Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1915/16)

Nr. 35/36 
BAUZEITUNO 
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sehen Straße und Rand des Steilabfalls sind Anlagen mit 
Spazierwegen, Ruhebänken usw. vorgesehen. Diese Rand 
straße beginnt an der Stelle, wo sich am besten eine kurze 
Bergbahn (ähnlich wie die Anlage in Wildbad) von der 
Stadt heraufführen läßt. Diese Bergbahn, deren Bau von 
der Entwicklung der Siedelung abhängt, würde außer für 
den Verkehr mit der Siedelung auch dem gesamten Ver 
kehr von der Höhe zur Stadt, besonders dem großen Ar 
beiterverkehr, zugute kommen. Der Höhenunterschied 
beträgt hier etwas über 100 Meter; die Staatsstraße 
braucht zum Aufstieg vom sog. „Wasserfall“ am West 
ende der Stadt bis zum Lindenhof einen Weg von fast 
2 Kilometer, von der Stadt aus (Rathaus) fast 2 l / 2 Kilo 
meter; die steile alte Steige etwa 1 Kilometer. Die Berg 
bahn, von deren Vorplatz aus bis zum Lindenhof eine di 
rekte Verbindung auf die Siedelung geplant ist (zirka 
500 Meter lang), würde also eine wesentliche Wegerspar 
nis bedeuten. 
Am oberen Endpunkt der Bergbahn läßt sich das 
Empfangsgebäude zweckmäßig mit einem Wirtschafts 
gebäude mit Aussichtsterrasse erbauen. 
Eine in der Westecke des Geländes gelegene Mulde 
eignet sich für eine von der Bebauung freizuhaltende 
Grundfläche mit einem größeren Kinderspielplatz; west 
lich anschließend liegt eine geeignete Baustelle für ein 
größeres öffentliches oder gemeinnütziges Gebäude. 
Die Straßenbreiten im allgemeinen 8—10 m; Fahr 
bahn 5—6 m, Gehwege 1,5—2 m. Vorgärten und Baum 
pflanzungen sind reichlich vorgesehen. 
Die im Gelände vorhandenen alten Erdsenkungen 
wurden so in den Bebauungsplan eingepaßt, daß sie mög 
lichst in das Innere der Baublöcke zu liegen kommen, hier 
aufgefüllt und als Gartenland verwendet werden. 
P. (7. 0.20 
Typ 1. Haus Nr. 1. Grundriß vom Erdgeschoß. 
Grundriß vom Dachgeschoß.
	        

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