)
Bei einer Temperatur von +25°% C. mehr als die
Vormaltemperatur vergrössert sich der Kämpferdruck. Die
Jöchstpressungen an den Auflagerplatten erreichen dann
inks 34,8 at, rechts 40,4 at, während die Pressung der
Tundamentfläche sich hierbei nur unwesentlich ändert,
Ausführungsweise der Endpfeiler. Die Endpfeiler
sind massig aufgebaut und an den Ecken mit kräftig gezliederten
Unterbauten für die Pylone versehen. Die Vorder-Jäche
der Widerlager hat einen leicht geschwungenen Anlauf
is in die Kämpferhöhe; die 1,45 m x 0,80 m >x 0,46 m
zroßsen Auflagerquader und die Schildmauern darüber sind
zurückgesetzt. In der Höhe der Oberkante der Auflager-‚uader
beträgt die Stärke der Widerlager noch 3,50 m;
ler sichtbare Theil derselben, wie derjenige der Unterbauten
'st mit Quadermauerwerk verkleidet und zwar der 40 cm hohe
Sockel mit blaugrauem Granit vom Fichtelgebirge, der Theil
Jarüher mit feinkörnigem rothem Buntsandstein vom Aisch-’erkehrslast
in arm +
Mauerwerk, |
Pfeilergewicht mit Hinterfüllung u
Verkehrslast nr 3,20 m Länre
Q764 +
375,4
Fig. 6. Linker Landpfeiler,
Die Quader für die Verkleidung der Widerlager haben
jcm starke gespitzte, diejenigen der Pylonenunterbauten bis
auf Kämpferhöhe 11 cm starke gestelzte Bossen. Darüber
wechseln glatte und Bossenschichten; in Gehweghöhe ist ein
zräftiges Gesims angeordnet. Die Verkleidung der 1,3 m
starken Schildmauern über den Auflagerquadern ist mit gespitzten
Mauersteinen aus Buntsandstein vgl. 50 cm stark herzestellt.
Sämtliches Mauerwerk wurde in Mörtel aus 1 Theil
Portlandeement und 2 Theilen Mainsand versetzt und die
?ugen des Quadergemäuers 1 cm stark, der Schildmauern
-/z cm stark gewählt. Das Versetzen der Steine geschah
nittels fahrbarer Krahne von den vor den Endpfeilern stehen-Jen
Gerüsten aus. ;
Im oberen Theile jeder Schildmauer befindet sich eine
! m weite überwölbte, gegen die Hinterfüllung durch eine
25 cm starke Backsteinwand abgeschlossene Oeffnung für die
Durchführung von Gas- und Wasserleitungen.
Zur Entwässerung der Brückentafel wurden hinter den
Schildmauern je zwei Wassereinlaufschächte mit Syphons
1ergestellt, aus denen das Wasser durch in die Pfeiler einzemauerte
Steinzeugröhrenleitungen in den Boden abgeleitet
wird.
An die Pylonenunterbauten stofsen bei dem linken Endfeiler
zwei 15,3 m und 20,7 m lange gekrümmte, bei dem
„echten Endpfeiler 21.7 m lange gerade, in der Vorderfläche
eld. Hinter dem Verkleidungsmauerwerk kam Beton zur
Terwendung und zwar da, wo dieser nur wenig beansprucht
rurde, aus 1 Theil Cement und 12 Theilen Kies mit !/, Steininlagen,
in dem stärker geprefsten Theile darüber aus 1 Theil
"ement, 6 Theilen Juraschotter und 3 Theilen Mainsand oder
aragries, schlielslich an den am meisten gedrückten Kämpfern
Taschinenschotter aus Basalt von Urach nebst bestem Mainand
(im Mischungsverhältnifs von 1 Cement: 2 Sand: 4 Schotter).
Jamit die Auflagerquader vollkommen satt aufliegen, wurde
ücht bis an dieselben betonirt, sondern eine etwa 3 cm
tarke Fuge offen gelassen, und in diese Fortlandcementnörtel
mittels einer schweren Eisenstange fest eingestossen.
Die hintere Fläche des Widerlagerbetons wurde mit
aäinem Glattstrich versehen.
Zum Unterbau der Pylone ist Kiesbeton ohne Steineinlagen
verwendet worden. Im Innern der Unterbauten befindet
sich ein Hohlraum mit kreisrundem Querschnitt
Pahrbahnoberante
225,77.
Defnung ?!
Tabelle über grösste Pressungen an den Kämpfern.
Druck hinter
ı dem Auflagerquader
1268 at 4,8 at 18,2 at
1307 at 35,8 at 18,8 at
1403 at 38,5 at 20,2 at
1365 at 37,4 at 19,7 at
1475 at 40,4at | 21,2 at
ıpferdrücken
Deffnung
7 ”pfir
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AI S| Fig. 7.
KM
he Dös
$ 98" len 7,98 —
15.90 M A
„0
nit Anlauf versehene, vgl. 2,67 m starke Flügelmauern aus
3Zeton mit cyklopischer Granitverkleidung an. Dieselben sind
ait 30 cm hohen glatten Gesimsen abgedeckt, auf welchen
‚0 cm starke glatte Brüstungen sitzen. Die runden Postanente
am Ende dieser Brüstungen dienen zur Aufnahme von
.aternenträgern.
Zwischenpfeiler.
Standsicherheit.‘ Die‘ im Kämpfer 3,80 m breiten
/wischenpfeiler haben einen kräftigen Anlauf und scharf zugeichnittene
Vorköpfe. Die ungünstigste Beanspruchung eines
iwischenpfeilers tritt — da der Fall der Einwirkung eines eineitigen
Horizontalschubes durch den eisernen Oberbau- nicht
orgesehen und bei der Aufstellung des letzteren vermieden
yurde — ein, wenn die eine der beiden anstofsenden Brücken-‚ffnungen
vollbelastet ist, in der andern nur das Eigengewicht
wirkt. . Die Bedingung, dafs die Mittelkraft aus den beiden
Kämpferdrücken und dem Gewicht des Pfeilers nicht über das
aittlere Drittel der Fugenflächen, insbesondere in den Fundanentfugen,
hinausfallen dürfe, hätte zu sehr grofsen Abmesungen
geführt. Unter der Voraussetzung eines vollkommen
ragfähigen Untergrundes, dem man hohe Pressungen zumuthen
u können glaubte, sind die Pfeilerstärken in den Fundamenten
us Sparsamkeitsrücksichten thunlichst schwach, nämlich an
len Flußspfeilern 6,8 m, an den Treppenpfeilern 6,0 m angeıommen
worden. Dabei sind aber, um den auf einen und denelben
Zwischenpfeiler einwirkenden ungleichen Kämpferdrücken
Zechnung zu tragen, die Fundamente gegen die Pfeileraufyauten
in der Richtung seitlich versetzt worden, in der der
srössere Druck wirkt. Im Entwurfe hat man die Fundamente
so anzuordnen gesucht, dafs die gröfsten Kantenpressungen
an beiden Seiten eines Pfeilers annähernd gleich