Full text: Die Cisterzienser-Abtei Maulbronn

schauenden Flügel des Kreuz gang es hingeht. Dieselben Konsolen treten aber auch 
für sich im Inneren der beiden zuletzt genannten Gebäude sehr häufig auf; an ihren 
zwei schildförmigen Flächen sind sie fast iunner mit zwei von einander abgekehrten 
Halbmonden geschmückt. Hier drängt sich nun die Vermuthung auf, ob da nicht 
ein Bezug auf das ebenfalls zwei von einander abgekehrte Halbmonde zeigende 
Waagen des Magen heim'scheu Geschlechtes vorliegt, welches zu dieser Zeit das 
nahe Zabergäu beherrschte, dessen geivaltige Burgen noch vorhanden sind und dessen 
LaxNSlr und SchluMeinr der Vorhalle. 
sehr alte, inschciftlose, nur mit dem 
Halbmondschild geschmückte Grab 
platten sich noch heute auf dem 
Michelsberg und im Kreuzgang von 
Maulbronn erhalten haben. Auch 
findet sich in einem der zwei Berg 
friede der Burg N ripp erg im nahen Zabergäu am Treppenaufgang dieselbe 
Konsole mit den zwei abgekehrten Halbmonden und daneben ist ein steinerner Ring 
(das Wappen der Neipperg hat 3 solcher Ringe) ausgemeißelt. Das oberste Ge 
schoß eben dieses Thurmes hat prächtige Säulenfenster ganz in der Form des 
Maulbronner Uebergangsstils. 
Das Geschlecht der Magenheiin erscheint schon im Jahre Ü47 urkundlich und 
tritt von nun air sehr häufig und bedeutend auf, nainentlich zu Veginir des 13. 
Jahrhunderts; w den Jahren 1207 und 1220 wird genannt Ulrich, als Chorherr 
zu Speier, im Jahre 1207 ein Siboto» gleichfalls Chorherr zu Spei er, im Jahre
	        

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