Volltext: Erste Abtheilung. Eiserne Brücken. Heft III (1,3)

Lasten  P,  Q  und  T,  welche  ihren  gegenseitigen  Abstand
nicht  ändern  um  dl  nach  rechts,  so  wachsen  p  und  Xi  um
dl,  während  q  und  um  dl  ahnehmen,  man  erhält  mithin, ­
  nach  Einführung  der  Werthe  E  und  S  aus  Gleichung
8,  durch  Differentiation  der  Gleichung  29
P ~ T l  «■

d & M

5  +

rpS
l

dl  l  '  l
Je  nachdem  dieser  Ausdruck,  nach  Einführung  der
Zahlen  werthe,  positiv  oder  negativ,  also

30)

Pb  +  Qa—  j  (rb  +  sa)^0

wird,  müssen  die  Lasten  hezw.  nach  rechts  oder  nach  links
verschoben  werden,  um  die  Gurtspannung  bezw.  zu  vermehren ­
  oder  zu  vermindern.  Dieser  Ausdruck  ändert
sich  aber  nicht,  so  lange  P,  Q  und  T  sich  nicht  ändern,
das  relativ  grösste  Angriffsmoment  entsteht  daher,  so  lange
P,  Q  und  T  dieselben  bleiben,  für  diejenige  Stellung  derselben, ­
  bei  welcher  jenes  positive  in  den  negativen  Werth
übergeht,  insbesondere  also  die  Last  T  über  einem  der
Knotenpunkte  E  oder  F  des  durchschnittenen  Feldes  steht.
Das  Maximum  des  Angriffsmomentes  wird  also  erhalten, ­
  wenn

31)

T-X


a

d.  h.  wenn  die  zu  beiden  Seiten  des  Schnittes  gelegenen
V  s
Lasten  P—Tj  und  Tj  —  Q  den  Abständen  der  ihnen
zugehörigen  Stützpunkte  vom  Drehpunkte  proportional ­
  sind.
Analoge  Bedingungen  für  die  Auffindung  des  grössten
Angriffsmomentes  erhält  man,  wenn  statt  der  Lastmomente
Pp  und  Qq  Momente  von  Lastencomplexen  2Pp  und  -Qq
vorhanden  sind.

ß)  Gleiche  und  gleichförmig  auf  Knotenpunkte
vertheilte  Lasten.

Wird  der  Schnitt  im  mten  Felde  angenommen,  so
ist  für  einen  links  von  den  Stützen  befindlichen  Drehpunkt,
wenn  k  eine  beliebige  Knotenpunktsbelastung  darstellt  und
die  übrigen  Bezeichnungen  beibehalten  werden,  nach  Gleichung ­
  19  das  Angriffsmoment
h
32)  a AL m max  =  ^  [m(m  +  1)5  —  («—m)(n  —  1  —  m)a],
mithin,  wenn  man  unter  fa  die  grösste,  unter  die
kleinste  Belastung  versteht,
33)  >JH,m»  =  h  i  -  h  1=üX£=Iiz2!)  ,
und
34)  •Jtf.min  =  h  b  -  h  ig.-yX’ir.klg)  a ,

y)  Gleichförmig  und  stetig  vertheilte  Lasten.
Wird  der  Schnitt  in  dem  Abstande  p  vom  linken  oder
q  vom  rechten  Stützpunkt  angenommen,  so  ist,  wenn  g
eine  beliebige,  gleichförmig  vertheilte  Belastung  darstellt
und  die  übrigen  Bezeichnungen  heibehalten  werden,  für  einen
links  von  den  Stützen  liegenden  Drehpunkt,  nach  Gleichung ­
  22,  das  Angriffsmoment
35)  *M x  =  ^(j)*b—q i a),
mithin,  wenn  man  unter  gi  die  grösste,  unter  g 2  die
kleinste  Belastung  versteht,
36)  .  .  .  a lKmax  =  <7,  •^y- , 5  —gt’^j-■  a
und
37)  .  .  .  ^Mmin  =  g t ^-.b- 9l M.a.
B.  Bestimmung  der  kleinsten  Widerstandsmomente. ­

