Volltext : Erste Abtheilung. Eiserne Brücken. Heft V. (1,5)

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und  vom  Scheitel
150)  w  —  nl  —  e.
ß.  Die  grössten  Zugspannungen.
Werden  die  Werthe  Pp  und  Qq,  ferner  e  und  w  bezw.
aus  Gleichung  149  und  150  ermittelt,  a  =  (m—\)l,  b  =
(w+1  —  m)l  und  h—nl  gesetzt,  so  ergiebt  Gleichung  69,
worin  unter  Benutzung  der  Gleichung  139  der  Hebelsarm
151)  .  .  .  .  =  c+^ m  ‘K
'  n l
zu  setzen  ist,  die  grösste  Zugspannung  X y max.
y.  Die  grössten  Druckspannungen.
Werden  die  Werthe  Br,  w  und  e  wie  vorher  ermittelt, ­
  für  a,  b,  l\  und  x m  dieselben  Werthe  gesetzt,  so  ergiebt ­
  Gleichung  72  die  grösste  Druckspannung  X y min.
Da  die  gleichförmig  vertheilte  Totalbelastung  durch
Verkehr  in  der  unteren  Gurtung  die  Spannung  0  erzeugt,
so  erhält  man  die  Gleichung
152)  X y min  —  —  X y max,
wonach  eine  dieser  beiden  Spannungen  auch  aus  der  anderen
berechnet  werden  kann.

d.  Die  grössten  Gesammtspannungen.
Da  Eigengewichtsspannungen  in  den  unteren  Gurtstücken ­
  nicht  Vorkommen,  so  ergeben  sich  deren  grösste
Gesammtspannungen  auf  Zug  und  Druck  bezw.  aus  den
Gleichungen  69  oder  152  und  72  oder  152.

4.  Die  Grenzspannungen  in  den  Diagonalen  des
parabolischen  Seitenträgers.

a)  Lage  der  Belastungsscheiden.
Wird  in  dem  Nenner  der  allgemeinen  Gleichung  12
b  _  Jfi+Jfmll_  _(_  r n  —  woraus  sich  mit  Bezug  auf
Um  Vm—1

Gleichung  138,  nach  gehöriger  Beduction,  der  Abstand  des
Drehpunktes  von  der  Endverticalen  BB t

153)

i(ii  °  +  2m  —  1^  —  m  (m  —  1)

9.

ergiebt,  ferner  h—nl,  f—h n  und  h=h  gesetzt,  so  erhält
man  den  Abstand  der  Belastungsscheide  von  der  Endverticale
  BB {

2n(n(n~  +  2m  —  1)  —  m  (m—  1)W,
154)  e=  >  —  —

n(2m—l)A+(w(w^-+2»*—  1)—  m(m—1))  A n

•  nl

und  vom  Scheitel

155)  w  =  nl  —  e.

ß)  Bestimmung  der  Grenzspannungen  durch  die  Verkehrsbelastung. ­

Da  die  Diagonalen  der  parabolischen  Charnierhängbrücke
  bei  voller  gleichförmig  vertheilter  Verkehrs-Belastung ­
  ohne  Spannung  sind,  so  folgt,  dass  zwei  Belastungen, ­
  welche  sich  zur  vollen  Belastung  ergänzen,
successive  zwei  Spannungen  hervorrufen,  welche  quantitativ ­
  gleich  und  nur  verschiedenen  Vorzeichens
sind.  Hiernach  genügt  es,  nur  eine  Grenzspannung  zu
ermitteln,  wozu  man  die  durch  die  einfachste  Gleichung
dargestellte  wählt  und  erhält  wegen  Y Y max  +  Y y min  —  0,
wenn  Y y min  berechnet  ist,
156)  .  .  .  .  .  Y y max  =  —  Y y min
und,  wenn  Y y max  berechnet  ist,
157)  ....  Y\min  =—-Y y max.
Die  in  den  Gleichungen  für  diese  Spannungen  vorkommenden ­
  Hebelsarme  ergeben  sich  für  die  beliebige

mte  Diagonale  aus  der  Proportion  fn y/~  '
worin  b  den  unter  a  entwickelten  Werth  besitzt.  Wenn
mit  Hülfe  der  Gleichung  138  der  Werth  ?/„,_]  ermittelt
und  eingeführt  wird,  so  ergiebt  sich  hieraus
n 2 (2m  —  \)dm  ’

158)

yworin

  d m  den  durch  Gleichung  141  dargestellten  Werth
annimmt.

