Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1914)

7. März 1914 
BAUZEITUNG 
Eine 
Mahnung 
gehalten wird, im Gegenteil. Der Schaden tritt aber in 
solchen Fällen gewöhnlich erst wenn es zu spät ist dem 
Auge des Hausbesitzers sichtbar zu Tage. In einem 
Winter mit viel Frost leiden die exponierten Zierstücke 
besonders. Da darf nur ein Rißchen sein oder sonst 
eine Verwitterungsstelle, Wasser sickert hinein, gefriert, 
und wenn sich das ein paarmal wiederholt, so ist die 
Bescherung da. So hat das Haus auch einige Giebel 
(s. Skizze 3) und ich denke oft, wenn erst die Obelisken 
da oben und das sonstige Beiwerk anfängt, wackelig zu 
werden, das kann etwas geben. Aus meinen Beobach 
tungen habe ich den Schluß gezogen, daß für unser 
Klima solche Fassaden, schon aus rein praktischen Grün 
den (von den andern hier abgesehen) nicht die passende 
Ausdrucksform für unsere Häuser sein können und es da 
her gut war, daß man davon wieder abgekommen ist. 
Das angeführte Beispiel möge aber auch eine Mahnung 
sein, solche Fassaden unter strenge Kontrolle zu nehmen 
und lieber derlei gefährliche Zierstücke gleich zu ent 
fernen. Das Bild wird in den meisten Fällen nicht not 
leiden, im Gegenteil man wird finden, daß es manchmal 
sogar besser aussieht. K. Sch.
	        

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