Die  Hauptträger  der  Polygonalbalkenbrücken  erhalten
durchbrochene,  die  Quer-  und  Längsträger  derselben

meist  geschlossene  Querschnitte,  wonach  die  Widerstandsmomente ­
  verschiedene  Formen  annehmen.
a.  Kleinste  Widerstandsmomente  der  Träger  mit
durchbrochenem  Querschnitt.
iS)

Bezeichnen

!p!  «

die  Resultanten  der  in  einem  Verticalschnitte

  des  Trägers  sich  entwickelnden  )  Zugspannungen
(  Druckspannungen

und  c  den  Hebelsarm,  woran  jene  Resultanten  als  Kräftepaar ­
  wirken,  so  ist  das  Widerstandsmoment  dieses  Trägers
38)  w jf  _  entweder  Sc,
'  ~~  oder  Pc,
unter  welchen  Werthen  der  kleinere  zu  wählen  ist.
Bedeutet
St  die  grösste  zulässige  j^ u £ s P annun £  j  j n  d er  äusserr
  Druckspannung)

p

«3

sten  Faser,

deren  Abstand  von  der  neutralen  Axe,

a p
i/a
fl
5 S
5 P
s  10
Axe,  so  ist  S—  —  f B b s  und  P  =  —  f v b p ,  mithin
(Za  dp

„ a i  den  Inhalt  des  j  Querschnittstheiles,
p )  /gedruckten)  ’
den  Abstand  seines  Schwerpunktes  von  der  neutralen

39)

N M  =

entweder  —f a b 3 'C,
a s  ’
oder  —f v bp-c,

wovon  wieder  der  kleinere  Werth  zu  wählen  ist.
Ersetzt  man  die  Fläche  j^T  j

mit  der  mittleren

^Zugspannung  —  -5s
da

(Druckspannung  —  •  5 P
k  dp
grössten  constanten  j^ u £ s P annun g  s
(Druckspannung
40)  ...  .

durch  eine  Fläche  |^ c s |

mit  der

P

so  ist  auch

"M  =

entweder  s.f c s .c.

oder  p.f c p .c,
worin  c  den  Abstand  der  Schwerpunkte  jener  Querschnittsflächentheile
  f c „  und  f c p  bezeichnet.
Für  alle,  zur  neutralen  Axe  symmetrischen,  Querschnitte
von  der  Höhe  h,  dem  Flächeninhalt  f  und  dem  Abstande
5  der  Schwerpunkte  ihres  gezogenen  und  gedrückten  Theiles

h

f

ist  a 8  =  a P  =  01  /’s  =fv  —  9  und  5 S  =  5 P  —  5  ,  mithin

41)

Für  Träger,  welche  im  Verhältnisse  zu  ihrer  Höhe  so
niedrige  Gurten  haben,  dass  der  Hebelsarm  c  der  Resultanten ­
  aller  Zug-  und  aller  Druckspannungen  mit  dem  Abstande ­
  5  ihrer  Schwerpunkte  fast  zusammenfällt,  lässt  sich
42 >  ' M =l\ C Ä
und,  wenn  in  jenem  Falle  der  Abstand  5  von  der  Trägerhöhe ­
  selbst  nur  unbedeutend  abweicht,
43 >
setzen,  worin  stets  wieder  der  kleinere  Alternativwerth  zu
wählen  ist.
Vorstehende  Werthe  eignen  sich  vorzugsweise  für  die
Berechnung  gegliederter  Polygonalbalkenträger.
b.  Kleinste  Widerstandsinomente  der  Träger  mit
geschlossenem  Querschnitt.
Für  Träger  von  geschlossenem  Querschnitte  mit
dem  Trägheitsmomente  t  ist
s

44)

"Mm  in  =

entweder  —  t,

oder

•  t,
	        
Waiting...

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