Full text: Erste Abtheilung. Eiserne Brücken. Heft IV (1,4)

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giebt sich für den qcm ihrer zulässigen Anspruch nähme 
also ihr nutzbarer Querschnitt 
Sn 11,23 , OAE 
•-«.“Tüfe-"* 20,5 qcm ' 
Werden in ähnlicher Weise auch die übrigen zuläs 
sigen Anspruchnahmen und Querschnitte berechnet, so er- 
giebt sich für m — 0 bis 9 in tn und qcm folgende Zu 
sammenstellung: 
*»=^£=ö4-Z-- F = 0,398.^. 
nd 2 3,14.4 
Nach dem Früheren (IV, 3) erfordert z. B. die 5. 
Diagonale einen nutzbaren Querschnitt _F—34 qcm, mithin 
eine Nietzahl n — 0,398.34 = rot 14, die 5. Vertikale einen 
nutzbaren Querschnitt F= 259 cm, mithin eine Nietzahl 
n 1 — 0,398.25 — rot. 10. Werden in ähnlicher Weise die 
Nietzahlen n und n x bezw. auch der übrigen Diagonalen 
und Stäbe berechnet, so ergiebt sich fürm=l bis 10 die 
nachfolgende Zusammenstellung 
m 
0 
1 
2 
3 
4 
m 
1 
2 
3 _ 
4 
5 
0,49 
0,49 
— 
0,50 
0,51 
0,53 
n 
15 
15 
14 
14 
14 
qu 
35,3 
33,4 
31,2 
28,3 
25,0 
n 1 
15 
14 
13 
12 
10 
m 
5 
6 
1 
8 
9 
m 
6 
7 
8 
9 
10 
0,55 
0,59 
0,64 
0,59 
0,53 
n 
13 
13 
12 
25 
43 
qu 
20,5 
16,5 
12,2 
16,5 
23,4 
n 1 
9 
7 
5 
7 
10 
Hiernach sind die Vertikalen im 0. Felde aus zwei 
Winkeleisen von 92x92x12 mm Stärke und 41,28 — 4,8 
= 36,48 qcm Nettoquerschnitt, im 1 und 2. Felde aus 
zwei Winkeleisen von 85 x 85 x 12 mm Stärke und 37,92 
— 4,8 = 33,12 qcm Netttoquerschnitt, im 4. Feld aus zwei 
Winkeleisen von 79x79x12 mm Stärke und 35,04 — 4,8 
30,24 qcm Nettoquerschnitt, im 5. Feld aus zwei Winkel 
eisen von 79 x 79 x 10 mm Stärke und 30,06—4,8 = 25,26 
qcm Nettoquerschnitt, im 6. Feld aus zwei Winkeleisen 
von 72 x 72 x 10 mm Stärke und 26,8 — 4,0 = 22,8 qcm 
Nettoquerschnitt, im 7. bis 9. Feld aus zwei Winkeleisen 
von 62x62 x 10 mm Stärke und 22,8 — 4,0= 18,8 qcm 
Nettoquerschnitt, im 10. Feld aus zwei Winkeleisen von 
72x72x11 mm Stärke und 20,46—4,4=24,86 qcm Netto 
querschnitt hergestellt worden, s. Taf. 4, Fig. 3. 
5. Querschnitte der Diagonalen und Transversalen 
der Windverbände. 
a. Oberer Windverband. 
Die aus Flacheisen bestehenden Diagonalen haben 
durchweg einen nutzbaren Querschnitt von 10.1—2.1=8 qcm 
erhalten und erfahren mithin, da die grösste, in der ersten 
Diagonale wirkende Spannung 5,06 tn beträgt, eine grösste 
Anspruchnahme von = 0,633 tn, welche mehr als zu 
lässig erscheint. 
Die Transversalen sind aus zwei Winkeleisen von 
je 65x65x10 mm mit 24—4=20 qcm Nettoquerschnitt 
zusammengesetzt und erfahren mithin, da die grösste, in 
den ersten Transversalen wirkende Spannung nach dem 
Früheren 3,335 tn beträgt, eine grösste Anspruchnahme 
3 335 
von -W = 0,167 tn, welche sehr gering ist. 
b. Unterer Windverband. 
Die aus Flacheisen bestehenden Diagonalen haben 
durchweg einen nutzbaren Querschnitt von 5.1 —1,5.1 = 
3,5 qcm, erfahren mithin, da die grösste, in der ersten 
Diagonale wirkende Spannung 1,47 tn beträgt, eine grösste 
1 47 
Anspruchnahme von -5= = 0,42 tn, welche mehr als zu- 
0,5 
lässig erscheint. 
