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Mitteilungen der Vereinigung der Elektrizitätswerke. Heft 6.
12 Gaswerke vergleichen den monatlichen Verbrauch
mit demjenigen des Vorjahres;
stellen sich Zweifel heraus,
3o wird der Messer geprüft;
vergleichen den angezeigten Verbrauch
des Gasmessers mit einer an denselben
angeschlossenen Normal-Aamme;
prüfen erst die verdächtigen Messer,
dann aber auch andere Messer.
Aachen und Mülheim am Rhein prüfen außer den
verdächtigen Messern alle Messer, welchelänger
als zehn Jahre in Betrieb sind.
M.-Gladbach-Dessau baut die Gasmesser nach einer
bestimmten Zeit aus, prüft dieselben und versieht
sie mit frischem Anstrich.
[serlohn will in Zukunft außer den verdächtigen
Messern sämtliche Gasmesser in gewissen
Zwischenräumen prüfen.
Bielefeld prüft nur die verdächtigen; ist der Fehler
größer als 4%, so werden diese Messer in die
Fabrik gesandt. .
Lennep wechselt die großen Gasuhren häufiger, und
Coesfeld prüft die verdächtigen Messer alle Jahre.
Aus vorstehender Aufstellung ist zu ersehen,
daß der größte Teil der Gasanstalten in dieser Beziehung
so handhabt, daß sie die Gasmesser, welche
'hnen aus irgendeinem Grunde oder auch, wenn
ler Konsument dies beantragt, bei der monatlichen
Aufnahme oder auch sonstwie verdächtig vorzommen,
entweder selbst prüfen, und eventuell zur
Reparatur in die Gasmesserfabrik schicken oder
sofort zur Prüfung und Reparatur in die Gasmesser-[abrik
senden, und nur wenige Gasanstalten sind
es, welche ihre Messer nach einem bestimmten
Zwischenraume prüfen.
Frage 11: Welche Fehlergrenzen haben sich ergeben?
a) bei den trockenen, b) bei den nassen Messern?
a) bei den trockenen Gasmessern?
Zunächst scheiden aus 55 Gasanstalten, welche
über diese Frage keine Angaben gemacht haben,
| Gasanstalt, Aachen, welche keine trockenen Messer
oesitzt, sodann 29 Gasanstalten, welche bezüglich
ler Fehlergrenze nichts festgestellt oder keine Beophachtungen
angestellt haben.
Es bleiben dann noch übrig 159—(55+1-+-29)
= 74 Gasanstalten, welche bei ihren Gasmessern
Fehlergrenzen von mehr oder weniger plus oder
minus festgestellt haben. Von diesen 74 Gasanstalten
zeigten bei 26 Gasanstalten die Gasmesser in den
zesetzlich zulässigen Grenzen von + 4% an; bei
11 Gaswerken bewegte sich die Fehlergrenze zwischen
0 bis 10% plus oder minus, bei den übrigen 36 Gasınstalten
zeigen die Gasmesser + 15, 20, 30, 40;
50, 60 bis 100%, oder zeigen gar nichts mehr an.
Das Gaswerk Siegen schreibt; »Wenn sich ein
Fehler von mehr als + 3% ergab, wurden die
Messer in Reparatur gesandt.«
b) bei nassen Gasmessern?
90 Gasanstalten scheiden aus, weil sie entweder
zeine nassen Gasmesser haben oder keine Angaben
iber diese Frage gemacht haben; bei 31 Gasanstalten
vurde nichts festgestellt oder wurden keine Be-‚bachtungen
gemacht.
Nur bei 38 Gasanstalten zeigten die nassen
*asmesser mehr oder weniger plus oder minus;
ınter diesen 38 Gasanstalten sind aber noch 22 Gasinstalten,
welche sehr wenige nasse Gasmesser aufzestellt
haben, in der nachstehenden Aufstellung
ıber doch mitgerechnet werden sollen.
Es ergibt sich dann folgendes:
2 Gaswerke haben keine Fehler gefunden;
bei 7 Gaswerken zeigten die Messer bis 2% + an;
23 » in den gesetzlich
zulässigen Grenzen bis + 4°% an;
zeigten die Messer bis + 6% an;
Barmen, zeigten die Messer 2 bis
3% an;
Bonn, > » > 5bis
10% an;
Mörs, 2 » » —4, 5,
10, 20% an;
Crefeld, » » » Obis
80% an.
Aus dieser Aufstellung ist zu ersehen, daß nur
ei 6 Gasanstalten die nassen Gasmesser größere
Tehler anzeigen, als gesetzlich gestattet ist, und
laß verschiedene Gaswerke sehr geringe Fehlerzrenzen
festgestellt haben.
Hervorzuheben ist noch die Antwort der Gasınstalt
Cöln, diese Frage betreffend:
»a) Trockene Messer: Fehler bis 15% plus
ind keine Seltenheit, jedoch lassen sich die Fehler-‚venzen
bei stark eingeschrumpften Membranen
‚icht genau bestimmen. Dasselbe trifft bei erveiterten
oder zerrissenen Membranen zu, die Diffe-'‚enzen
sind dann noch größer und gar nicht bestimmbar.
b) Nasse Messer: Bei nassen Messern bleiben
lie Fehler in den zulässigen Grenzen von + 4%,
zrößere Fehler sind nur vereinzelt bei durchstoßenen
)rommeln oder dann vorgekommen, wenn die
"rommel sich von der Achse gelöst hatte!«
Die Gasanstalt der Stadt Essen bemerkt, daß
lie nassen Messer im ganzen kleinere Fehlergrenzen
‚eigen als die trockenen Messer.
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