folgte der Bericht des Abgeordneten der Vereinigung tech- erinnert der Innungsverband deutscher Baugewerksmeister 
nischer Vereine, Herrn Willet, an welche sich eine scharfe in einem Aufruf an die Feierabend- und Bernhard Fetisch- 
Kritik über ein sehr bedauerliches Vorkommnis im Januar Stiftung, die zur Linderung unverschuldeter Not selbstän- 
1918, die Bezirksbaukontrolleure betr., anschloß. Nachdem dig schaffender Bauhandwerker 1894 begründet wurde, 
darauf hingewiesen wurde, daß durch den derzeitigen An diese Stiftung, die mit der Zeit auf M. 115,000 ange- 
ersten Vorsitzenden letzt genannter Vereinigung diese An- wachsen war, wurden während des Krieges begreiflicher- 
gelegenheit zum Teil beruhigend beigelegt wurde, er- weise gesteigerte Anforderungen gestellt, denen man nicht 
hielten die neu zu wählenden Abgeordneten den Auftrag, immer hätte gerecht werden können, wenn nicht weitere 
bei dieser Vereinigung darauf hinwirken zu wollen, daß in Mittel zugeflossen wären. So hat Baumeister Haucke, Mit- 
Zukunft solche Vorkommnisse unterbleiben und zur Un- glied der Cottbuser Innung, zum ehrenden Gedächtnis 
möglichkeit werden. Auf jeden Fall sei die äußerste Vor- seines am 8. April 1916 beim Fort Vaux für das Vaterland 
sicht geboten. Hieran schloß sich noch ein kurzer Ver- gefallenen ältesten Sohn Karl der Stiftung eine Spende von 
einsbericht des ersten Vorsitzenden der Baukontrolleure, 10,000 M. zugeführt. Die Auswirkungen des Krieges nun, 
Herrn Reichle, worauf zur Neuwahl des Gesamtvorstandes unter denen Einzelne besonders schwer zu leiden haben, 
geschritten wurde. Dabei wurden einstimmig gewählt: haben den Innungsverband veranlaßt, die Stiftung weiter 
Als 1. Vorstand: Kollege Michael Frischmut, Karlsruhe, auszubauen und er fordert daher auf, mittelst größerer 
Brahmstr. 2, als 2. Vorstand Kollege Paul Zinke, Karls- und kleinerer Spenden, dem Beispiel des Cottbuser Kolle- 
ruhe, Weltzienstr. 41, als Schriftführer Kollege Friedrich gen zu folgen. 
Schucker, Karlsruhe, Lachnerstr. 13, als Kassier Kollege 
Karl Fluhrer, Karlsruhe, Winterstr. 15, als Ausschußmit- Wettbewerb, 
glieder: von der Bezirksbauinspektion: Kollege Hofheinz, Stuttgart. Der im April 1914 von Herrn Fritz Frei- 
von der Generaldirektion: Kollege Kimmig, von den Bau- Herr von Gemmingen-Hornberg ausgeschriebene, infolge 
kontrolleuren: Kollege Reichle, für die freien Berufe: Kol- des Krieges auf unbestimmte Zeit verschobene Ideenwett- 
lege Frank, für die Privatangestellten: Kollege Kraus. Als bewerb wird nunmehr auf’s Neue ausgeschrieben. Wir 
Abgeordneter für den Verein techn. Vereine wurden ge- verweisen dieserhalb auf die Bekanntmachung im Inseraten- 
wählt: Kollege Willet und Kollege Frank, als Vertreter: teil. 
