Volltext : Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1914)

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BAUZEITUNO

Nr.  30

Halber  III.  Preis  Kennwort:  „Silhouette“
Architekt:  Professor  Martin  Elsäßer-Stuttgart,  techn.  Durcharbeitung:  Dyckerhoff  &  Widmann  A.-G.,  Stuttgart

samtsilhouette  des  Hauses  ist  großzügig  und  paßt  vortrefflich ­
  in  die  Landschaft.
2.  Ausstellungsbetrieb.  Die  Lichtzufuhr  durch  den
Scheitel  der  Kuppel  wird  für  Ausstellungszwecke  nicht  als
ganz  ausreichend  zu  betrachten  sein  und  muß  die  Beleuchtungsfrage ­
  noch  besonders  studiert  werden.  Im  übrigen
erscheint  der  Raum  für  Ausstellungszwecke  durchaus  günstig ­
  verwertbar  zu  sein.
Die  Abtrennung  eines  Kongreß-Saales  von  800  qm  ist
in  befriedigender  Weise  nicht  wohl  durchzuführen.  Zur
Gewinnung  eines  solchen  Kongreßsaales  empfiehlt  sich
vielleicht  ein  späterer  Anbau,  was  auch  in  anderer  Beziehung ­
  vorteilhaft  sein  würde.
3.  Wirtschafts-  und  Festbetrieb.  Die  Anordnung  der
Zugänge,  Treppenhäuser  und  Garderoben  ist  sehr  zweckmäßig. ­
  Das  Gleiche  gilt  von  der  Tagesküche  und  der
Festküche.  Die  Mitverwendung  der  beiden  Erfrischungsräume ­
  als  Anrichteraum  ist  nicht  unbedenklich.  Auf  keinen ­
  Fall  könnte  die  Tageswirtschaft  als  Anrichte  mitverwendet ­
  werden.

II.  Preis.  Entwurf  Nr.  22,  Motto:  „Verlorene  Illusionen“ ­
  Variante  11.
1.  Allgemeine  Situation.  Die  Lage  des  Hauses  zum
Ausstellungsplatz  und  zum  Park  der  Villa  Berg  ist  nicht
zu  beanstanden.  Der  Eingang  von  der  Parkseite  her  befriedigt ­
  nicht,  da  er  in  den  schmalen  Abstand  zwischen
der  Ausstellungshalle  und  der  kleinen  Villa  mündet.  In
der  Gesamterscheinung  des  Aeußern  ist  der  Entwurf  von
guter  Wirkung.  Das  Hauptportal  ist  verbesserungsbedürftig. ­
  Der  Charakter  einer  Ausstellungshalle  ist  besonders ­
  gut  getroffen.
2.  Ausstellungsbetrieb.  Der  Raum  läßt  sich  für  Ausstellungszwecke ­
  gut  verwerten.  Die  Belichtung  der  Räume
für  Ausstellungszwecke  ist  im  allgemeinen  gut,  doch  sind
nur  verhältnismäßig  wenig  Räume  mit  reinem  Seitenlicht
vorhanden.  Der  Probesaal  ist  mit  Rücksicht  auf  seine
große  Tiefe  für  Ausstellungszwecke  nicht  geeignet.  Die
Räume  könnten  durchweg  in  der  Höhe  sparsamer  angelegt ­
  sein.

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