Volltext : Götterlehre oder mythologische Dichtungen

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um  am  Himmel  zu  glänzen.  Aurora  erzeugte  mit
ihm  den  Mnemon,  dessen  schon  gedacht  ist,  wie
die  metallene  Säule,  die  nach  seinem  Tode  ihm  errichtet ­
  wurde,  einen  bellen  Klang  von  sich  gab,  so
oft  die  erste»  Strahlen  der  aufgehenden  Sonne  sie
beschienen.
Das  Glück  des  Tithonus  aber,  in  Auroren«
Arm  zu  ruhen,  blieb  dennoch  unvollkommen.  Aurora ­
  hatte  ans  der  Acht  gelassen,  mit  der  Unsterblichkeit ­
  zugleich  die  Befreiung  vom  Alter  für  ihn  vom
Jupiter  zu  erbitten.  Und  nun  welkte  ihr  Liebling
von  Alter  und  Schwachheit  aufgezehrt  dahin,  daß
kaum  noch  die  Stimme  von  ihm  übrig  blieb,  und
er  znleyt  selber  die  Götti»  bat/  sein  Wesen  aufzulösen. ­
  —
Kein  Glück,  sagt  daher  ei»  Dichter  des  Alterthums, ­
  kein  Glück  ist  durchaus  vollkonimcn!  —Den
junaen  Ach-lles  raste  ein  schneller  Tod  dahin;—  den
Titbonus  zehrte  ein  langsames  Alter  auf;  —  feine
Unsterblichkeit  selbst  ward  ihm  zur  Bürde.
A  n  ch  i  s  e  s.
Merkwürdig  ist  die  Anrede  der  Venus  an  ihren
Liebling  Anchises,  desse»  schon  gedacht  ist,  daß  er
de»  Held  Aenras  mit  ihr  erzeugte.  —  Sie  spricht
zu  ihm,  da  sie  «IS  Göttin  sich  ihm  zu  erkennen
giebt:  sey  obne  Furcht!  du  wirst  nichts  Schlimmes
wegen  meiner  Liebe  erdulden.  —  Ich  werde  ni<6</
wie  ,'ucora  für  ihren  Tithonus,  die  Unsterblichkeit
            
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