Kollege Reichle und Kollege Frischmut. Als Vereinsorgan Waiblingen. Erweiterung des Bezirkskranken- 
für das Jahr 1919 wurde die Süd- und Mitteldeutsche Bau- hauses durch einen Neubau, ln dieser Sache wurde 
zeitung gewählt. Schluß der Sitzung 6% Uhr. am 30. Mai 1914 ein beschränkter Wettbewerb ausge- 
In der Vorstandssitzung am 24. März beschäftigte sich schrieben. Eingegangen waren 25 Entwürfe, über welche 
der Vorstand mit nachfolgenden Punkten: 1. Aufstellung infolge des Krieges erst jetzt die Entscheidung getroffen 
einer neuen Mitgliederliste. Es wird aus diesem Grunde werden konnte. Es wurde zuerkannt; 
jedes Mitglied dringend gebeten, dem Schriftführer, Kol 1; Preis: Kan Vietiweger, Architekt in Waiblingen, 
lege Friedrich Schucker, Lachnerstr. 13 in Karlsruhe, um- für den Entwurf mit Kennwon: „Heimatstadt“ 
gehend seine derzeitige Adresse mitzuteilen. Zumandern 2. Preis: Richard Mül.er, Architekt in Waiblingen, 
aber ist ein genaues, fehlerfreies Mitgliederverzeichnis not- für den Entwurf mit Kennwort; „Sonnig“ 11 (blau) 
wendig, um einen ordnungsmäßigen Geschäftsgang ver- Mitarbeiter: Wilhelm Schiele, Architekt in Stuttgart, 
bürgen und die Zeitung jedem Mitgliede zustellen zu kön- . Hugo Schlienz, Architekt in Ludwigsb. 
nen. Umzüge, Versetzungen etc. der einzelnen Mitglieder 3- Preis: Fritz Müller, Architekt in Stuttgart, 
wollen ebenfalls sofort dem Schriftführer angezeigt wer- f ür den Entwurf mit Kennwort: „Hygiea“, 
den, denn nur dann ist ein ersprießliches Arbeiten im Ver 
ein möglich. 2. Der Vorstand des Vereins ist mit der Di- Bücher. 
lung mit dem Obmann genommen werden und wird der- grienenden Studien über die Entwicklung der Baukunst 
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In der Vorstandssitzung vom 31. März wurden fol- henden Folgerungen in gedrängter Kürze niedergelegt, 
gende Beschlüsse gefaßt: 1. Bearbeitung einer Eingabe Seine Grundanschauungen beruhen auf der für ihn fest- 
der Bauschätzer betr. Regelung der Gebühren. 2. Bear- stehenden und unbeirrbaren Erkenntnis des engen ursäch- 
beitung einer Eingabe der nicht etatmäßigen Kollegen der liehen Zusammenhanges der Eigenart der einzelnen Volks- 
Eisenbahnverwaltung betr. die Anstellungsverhältnisse. Stämme mit dem Inhalt u. den Ausdrucksformen ihrer Kunst 
3. Desgleichen einer solchen der Kollegen bei den Bezirks- Wasmuths Monatshefte für Baukunst. (Verlag 
konto Nr. 3414 bei dem Stadt Sparkassenamt Karlsruhe Der mdustriebau. (Herausgeber Direktor E. Beu- 
durch Postscheckkonto Nr 16 805 angeschlossen ist. Wir tinger Architekt, Verlag von Carl Scholtze Leipzig.) In- 
büten un sere Vereinsmitgheder, bei Zahlungen an den von Heft 2, Montage-Halle in Warnsdorf, Architekt 
Verein sich der Bargeldloszahlung durch obiges Konto zu H einerich Zieger in Ziltau (8 Abb.): Ein Kantinenbau 
^dienen Zum weiteren bitten wir unsere Mitglieder bei Arch . Frof , F . H , Ehmke in München (10 Abb.); Arbeiter- 
Veroffenthchungen jeder Art (wie Aufsatze,Artikel, Stellen- Wohnhäuser. Ein Aufsatz von Willy Häcker Dresden; 
fYon ii/^no iinn A n rroKnlo I roopn ntroo m r\tnn Inn nron <ir.ur \ riinli . . .. , _ ' 
Str. 11, bedienen ZU wollen. Verantwortlich; Karl Schüler, Stuttgart. Druck Gustav Stürner in Waiblingen.
        

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