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BAUZEITUNÖ
Nr. 23
Charakter als Geheimer Baurat, dem Regierungsbaumeister CI.
Behle, Mitglied der Eisenbahndirektion in Erfurt und dem
Regiernngsbaumeister L. Pfaff, Vorstand des Eisenbahnbetriebsamts
in Lauterbach der Charakter als Regierungs- und Baurat;
dem Bauassessor Bauinspektor Beck in Groß-Gerau der Charakter
als Baurat.
Bücher
Ludwig Hoffmann, 2. Sonderheft. 14. Sonderheft der „Berliner
Architekturwelt“. Text von Fritz Stahl XVI, und 104 Seiten
Abbildungen sowie 4 Tafeln. Format 23 1 / 2 :31 !/ 2 cm. Verlag von
Ernst Wasmuth A. - G., Berlin. Preis 10 M. Vorzugspreis für
Abonnenten 6 M. Dem ersten „Hoffmann Sonderheft“, das im
Jahre 1907 erschien, folgt nun ein zweites. Es enthält außer den
neuen Schöpfungen des Meisters auch einen Teil seiner früheren
Zweck und Form im Hochbau. Dipl.-Ing. A. Muschter, Oberlehrer
an der K. Bauschule, Buxtehude. Ein Handbuch für Bauleute
und Bauschulen. Band 1: Die Formgestaltung der einfachen
Baumassen. 12 Bogen Oktav Format. Gebunden 4.20 M. Bei
Bezug von 25 Exemplaren auf einmal 3.75 M. pro Exemplar.
Verlag Seemann & Co., Leipzig 1914. Es war keine leichte Aufgabe,
die sich der Verfasser des vorliegenden Werkes stellte, als
er es unternahm, den Gründen nachzugehen, aus denen der Verfall
der Baukunst trotz besten Wollens und trotz einzelner hervorragend
künstlerischer Leistungen in den leizten Jahrzehnten resultierte
und Wege zu suchen, auf denen sich Besserung erhoffen
läßt. Er vermeidet es, in doktrinärer Form Regeln als Universalheilmittel
aufzustellen, er vermeidet ferner alle theoretischen Untersuchungen.
Mit feinem, tiefem Gefühl versenkt er sich in seine
Aufgabe, von hier aus sucht er auch Wege zur Besserung zu
Werkbund-Ausstellung
Cöln 1914
Niederrheinische
Dorfkirche
Architekten:
Renard &
Mattar-Cöln
Werke, welche bei dem Erscheinen des ersten Heftes wohl schon
geplant, aber zum Teil noch nicht vollendet waren.
In Berlin eingewurzelt, fand Ludwig Hoffmann, wie der mit
ihm geistig verwandte Alfred Messel, daß die alte Bauart dieser
Stadt, wie sie sich im ausgehenden 18. und im beginnenden 19.
Jahrhundert festgestellt hatte, ihm die beste Grundlage bot, um
dem neuen und künftigen Berlin seinen Charakter zu geben. Die
neuen Bauten Hoffmanns bedeuten im ganzen wieder ein Vorschreiten
zu dem bekannten Ziel. In fast all den Schulen, Waisenhäusern,
Torgebäuden, Parkhäuschen, Feuerwachen usw., die die
Masse der neuen Werke bilden, ist die Wirkung ganz auf die
Grundform gestellt. Hoffmanns große Fähigkeit, ein Haus nur
durch den Rhythmus seiner Linien zu schmücken, tritt klarer als
je hervor. Von den drei großen Werken, die in diesem Sonderheft
gleichfalls zur Darstellung gelangt sind, ist das Wichtigste
das „Berliner Stadthaus“. Der Bau des „Märkischen Museums“
und der „Märchenbrunnen“ am Friedrichshain bilden den übrigen
nhalt des gut ausgestatteten Heftes
finden. Das gefühlsmässige Erfassen der Bauaufgabe ist ihm das
Wesentliche. Als Beispiel für die Richtigkeit seiner Auffassung
weist er auf die alten Handwerkmeister hin. — Mit Hilfe zahlreicher
Darstellungen erstrebt das Buch das geschmackliche
Empfinden des bautechnisch geschulten Lesers zu schärfen, ihm
vor Augen zu führen, in welcher Weise Schönheilsbegriffe in
seinem Gebiete zu entwickeln sind, um damit den Sinn zu schulen,
der einzig und allein berufen ist, Empfinden und Gefühl für Schönheit
wieder zu wecken: Das Sehen.
Sprechsaal
G. F. Anfragen, bei denen der Einsender seinen Namen verschweigt,
werden nicht beantwortet. Die Red.
Verantwortlich: Karl Schüler, Stuttgart, Richard Gebhardt, Stuttgart.
Druck: Gustav Stürner in Waiblingen.