Volltext : Erste Abtheilung. Eiserne Brücken. Heft V. (1,5)

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Dritter  Pall.  DerlDrehpunkt,D  liegt  rechts  von
F.  Aus  Gleichung  126  erhält  man  die  grösste  Zugspannung ­
  der  Verticale
131)  .  V v max  =  ~  jjia/q  —  ^  -t-w  j+Rr  •
welche  mit  den  grössten  Wertken  von  Q,  Ii,  q  und  r,
d.  h.  wenn  die  grössten  Lasten  Q  und  Ii  sich  bezw.  dem
Schnitt  und  dem  Scheitel  möglichst  nähern,  ihren  höchsten
Werth  erreicht.  Die  relativ  grösste  Druckspannung
der  Verticale  ist
132)  ....  Vyinin  =  —  ^  -  l'p  (a—e),
welche  ihren  grössten  negativen  Werth  unter  übrigens
gleichen  Umständen  dann  annimmt,  wenn  die  Last  P
ihren  höchsten  Werth  erreicht  und  sich  dem  Schnitte  möglichst ­
  genähert  hat.
ß)  Bestimmung  der  Spannungen  durch  das  Eigengewicht.
Da  hierbei  alle  Lasten  P,  Q  und  B  gleichzeitig
wirken,  so  ergiebt  sich  aus  Gleichung  126  die  Eigengewichtsspannung ­
  einer  Verticale
133)  V n =  ~  |  Pp(e—a)  +  Qa(q—~  wj-Br-J,
worin  die  Werthe  e,  a  und  w  nach  Massgabe  der  obigen
drei  Fälle  einzuführen,  P,  Q  und  B  meist  als  gleichförmig ­
  vertheilte  Lasten  in  Rechnung  zu  ziehen  und  demgemäss ­
  die  Abstände  p,  q  und  r  ihrer  Resultanten  leicht
zu  bestimmen  sind.  Im  dritten  Pall  ist  wieder  —w  statt
io  zu  setzen.
Hiernach  erhält  man,  unter  Beibehaltung  der  früheren
Bezeichnungen,  die  Eigengewichtsspannung  der  Verticale
im  ersten  Falle
134)  V e  =  * e [_Pp  (e—  a)+Qa(q—  I/ 2 -w)  -  ßr  •  2s j W ]
im  zweiten  Falle
135)  V e =I|-Pq(a-e)+Qa(q-l/ 2 -w)-  Rr- 2l ] w ]
und  im  dritten  Palle
136)  V e =  —  r—Pp  (a—e)+Qa  (q  —1/ 2 +w)+Rr  •  ^
Die  grössten  G  esammtspannungen  der  Verticalen
  ergeben  sich  alsdann  aus
137)  Vmax  =  V v max4-V e  und  Vmin  =  V v min-t-V e .
In  allen,  unter  2  bis  9  entwickelten  Gleichungen  sind
die  den  einzelnen  Fällen  entsprechenden  Vorzeichen  berücksichtigt, ­
  daher  die  Werthe  e,  a,  b,  w,  q,  q x  und  q r  nur
ihrem  numerischen  Werthe  nach  einzusetzen,
b)  Die  Gharnier-Hängträger  mit  parabolischem  Obergurt.
Nimmt  der  Obergurt  des  Seiten-  und  Mittelträgers
die  Form  eines  einer  gemeinen  Parabel  eingeschriebenen
Polygons  mit  bezw.  n  und  2n  gleichen  Feldern  von  der
Weite  l,  der  Untergurt  eine  wagrechte  Lage  mit  der  Gesammthöhe
  h  =  h n +c  an,  während  beide  in  ihren  Theilpunkten
  durch  Verticale  und  durch  einfache,  theils  rechts-,
theils  linkssteigende  Diagonale  verbunden  sind,  so  sind
die  Ordinaten  der  Obergurte  des  Seiten-  und  des  Mittelträgers ­
  und  hieraus  die  Höhen  ihrer  Verticalständer  zu  ermitteln.
Wird  ferner,  der  Hängbrückenträger  in  jedem  Knotenpunkte ­
  mit  dem  Eigengewichte  p  und  dem  Verkehrsgewichte ­
  q  belastet,  so  erfahren  die  Verticalen  die  Spannung ­
  jp,  wenn  er  entlastet  und  die  Spannung^+g',  wenn
er  vollbelastet  ist.  In  beiden  Fällen  erleiden  der  Untergurt ­
  sowie  die  Diagonalen  keine  Spannung,  während  der
polygonale  Obergurt  allein  diese  Belastungen  auf  die
Stützpunkte  A  und  B  überträgt.  Bei  einseitiger  Belastung ­
  dagegen  nehmen  diese  Theile  eine  Spannung  an,
welche  bei  deren  ungünstigster  Vertheilung  ihr  Maximum ­
  erreicht.
1.  Die  Form  und  die  Abmessungen  des  parabolischen ­
  Seitenträgers.
Nimmt  man  den  Ursprung  der  Coordinaten  in  dem
Scheitel  A  des  Seitenträgers  mit  der  Pfeilhöhe  h n  an,  so
ist  die  Ordinate  des  beliebigen  mten  Polygonpunktes
Q
138)  y-m  —  “2  *

worin  für  y m -i  und  */ m +1  bezw.  m—  1  und  m+1  statt  m
zu  setzen  ist,  mithin  die  Höhe  des  mten  Verticalständers
m-139)



