Title:
Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen
Shelfmark:
XIX/1085,4-11,1914
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1499766280559_1914/127/
serie gegangen, betitelt: ,Ein sozialdemokratisches Arbeits 
monopol im Steinsetzgewerbe.' Dieser Artikel, der von 
einer Seite inspiriert ist, die mit den Verhältnissen inner 
halb des Steinsetz-, Pflasterer- und Straßenbaugewerbes 
absolut nicht vertraut ist, enthält von A bis Z vollkommen 
unwahre, aus der Luft gegriffene und durch nichts zu be 
weisende Behauptungen. Wir erklären deshalb hierdurch; 
Es ist richtig, daß zwischen dem Reichsverband für das 
Steinsetz-, Pflasterer- und Straßenbaugewerbe (E. V.) und 
dem Verband der Steinsetzer, Pflasterer und Berufsge 
nossen Deutschlands Verhandlungen schweben wegen 
Abschluß eines Reichstarifs, die Behauptung jedoch, 
es sei bereits ein Abkommen vorgesehen, daß nach 
Abschluß eines Reichstarifvertrages im ganzen Deutschen 
Reiche kein Mitglied des Reichsverbandes mehr einen Ar 
beitnehmer beschäftigen darf, der nicht Mitglied des sozial 
demokratischen Verbandes der Steinsetzer ist, weisen wir 
als jeder Begründung entbehrend hierdurch mit aller Ent 
schiedenheit zurück.“ 
Erklärung der Unparteiischen im „Einigungsamt“ am 
15. März 1914. Nr. 3. „In unserer Eigenschaft als un 
parteiische Vorsitzende der Haupttarifämter für das Deut 
sche Baugewerbe und Malergewerbe erhalten wir häufig 
Zuschriften, in denen wir um Beantwortung von tarif 
vertraglichen Fragen gebeten werden. Es scheint uns be 
denklich, solche Fragen einzeln zu beantworten, da solche 
Auskünfte den Entscheidungen der Haupttarifämter oder 
auch unserer eigenen Stellungnahme in diesen vorgreifen 
würden. Von der Tatsache ausgehend, daß wir Mitglie 
der von Kollegialgerichten sind, bitten wir daher, Fragen, 
die sich auf die Auslegung der Reichstarifverträge im deut 
schen Bau- und Malergewerbe oder auf die von den 
Haupttarifämtern getroffenen Entscheidungen beziehen, 
an das betreffende Haupttarifamt z. H. des Magistratsrats 
v. Schulz, Berlin, Gewerbegericht, Zimmerstraße, zu rich 
ten. Er wird in geeigneter Form eine Stellungnahme der 
Haupttarifämter oder auch eine solche der Unparteiischen 
herbeiführen. v. Schulz. Prenner. Rath.“ 
Prüfung von 
Festigkeitsberechnungen 
Es wird uns dazu geschrieben; 
Bezüglich der Prüfung der Festigkeitsberechnungen 
neuer Baugesuche herrscht vielerorts eine irrtümliche Mei 
nung darüber, wer für die Prüfung dieser Festigkeitsbe 
rechnungen zuständig sei. 
Unter der Herrschaft der früheren Bauordnung wurden 
die Festigkeitsberechnungen, die mit den Baugesuchen 
einzureichen sind, von der Hochbauabteilung des Mini 
steriums des Innern geprüft und genehmigt. Seit Einfüh 
rung der neuen Bauordnung hat diese Prüfung aufgehört 
und ist in der Bauordnung unter Art. 109 gesagt; „Wenn 
bei einem Bau von ungewöhnlicher Ausdehnung oder 
Bauart die Prüfung des Bauvorhabens in Hinsicht auf 
ausreichende Festigkeit und Feuersicherheit des Baues 
eine höhere Sachkenntnis erfordert, ist von der Baupoli 
zeibehörde nötigenfalls das Gutachten besonderer Sach 
verständiger einzuholen.“ 
Darnach kann es also keinen Zweifel geben, daß die 
Prüfung von Festigkeitsberechnungen privaten Sachver 
ständigen übertragen werden kann. Den Stadtbauämtern, 
Oberämtern bleibt es demnach allein überlassen, wen sie 
als Sachverständigen zur Prüfung von statischen Berech- 
SütK
        

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