Title:
Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen
Shelfmark:
XIX/1085,4-11,1914
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1499766280559_1914/126/
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BAUZEITUNG 
Nr. 15 
Erdgeschoßgrundriß 
Spielhalle des Turnerbundes Ulm 
Hauptansicht 
Architekt; H. Bäurle-UIm 
Versicherungsanstalt kann jedoch ohne hierzu verpflichtet 
zu sein, um die infolge einer Erkrankung drohende Berufs 
unfähigkeit abzuwenden, ein Heilverfahren einleiten. Das 
selbe gilt, wenn zu erwarten ist, daß ein Heilverfahren 
den Empfänger eines Ruhegeldes wieder berufsfähig 
macht. (§ 36 a. a. O.) Der Antrag auf Einleitung eines 
Heilverfahrens ist an die Reichsversicherungsanstalt für 
Angestellte Berlin-Wilmersdorf, Hohenzollerndamm 193 
bis 195 zu entrichten. 
Es ist zu bedenken, daß das Heilverfahren von der 
Reichsversicherungsanstalt lediglich ihres — d. h. der Ge 
samtheit der Angestellten — eigenen Vorteils wegen ein 
geleitet wird. Droht infolge der Erkrankung nicht die 
Berufsunfähigkeit oder verspricht das Heilverfahren bei 
der Art und dem Grad der Erkrankung des Angestellten 
keinen Erfolg, so besteht für die Reichsversicherungsan 
stalt zur Einleitung des Heilverfahrens keine Veranlassung. 
Gegen den Bescheid der Reichsversicherungsanstalt, durch 
welchen der Antrag auf Einleitung des Heilverfahrens ab 
gelehnt wird, ist eine Beschwerde nicht gegeben. 
Dr. jur. Ernst Reineke. 
Spielhalle des Turnerbundes Ulm 
Der Turnerbund Ulm E. V., gegründet 1846, hat schon 
seit Jahren neben allen Zweigen der edlen Turnerei ganz 
besonders das Spiel im Freien gepflegt und wurde der 
Mangel an einer Unterkunftsstätte für die einzelnen Spiel 
abteilungen immer mehr fühlbar. 
Als durch großes Entgegenkommen von Seiten der 
Stadtverwaltung dem Turnerbund neben der sog. Gäns- 
wiese ein sehr schöner und großer Spielplatz zur alleini 
gen Benützung überlassen wurde, ging man alsbald an 
die Einrichtung des Platzes für Fußball und Tennisspiele, 
ebenso wurde beschlossen, der Ausführung einer Spiel 
halle näher zu treten. 
Es wurde zu diesem Zwecke unter den Ulmer Archi 
tekten, die Mitglieder des Turnerbundes waren, ein engerer 
Wettbewerb ausgeschrieben, aus welchem der nach 
stehend veröffentlichte Entwurf , als der, dem Zweck am 
besten dienende, gewählt und mit einigen Abänderungen 
und Erweiterungen zur Ausführung bestimmt wurde. 
Die Baukosten beliefen sich auf zirka 29 000 M. 
Bei der Ausführung wurden durchweg Mitglieder des 
Turnerbundes für die einzelnen Arbeiten berücksichtigt. 
Die Einrichtung enthält alle, die Gesundheit fördern 
den, neuesten Errungenschaften der modernen Technik, 
sowohl in hygienischer als praktischer Richtung. 
Der Verein hat durch dieses Bauwerk seinen zirka 
1200 zählenden Mitgliedern und 1100 beitragsfreien Per 
sonen der Frauen- und Jugendabteilungen ein Heim ge 
schaffen, wie es wenige sportliche Vereinigungen zu bieten 
vermögen. 
Tarifverträge 
Erklärung des Reichsverbandes für das Steinsetz-, 
Pflasterer- und Straßenbaugewerbe. „In den letzen Wo 
chen ist durch einen großen Teil der Presse eine Artikel-
        

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