Volltext : Götterlehre oder mythologische Dichtungen

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dennoch  versteckt  seyn,  und  die  Grenze  bezeichnen
müsse,  machte  man  hohle  Bildsäulen  von  Satyrn,
worin  man,  wenn  sie  eröffnet  wurden,  kleine  Bilder ­
  der  Grazien  fand.
Auf  der  hier  beigefügten  Kupfertafcl  befindet  sich
ausser  den  Grazien,  nach  einer  antiken  Gemme,
noch  eine  der  Horen  oder  Iahrszeiten,  vor  einer
Art  von  Altar  stehend,  mit  Palmbrättern  auf  dem
Haupte,  und  tanzend  Früchte  in  den  Händen  tragend, ­
  »ach  einem  antiken  Marmorwerk  au-  Winkel,
Manns  Monumenten.
Die  andern  beiden  Figuren  auf  eben  diesem  Denkmale ­
  find  auf  ähnliche  Weise  sich  zum  Tanz  bewegend
dargestellt,  nur  mit  dem  Unterschiede,  dass  zu  den
Füßen  der  einen,  welche  den  Frühling  bezeichnet,
eine  Blume  aufsprosset  ;  und  zu  den  Füßen  der  andern,
  die  den  Winter  andeutet,  auf  der  Altar  ähnlichen ­
  Erhöhung  von  aufeinander  gelegten  Steinen,
rin  kleines  Feuer  lodert.
Da  nun  die  erste  Figur,  mit  den  Früchten,  der»
Herbst  abbildet,  so  finden  in  dieser  sinnbildliche!»
Darstellung  nur  drei  Jahrszeiten  statt,  weil  man
unter  dem  Merkmale  der  reifen  Früchte,  in  jenem
wärmer»  Himmelsstrich  ,  sowohl  den  Sommer  als
Herbst  begriff.  —  In  einigen  ältern  Dichtungen  ist
die  Zahl  der  Horen  nur  zwei,  weil  man  daS  ganze
Jahr  in  Sommer  and  Winter  theilte.
            
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