Full text: Die Cisterzienser-Abtei Maulbronn

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Unter den Namen dieser Heiligen waren ihre Bilder und Christus am Kren; 
dargestellt mit Maria und Johannes. 
Die zweite Glocke (umgegossen 1804 von Neubert in L.) halte die Umschrist: 
Die Vesperglock heis ich 
Peter zur Glocken zu Spier gos mich 
Anno Domini 1506 iar. 
Jthtf der kleinsten und ältesteir Glocke steht iir schöner Majuskelschrift: 
Gunrat Luldensis nos fecit, Virgo perennis 
Signa tue laudis audis, nee viscera claudis. 
Johannes. Lucas. Marcus. Matheus. Adonay. 
Gleichzeitig mit dem Umbau, oder doch kurz nachher, hat sich durch hervor 
ragende Werke der Malerei und Holzschnitzkunst die Kirche bereichert und 
verherrlicht. 
Ersilich wurde (um 1424) die ganze Kirche stilgemäsi bemalt, wohl auch, um 
den Eindruck der Ungleichheit zu mildern; man gab den wichtigsten romanischeit 
uitd gothischen Gliedern die gleiche kräftig graurothe Färbung mit geschmackvollen 
Mustern tu Grün, Blau, Braute und Weist (meist Blumen- und Vläkkergeschlinge), 
den Gewölbrmaschen ritten reichen farbigett Strahlen- und Blumenschtnuck. 
Dante aber tnalte Meister Ulrich aee beiden Wänden der Vierung über dem 
zu den Nuerschisfkapellen führenden Rundbogen zwei sigurenreiche Bilder, südlich 
die Darbringung der Kirche durch die Stifter, Ritter Walther von Loinersheim 
uied Bischof Günther von Speier; sie bringen das Kirchenmodell der Maria und 
dein Kinde dar ntil den Worten: 
Suscipe Guntheri, Virgo cum Prole Maria, 
Nec con Waltheri, sic duo vota pia. 
Ferner stellt das Gemälde dar die Einkleidung des Ritters Walther von 
Loinersheim ins Kloster Maulbronn durch den Mt Diether. 
Unter dem Bilde stehen folgende Verse: 
Anno milleno, centeno, bis minus uno 
Sub patre roberto coepit cistertius ordo, 
Spirae Guntherus post hec praesul venerandus, 
Lyn in gen celebri de comitum genere, 
Ipseque Waltherus de Lamersheim bene natus, 
Quippe virum genuit über uterque parens, 
Qui seclo valedans, sub Dithero monachizans, 
Liens conversus se tribuitque sua, 
Anno milleno C semel duodequadrageno 
Appril ter ternis hunc fundavere kalendis 
Terrestrera Mülbrunn, hinc celestem paradisum 
Possideant, Domino gratificante pio. 
Denique milleno, tetra C, duo X, quater uno 
Patre sub Alberto pingitur hic paries,
	        

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