu  tragen.  Für
die  Kosten  der  Neckarverlegung,  die  von  der  Stadt  Stuttgart ­
  zu  übernehmen  sind,  übernimmt  der  Staat  einen  Beitrag ­
  von  rund  300000  M.  Die  Neckarverlegung  soll
außerdem  noch  dadurch  erleichtert  werden,  daß  die  Eisenbahnverwaltung ­
  der  Stadt  Stuttgart  einen  baren  Beitrag
von  715000  M.  zusichert  für  die  Ersparnisse,  welche  bei
den  Bahnbauten  auf  dem  rechten  Flußufer,  wie  auch  bei

Stadtbad  Pforzheim

Eingang

Zur  Verlegung  des  Neckars
Als  Ergänzung  zu  der  kürzlichen  Mitteilung  über
die  Verlegung  des  Neckars  bei  Untertürkheim  geben
wir  heute  aus  dem  den  Ständen  zugegangenen  Gesetzentwurf ­
  folgende  Einzelheiten.  Der  Entwurf  fordert
für  die  Verlegung  und  den  Bau  einer  neuen  Neckarbrücke ­
  700  000  M.  In  der  Begründung  wird  die  Breite,
die  Durchlaßfähigkeit  und  die  Tragfähigkeit  der  aus
dem  Jahre  1853  stammenden  eisernen  Brücke  bei  Untertürkheim ­
  als  durchaus  unzulänglich  bezeichnet.  Der
Gedanke  einer  Verlegung  des  Neckarbetts  ist  bekanntlich
durch  den  4gleisigen  Ausbau  der  Hauptbahnstrecke  in
den  Vordergrund  gerückt  worden,  da  der  alte  Neckarlauf
mit  Vorteil  zur  Vergrößerung  der  Bahnanlagen  bei  Untertürkheim ­
  verwendet  werden  kann  und  bei  dem  Aushub
des  neuen  Neckarlaufes  viel  Auffüllmaterial  teils  für  das
alte  Neckarbett,  teils  für  die  bei  der  Erweiterung  der
Bahnanlagen  notwendigen  Aufschüttungen  gewonnen  wird.
Die  Verlegung  des  Neckars  soll  sich  auf  eine  rund  2  km
lange  Strecke  von  der  Einmündung  des  Dürrbachs  bei

der  projektierten  Bahn  nach  Wangen  gemacht  werden
können.  Darüber  hinaus  gewährt  die  Eisenbahnverwaltung ­
  der  Stadt  einen  unverzinslichen  Beitrag  von  200000  M.
gegen  seinerzeitige  Rückzahlung  aus  der  Entschädigung
von  500000  M.,  welche  die  Stadt  im  Falle  der  Einführung
der  Großschiffahrt  auf  der  zu  verlegenden  Neckarstrecke
erhalten  soll;  für  den  zu  Eisenbahnanlagen  verwendeten
Aushub  aus  dem  Neckareinschnitt  zahlt  die  Eisenbahnverwaltung ­
  sodann  noch  eine  Entschädigung  von  gegen
760000  M.,  während  die  Straßenbauverwaltung  für  den
beim  Neckaraushub  sich  ergebenden  Kies  1,50  M.  pro
Kubikmeter,  im  ganzen  45000  M.  zu  zahlen  haben  wird.
Die  Stadt  Stuttgart  führt  ihrerseits  die  Neckarverlegung
und  den  Brückenbau  unter  der  Oberaufsicht  des  Staates
aus  mit  einem  auf  rund  3500000  M.  geschätzten  Gesamtkostenaufwand. ­

Vereinsmitteilungen
Wurtt.  Baubeamten-Verein.  Die  nächste  Ausschußsitzung ­
  findet  Sonntag  den  9.  Februar  d.  Js.  vormittags
            
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