31. Januar 1914
BAU2EITUNG
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LAGEPLAN DER
AUSSTELLUNG FÜR GESUNDHEITSPFLEGE
STUTTGADT 1914
LVolkstümliche Abteilung
2Wissenfchaffliche Abteilung
3.literarifche Abteilung
4.Wissenfchaftliche Apparate
und Körperhygiene
B.hygiene inliausu.Wohnung
ö.Bäder und Kurorte
? Vortragsgebäude
8. Hauptrestaurant
9. Frelbühne
IQ Milchkuranstalt
11. Ausstellung und Halle
für Fn'edhofkunst
12. Ausstellung der Feuerwehr
13. Weinrestaurant
14. Lagerhaus
SCHELL1NO -STRASSE.
Hygiene-Ausstellung Stuttgart 1914
Gesamt-Anlage
anerkennenswerter Weise vielen Arbeitslosen Gelegenheit
zu geben, sich Verdienst zu verschaffen. Der Bauleitung
der Badischen Jubiläums-Ausstellung wird es möglich sein*
schon vor dem in Aussicht genommenen Termin die Vorarbeiten
für die provisorischen Bauten der Ausstellung in
die Wege zu leiten.
Auch die Oeschäftsleitung und das Baubureau der
Badischen Jubiläums-Ausstellung werden demnächst in
den alten Bahnhof übersiedeln und dürfte sich dann dort
bald neues Leben und Treiben entwickeln.
Das Gelände und die Bauten der
Ausstellung für Gesundheitspflege
Stuttgart 1914
In dem obenstehenden Bild können wir unsern Lesern
den Plan der diesjährigen Stuttgarter Ausstellung für
Gesundheitspflege vorlegen, wie er nunmehr endgültig
feststeht. Ein Blick auf den Plan zeigt, daß das Gelände
sich dem gegebenen Platz hat anfügen müssen, daß also
von vornherein nicht ein Terrain vorhanden war, das sich
rings um einen Mittelpunkt ausbauen ließ. In das Gelände
einbezogen ist der Stadtgarten, der Gewerbehallenvorplatz,
der Hegelplatz, der Holzgartenplatz und ein Teil
des Hoppenlaufriedhofs. Insgesamt bedeckt das Ausstellungsgelände
einen Flächenraum von zirka 60 000 qm.
Die Ausstellung ist damit die größte, die je in Württemberg
veranstaltet worden ist. Um das Gelände zusammenzufassen,
mußten verschiedene Straßenteile der Ausstellung
eingefügt werden, so ein Stück der Kanzleistraße,
der Alleenstraße zwischen dem Realgymnasium und der
Gewerbehalle und der Kriegsbergstraße hinter der Gewerbehalle.
Durch diese letztere Maßnahme ist bedingt,
daß der Verkehr über den Hegelplatz abgeleitet werden
muß. Die Straßenbahn fährt wie bisher die Kriegsbergstraße
entlang durch das Gelände hindurch. Die Verbindung
zwischen der Gewerbehalle und den Gebäuden
auf dem Holzgartenplatz über die Lindenstraße hinweg
wird durch eine breite, bequeme, überdachte Brücke hergestellt.
Zweckmäßigkeit, Qualität und
künstlerische Form!
Es ist eine bekannte Tatsache, daß gerade das Selbstverständlichste
sich am wenigsten von selbst versteht.
Man wagt oft von gewissen Dingen gar nicht laut zu
reden, weil man befürchtet, jemanden damit zu beleidigen.
Bis man eines Tages die Entdeckung macht, daß man zu
Unrecht so zartfühlend war; denn das, was man als selbstverständlich
ohne weiteres vorausgesetzt hat, war es ganz
und gar nicht, und wir hätten deshalb in aller Ruhe und
sogar mit Nutzen für die andere Partei davon reden dürfen.
Man kann getrost sagen; Begegneten wir dieser
Tatsache nicht täglich und stündlich auf allen Wegen,
wäre sie nicht geradezu ein Gesetz, nach dem das Alltagsleben
zu verlaufen scheint, so hätten wir die kulturelle