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gebäude, der 8 würtleinbergische Morgen (1 >v. Morgen — 0,3152 Hektar) große
tiefe See; sein Abfluß, die Salzach, ist mit einer Schleuse versehen, welche die
Inschrist trägt: 8uk Domino stokanne Burrus de Brethein Abbate. Anno
Domini MDL Derselbe geht durch den Klostergraben, theils in unterirdischen
Kanälen durch das Kloster, wo er die Klostermühle treibt, und kann mittelst angelegter
Schleusen in die ihm angewiesenen Kinnen geleitet werden. Auf Taf. IV
sind diese unterirdischen Kanäle eingezeichnet, die punktirten bedeuten die neuen,
im Jahr 1881 angelegten.
Höher noch, östlich vom tiefen See, dehnt sich der große, 36, früher 50 Morgen
umfassende obere See oder Aoßweiher, schwermüthig auf freier Feldfläche
liegend. Unterhalb von ihm war früher ein kleinerer, einige Mvrgen großer. (Wir
entnehmen diese und die unten folgenden Angaben Johann Oetingers Manuskript
„Landbuech des Herßogthnmbs Würtemberg" vom Jahre 1624.)
Dann liegt eine schwache Viertelstunde südöstlich vom Kloster, ganz im Walde,
der 7—8 M. bedeckende Hohenacker See. Gleich unterhalb des Klosters
reihte sich im Salzachthale Weiher an Weiher, von denen die beiden obersten, der
Garten fee mit über 5 M., und ein weiterer über 8 M. großer See jetzt zum
größten Theile ausgetrocknet sind; dann kamen drei kleine Seen, von denen der
größte 2 M. betrug, und weiterhin der jetzt ganz eingegangene 26 M. große Gerhardsweiher
und der beim Eisinger Hof gelegene, einst über 36 M. umfassende,
erst im Jahre 1865 bis auf einen Teich ausgetrocknete Eifinger See. Aber
nnterhalb des Hofes streckt sich der Aalkistenfee hin, der größte von allen,
mit 52 Morgen, und endlich war noch ein verborgenes, nordwestlich vom Kloster
liegendes Waldlhal oben zu Weihern geschwellt. — Von diesen Seen, die in Stufen
über einander lagen (der Spiegel des Koßiveihers liegt mehr als 200 Fuß über
dem des Aalkistensees), gieng ein weise vertheiltes Netz von Bewässerungsgräben
aus, von denen sich noch Spuren aufsinden lassen.
Kunstgeschichtliche Nuellen.
Stellen wir noch zum Schlüsse die wichtigsten kunstgeschichtlichen Werke über
Maulbronn der Zeit nach zusainmen:
Aufzeichnungen des Archivar Küttel, vom Jahre 1625, im K. Staatsarchiv
zu Stuttgart (s. Anhang).
Momxmenta Monasterii Mulifontani primum collecta et delineata labore
Eberh. Frid. Jenisch, Al. Mulis. Anno 1769 mit Zeichnungen. Manuskript in
der Lphoratsregistratur in Maulbronn.
Das Würtenbergisihe Closter Maulbronn, beschrieben von M. Andreas Gottlieb
Harlmann, Pfarrer zu Eberdingen. Anno 1784 mit Zeichnungen. Mannfcript
in der Bibliothek des K. statistischen Landesamts in Stuttgart.
Das für Maulbronn bahnbrechende Werk, Fr. Eisenlohr, Mittelalterliche
Bauwerke i>r Südwestdeutschland und am Rhein, Cisterzienserkloster Maulbronn,
mit 30 Tafeln und Artistischer Beschreibung von K. Klunzinger. 1853; letztere