Title:
Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen
Shelfmark:
XIX/1085,4-11,1914
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1499766280559_1914/239/
18. Juli 1914 
BAUZEITUNG 
III. Preis 
Gräberfeldes auf dem im Betrieb befindlichen Friedhof in 
Sigmaringen die Schaffung besonderer Abteilungen für 
Familien-, Reihen- und Kindergräber, wodurch große 
Uebersichtlichkeit und Einheitlichkeit in der künstlerischen 
Wirkung erreicht wird. Ein Gutachten für eine geplante 
Friedhoferweiterung zeigt, wie in jedem einzelnen Fall 
auf die besonderen örtlichen Verhältnisse, vor allem auf 
die Erhaltung und Verwertung des Bestehenden gewissen 
haft Rücksicht genommen wird. Die farbigen Skizzen 
geben eine Darstellung der mannigfachen Möglichkeiten 
einer künstlerischen, dem Zweck angepaßten Behandlung 
von Einzelheiten aus dem Friedhof; sie zeigen u. a. Brun 
nenanlagen, Hochkreuze, die als Blickpunkte am Abschluß 
von Alleen und Wegen gedacht sind, geben auch einen 
Anhalt für die Grundsätze, die bei der Bepflanzung der 
Gesamtanlage und der einzelnen Grabstätten zu beachten 
sind. 
Wo immer im Lande für die Hebung der Friedhofkunst 
gearbeitet wird, nimmt der Bund tätigen Anteil, so haben 
wir den von unserer Ortsgruppe Gmünd veranstalteten 
Wettbewerb für Orabmalentwürfe durch einen Beitrag 
unterstützt (siehe Bauztg. Nr. 20 dieses Jahrgangs). Fer 
ner haben wir gemeinsam mit der Vereinigung für länd 
liche Wohlfahrtspflege auf dem Leonberger Friedhof eine 
Musterabteilung eingerichtet, von deren Anlage und Wir 
kung einige kleine Photographien einen Begriff geben 
sollen. 1*. { 
Eine besondere Zierde unseres Raumes bilden die stim 
mungsvollen Zeichnungen von Professor A. Schirmer, 
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Variante mit Erweiterung 
die sämtlich Friedhofmotiven ihre Entstehung verdanken; 
möchte die Zeit nicht mehr fern sein, wo auch das, was 
heutzutage geschaffen wird, den Künstlern als wertvoll 
genug erscheint, durch Pinsel oder Stift verewigt zu 
werden. 
Wiesbaden. Herr Dr.-Ing. W. Breitung ist zum stell 
vertretenden Direktor der Städtereinigung und Ingenieur 
bau (Aktiengesellsch.), Wiesbaden-Berlin, ernannt worden. 
Deutsche Werkbund-Ausstellung Cöln 1914 
Auf der Werkbund-Ausstellung ist soeben die für das 
Wallraf-Richartz-Museum bestimmte Amazone von Franz 
von Stuck in der von Baurat Carl Moritz erbauten Ehren 
halle ausgestellt worden. Der wohlgelungene Bronzeguß 
ist von der Firma Bentele & Kleefisch - Cöln-Braunsfeld 
ausgeführt. Die endgültige Aufstellung im Innergarten 
des Museums wird nach Schluß der Ausstellung erfolgen. 
In der im antiken Stil erbauten FI alle üben die strengen 
Linien des Kunstwerks eine vortreffliche Wirkung aus, 
namentlich erscheint am Abend bei der Beleuchtung des 
imposanten Raumes durch die ägyptischen Kandalaber 
die Bewegung und der temperamentvolle Ausdruck von 
Reiterin und Pferd schön gesteigert. Man erinnert sich, 
daß es sich s. Zt. um die Verwendung der aus dem Ver 
mächtnis Fritz Vorster für Museumsanschaffungen zuge 
fallenen Mittel gehandelt hat. Da der Wunsch obwaltete, 
eine hervorragende Plastik moderner Richtung für die 
Skulpturensammlung des Museums zu schaffen, so wurde 
auf Initiative des Direktors Poppelreuter Franz Stuck be 
auftragt, die Amazone zu Pferde in Auftrag zu geben. 
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Verfasser: Architekten Q. und A. Schmid-Kornwestheim, Mitarbeiter L. Rest
        

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