Volltext: Die Cisterzienser-Abtei Maulbronn

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das Aufsteigen der Prachtvollen, bis zu fünf, sieben, ja bis zu neun zusammen 
gehäuften Säulen. Ebenso überraschend ist die Bildung der Fenster, mit vollem 
Bewusiksein von der GothiK, aber noch ganz mit romanischer Kraft in Gliede 
rungen und Maßwerk. Das Vogenfeld, getragen von einer fast überfchlanken 
Säule, wird erfüllt von einer starken Steinplatte, in die je zwei hohe, unten 
offene Kleeblätter ausgemeifzeli sind, dazwischen eine ebenso profilirte Rundöffnung. 
Die Gliederung geht hauptsächlich in die Tiefe, durchseht die Steinplatte ihrer 
ganzen Dicke nach, ums von schönster und lebhaftester Wirkung sein muß. Leider 
wurden bei der letzten Restauration die ursprünglich wagrechten Fensterbänke zu 
Skrinkrrux »uf dem TrexPenthürmchrn Säulrndasen und Wirtel in der Vorhalle, 
der Vorhalle. 
beiden Seiten abgeschrägt. Wichtig sind auch die Verhältnisse der Fenster: Höhe 
der Fenster im Lichten 15 Fuß, das ist die Hälfte der ganzen Höhe der Fassade 
(30 Fuß oder eine Mittelschiffbreite), lichte. Weite des Fensters 7Vs, oder die 
Halste der lichten Höhe, und wieder die Schasihöhe der nicht viel über einen halben 
Fuß dicken Fenstersäulen 10 Fuß, mithin ein Drittheil der Faffadenhöhe. Endlich 
ist die lichte Weite des Doxpelxortals genau gleich seiner lichten Höhe. Dieses 
ist einfacher als die Fenster gehalten und zeigt in jeden: seiner zwei vollen Bogen- 
felder'eine kräftige Blätterrosette, ähnlich denen innen an den Schlußsteinen des 
Gewölbes. Die fast ungegliederten, anderthalb mal so tiefen als breiten Strebepfeiler 
tragen schwere, von lilienförmigem Kamm bekrönte steinerne Satteldächer, stehen 
an den Ecken über'« Kreuz und zwar so, daß die eigentliche Ecke frei bleibt. Einen 
schönen Abschluß bildet das zierliche, mit Konsolen besetzte Kranzgestmse, das sich 
um die ganze Vorhalle, wie auch um das Herrenrefektorium und den gegeir Norden
	        

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