Bei  Ermittelung  der  Diagonal  -  Spannungen  sind  je
nach  der  Lage  der  Drehpunktes  die  früher  angeführten,
in  Fig.  6  dargestellten,  drei  Fälle  zu  unterscheiden.
Erster  Fall.  Der  Drehpunkt  liegt  links  von  E.
Unter  den  beiden,  zur  Bestimmung  der  Grenzspannungen
dienenden  Gleichungen  86  und  87  ist  die  erstere  die  einfachere. ­
  Ermittelt  man  den  Werth  Qq  und  y,  setzt  h  —
nl,  a  —  b  —  nl  und  führt  diese  Werthe  ein,  so  ergiebt
sich  aus  Gleichung  77  die  grösste  Zugspannung
Y y max  und  aus  Gleichung  157  die  grösste  Druckspannung ­
  Y v min.
Zweiter  Fall.  Der  Drehpunkt  liegt  zwischen  E
und  Ai.  Unter  den  beiden,  zur  Bestimmung  der  Grenzspannungen ­
  dienenden  Gleichungen  82  und  83  ist  die
letztere  die  einfachere.  Ermittelt  man  das  Moment  Pp,
ferner  die  Werthe  y  und  b  aus  Gleichung  158  und  153
und  setzt  h  —  nl,  so  ergiebt  sich  nach  deren  Einführung
in  Gleichung  83  die  grösste  Druckspannung  Y y min
und  aus  Gleichung  156  die  grösste  Zugspannung
Y w max.
Dritter  Fall.  Der  Drehpunkt  liegt  rechts  von  Ai.
Wählt  man  von  den  beiden,  zur  Bestimmung  der  Grenzspannungen ­
  dienenden  Gleichungen  84  und  85  die  erstere
als  die  einfachere,  ermittelt  die  Werthe  von  Br,  y,  b  iv,
c  und  setzt  h  =  nl,  so  ergiebt  sich,  nach  deren  Einführung ­
  in  Gleichung  84,  die  g  r  ö  s  s  t  e  Zugspannung  Y v max
und  aus  Gleichung  157  die  grösste  Druckspannung
Y y min.
y)  Die  grössten  Gesammtspannungen.
Wird  das  Eigengewicht  als  gleichförmig  vertheilt
angenommen,  so  erzeugt  dasselbe  in  den  Diagonalen  keine
Spannung,  mithin  bilden  die  durch  die  Verkehrslast  erzeugten ­
  Grenzspannungen  Y w max  und  Y y min  zugleich
die  grössten  Gesammtspannungen  durch  Zug  und  Druck.
5.  Die  Grenzspannungen  der  Verticalen  des
parabolischen  Seitenträgers.

a)  Lage  der  Belastungsscheiden.
Da  der  schräge  Schnitt  durch  die  beliebige  mte
Verticale  dasselbe  obere  Gurtstück  trifft,  welches  von  dem
lothrechten  Schnitte  durch  die  Diagonale  desselben  Feldes
getroffen  wird,  so  nehmen  die  zweckmässigsten  Drehpunkte
der  Verticalen  dieselbe  Lage  an,  wie  diejenigen  der  zugehörigen ­
  Diagonalen  und  behalten  e  und  w  die  bezw.
durch  Gleichung  154  und  155  dargestellten  Werthe.

ß)  Bestimmung  der  Grenzspannungen  durch  die  Verkehrsbelastung. ­

Erfährt  die  Verticale  bei  der  vollen  Verkehrsbelastung
eine  Spannung  q,  so  folgt,  dass  zwei  Belastungen,  welche
sich  zur  vollen  Belastung  ergänzen,  zwei  Spannungen
hervorrufen,  welche  sich  zu  der  Spannung  q  ergänzen.
Hiernach  genügt  es,  eine  solche  Grenzspannung  zu  ermitteln, ­
  wozu  man  vortheilhaft  die  durch  die  einfachste
Gleichung  dargestellte  wählt  und  erhält,  wegen  V Y max
+  Vymin  =  q,  wenn  V,min  berechnet  ist,
159)  ....  V Y max  =  q  —  V Y min
und,  wenn  V v max  berechnet  ist,
160)  ....  V y min  —  q  —  V„max.
Die  in  den  Gleichungen  dieser  Spannungen  vorkommenden ­
  Hebelsarme  v  ergeben  sich  für  die  beliebige  mte
Verticale  aus  der  Proportion  und  ery/m
  y  m—1
hält  man  hieraus,  nach  Einführung  der  Werthe  von  y m
und  y m -1  aus  Gleichung  138,  jenen  Abstand  der  mten
Verticale  vom  Drehpunkt

161)

.  v  —

1  z
h  n
2m

+  ni 2

T-*

Bei  Berechnung  der  Vertical-Spannungen  sind  je
nach  der  Lage  des  Drehpunktes  die  früher  angeführten,
in  Fig.  6  dargestellten  drei  Fälle  zu  unterscheiden.
Erster  Fall.  Der  Drehpunkt  liegt  links  von  E.
Unter  den  zur  Bestimmung  der  Grenzspannungen  dienenden ­
  Gleichungen  91  und  92  ist  die  letztere  die  ein-
            
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