Die aus zwei Winkeleisen von je 65x65x10 mm 
Stärke bestehenden Transversalen mit 24 — 4 = 20 qcm 
Nettoquerschnitt erfahren, da die grösste in den ersten 
Transversalen wirkende Spannung nach dem Früheren 
— 0,912 tn beträgt, eine nur sehr geringe Anspruchnahme. 
V. Berechnung der Stabanschlüsse. 
1. Nietanschlüsse der Diagonalen und 
Vertikalen. 
Sowohl die Diagonalen als die Vertikalen werden 
mittelst einschnittiger Niete von d — 2 cm Durchmesser 
angeschlossen. Bezeichnet F den Querschnitt eines Stabes, 
4 
so ist, wenn man die Scheerfestigkeit der Niete zu E der 
5 
n d 2 4 
Zugfestigkeit annimmt, = F, mithin die erforder 
liche Zahl der Niete 
2. Stärke der Knotenbleche. 
Bezeichnet man mit d die Dicke der Knotenbleche 
und lässt einen Druck im Nietloch von dem Doppelten 
der Scheerfestigkeit der Niete zu, so ist für zweischnittige 
2nd 2 
Niete von d=2 cm Durchmesser 
2dd und hieraus 
d = 
nd 3,14.2 
= 1,57 cm, 
zerlegt, wovon die letztere 6,4 - 
= 2,85 tn beträgt und 
4 4 
wofür rund 1,6 cm angenommen worden ist. 
VI. Berechnung der Kämpfer- und Scheitel-Construction. 
1. Dimensionen und Befestigung der 
Kämpferplatte. 
Der grösste Druck im 1. Polygonstück des Unter 
gurts beträgt nach dem Früheren 141,6 tn, während die 
über dem Kämpfercharnier befindliche Vertikale 6,4 tn 
Gesammtlast zu tragen hat. Wird diese Last in eine 
zur Kämpferplatte parallele und normale Componente 
2,406 
‘ 5,5 
dem Druck von 141,6 tn des Untergurts zuzuzählen ist, so 
erhält man, wenn die Druckfestigkeit des qcm Quader 
mauerwerk zu 0,02 tn und die Länge der Kämpferplatte 
zu 90 cm angenommen wird, deren Breite 
, __ 141,6 + 2,85 __ , QO 
6 90.0,02 10t 8 “ J tm< 
Die grösste, längs der Lagerfläche auf Abgleiten der 
Lagerplatte wirkende Kraft ergiebt sich bei Belastung der 
ersten Knotenpunkte durch Verkehr, während der stets 
normal zur Lagerfläche wirkende Druck des Eigengewichtes 
ohne Einfluss auf dieselbe bleibt. Für jene —aus 6x4=24 tn 
mit dem Hebelsarm 7 m bestehende — Belastung ergiebt 
sich der Horizontaldruck 
a jf_24. 7 
H 2Au 2.5 ~ 16,8 tn ’ 
der Vertikaldruck 
V = 
24.33 
= 19,8 tn, 
a lX_ 
l ~ 40 
welcher letztere sich noch um die Totalbelastung von 
6,4 tn des 0. Vertikalständers, also auf 26,2 tn vermehrt. 
Zerlegt man V und H in je eine zur Lagerplatte nor 
male und parallele, Componente,' so ergeben sich die 
letzteren bzw. 
T = dl- = 16,8 ■ 
5,5 
2,406 7QU U 
-g-g- = 7,35 tn und 
T 1 = VM = 26,2 • 4 r ,9 r ? = 26,67 tn. 
5,5 5,5 
Da die erstere auf-, die letztere abwärts wirkt, so 
ergiebt sich die grösste, auf Verschiebung der Lagerplatte 
wirkende, Kraft T 1 — T= 26,67 — 7,35 = 16,32 tn, daher 
aus 16,32 = «■-£-•», wenn d=3 cm und «; = 0,6tn an 
genommen wird, die Zahl der erforderlichen Mauerbolzen 
■ rot. 4. 
4.16,32 
yt ; . 
3,14.3 2 .0,6' 
2. Stärke der Charnierbolzen. 
Der Bolzen am Kämpfer erfährt einen Vertikal 
druck V— 10,5.6,4 = 67,2 tn und einen Horizontaldruck
	        

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