•  tm—  C+  -

n

2

die  Länge  des  mten  Polygonstückes
-V

140)  .  .  .  b m =  y
und  die  Länge  der  mten  Diagonale

141)

•  (In

,  (m  —  1)-  7
C +  - ]l
n l

2.  Die  Grenzspannungen  in  den  Obergurtstücken
des  parabolischen  Seitenträgers.
a.  Die  Spannungen  durch  Eigengewicht  und  volle  Verkehrsbelastung. ­

Bezeichnet  Zm  die  Eigengewichts  -  Spannung  und
Z\n +a  die  Spannung  durch  volle  Belastung  im  mten  unteren ­
  Gurtstück  von  der  Länge  b„„  so  ist

142)
und
143)

Z\n—  q  •  P‘

h n

r?  P  +  q  w

2  t  1
(y+4,) C’
worin  h m  durch  Gleichung  140  bestimmt  ist.
b.  Die  Grenzspannungen  durch  die  Verkehrslast.
«)  Lage  der  Belastungsscheiden.
Da  in  der  allgemeinen  Gleichung  12  b  —  (n—m)l,
Jc=f+c=h,  f—h n  und  l x =nl  wird,  so  erhält  man  die
Entfernung  der  Lastscheide  von  der  rechten  Endverticale
144)  2n Sn—m)K_'
>  ’  •  •  •  e ~  nh+(n-m)K
und  von  dem  Scheitel
145)  w  =  nl  —  e.
ß)  Die  grössten  Zugspannungen  durch  Verkehr.
Werden  für  das  beliebige  mte  Feld  die  Werthe  Br,
w,  e  ermittelt,  b=(n—  m)l,  h—nl  und  I  —  h  gesetzt,
so  ergiebt  sich  aus  Gleichung  62,  worin  unter  Benutzung
der  Gleichungen  139  und  140
146)  s  =  t m ~
b m
zu  nehmen  ist,  die  grösste  Zugspannung  Z v max.
y)  Die  grössten  Druckspannungen  durch  Verkehr.
Werden  die  Werthe  Pp  und  Qq  ermittelt  und  b  —
(n  —  m)  l,  a  —  ml,  l,  —  nl  gesetzt,  so  erhält  man  unter
Benutzung  des  Werthes  s  in  der  Gleichung  146  aus
Gleichung  63  die  grösste  Druckspannung  Z v min.
c.  Die  grössten  Gesammtspannungen.
Werden  die  aus  Gleichung  62  und  142  zu  entnehmenden ­
  Werthe  zusammengestellt,  so  ergiebt  sich  die  grösste
Gesammtspannung  für  Zug
147)  Zmax—Z„max  +  Z\' n ,
werden  dagegen  die  aus  Gleichung  63  und  142  zu  entnehmenden ­
  Werthe  zusammengestellt,  so  ergiebt  sich  die
grösste  Gesammtspannung  für  Druck
148)  Zmin  —Z Y niin+Zm-3.
  Die  Grenzspannungen  in  den  Untergurtstücken ­
  des  parabolischen  Seitenträgers,
ß)  Die  Spannungen  durch  Eigengewicht  und  volle  Verkehrslast. ­

Ist  das  Eigengewicht  und  die  volle  Verkehrslast  als
eine  gleichförmig  vertheilte  Last  anzunehmen,  so
wird  dieselbe  durch  den  Obergurt  des  parabolischen  Hängträgers ­
  allein  übertragen  und  bleibt  mithin  ohne  Einfluss ­
  auf  die  Spannung  des  Untergurtes.
ß)  Die  Grenzspannungen  durch  die  Verkehrslast.
«.  Lage  der  Belastungsscheiden.
Da  in  der  allgemeinen  Gleichung  12  für  das  beliebige ­
  mte  Feld  b  =  {n  —  m  +  l)l,  h  —  i  1——

2,  =  nl  und  f=  h u  zu  setzen  ist,  so  erhält  man  nach  gehöriger ­
  Reduction  den  Abstand  der  Belastungsscheide  von
der  rechten  Endverticale
149)  e  =  K—-l
'  2n  —  1-fw«
            
Waiting...

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