Full text: Deutsches Baugewerks-Blatt : Wochenschr. für d. Interessen d. prakt. Baugewerks (Jg. 49, Bd. 8, 1889)

4231 
— 
232 
— 
unsere Verhältnisse nur befürwortet werden. 
In den beistehenden Grundrissen (entnommen mit freund— 
licher Bewilligung der „Wochenschrift des österr. Ingenieur- und 
Architekten⸗WPereines“ nach dem engl. Fachblatt „The Architect?“) 
ist die charakteristische Anordnung der Räume zweier Familien— 
väuser wiedergeaeben, von denen das eine (Fig. 1) nach dem 
Entwurfe der Architekten Taylor und Gordon in Montreal, das 
zweite nach den Plänen des Architekten Horsfield in Ravenskroft 
erbaut wurde. Es sei besonders auf die Disposition der Halle 
und Treppe im erstgenannten Grundrisse verwiesen, welche bei 
aller Zwecknmäßigkeit eine malerisch schöne Innenansicht ermöglicht 
Josef Unger. 
— —ñ— — 
Fig. 1. Familienhaus in Montreal. Grundriß Fig. 2. Familienhaus in Ravenskroft (bei London). Grundriß 
des Erdgeschoñes des Erdgeschosses 
Erklärunug 
NAeußere Vorhalle. 2 Vestibule. 3 Halle. 4 Herrenzimmer. 5 Speisezimmer. 6 Wohnzimmer. 7 Empfangszimmer. 8 Lesezimmer (oder Zimmer des Herrn.) 9 Veranda odern 
Winseraarten. 10 Küche. 11 Spülküche. 12 Speisekammer. 13 Anrichtrrum 14 Hausverwalter. 15 Abort. 16 Aufiuq. 17 Hintertreppe! 
Kuhlbrodt's verbesserter Granit-Transport-Wagen. 
Kuhlbrodt's verbesserter Granit-Transport-Wagen mit Vor— 
sehrungen zur Erhöhung der Sicherheit beim Auf- und Abladen von 
Hraniiplatten, Steinschwellen, Steinblöcken, Grabdenkmäleru ꝛc., 
sowie zur Sicherheit des Fahrpersonals durch doppelte Brems-Vorrich— 
tung und erhöhtem Kutschersitz. Die Vortheile dieses zum Patent 
angemeldeten und in der Ausͤstellung für Unfall-Verhütung 
— 
sind folgende: 
1. Verhütung der bisherigen Unfälle der Bedienungs-Mannfschaften 
seim AMuf, und Abladen mit Boblen und Brechstangen 
j 
Die Rückwand des Kut'cherbocks besteht aus starken Bohlen, 
dient der Ladung als Stützpunkt und kommt somit der Kutscher 
nicht mehr in die Gefabr, wie bei dem seitherigen Wagen ohne 
Bock, beim Befahren ven Straßen mit arossem Gefaͤlle nac 
vorn abzustürzen. 
Die am Kutscherbock vorhandene doppelte Bremsvorrichtung ge— 
stattet, den Wagen durch zweimaliges Umdrehen sofort anzuhalten 
Das zu verladende Material wird nicht mehr durch Anwendung 
der Brechstangen beschädigt, da dieselben nun noch sum Anbeben 
der Seitenbretter gebraucht werden. 
Miittelst der Schroͤtleiter und dem Reserve-Fabrichlitten kann so 
wobhl von rückwärts, als auch von beiden Seiten des Wagenẽ 
zeladen werden, was besonders für den Bahnperkehr von rühte 
Wichtiakeit ist 
6. Statt der seither erforderlichen 4425 Mann sind nur 2 Mann 
zur Bedienung nothwendig. 
Durch den hohen Kutscherbock und drehbare Laterne ist der 
Kutscher im Stande, jeden Augenblick die Ladung zu kontroliren, 
ohne abzusteigen. 
Bedeutende Ersparniß an Zeit. 
Die beiden Fahrschlitten haben doppeltes Radsystem, so daß sie 
den großen Vorthetl bieten, nicht nur auf den Schienen, sondern 
auch auf dem Terrain als kleiner Transvort-Wagen verwenden 
werden ꝛzu können 
10 Durch die im Maschinen-Kasten angebrachte Sperrklinke, sowie 
durch den eisernen Stöpsel am Fahrschlitten kann derselbe nach 
Bedarf festgestellt werden. 
Die Tragfähigkeit des Wagens beträgt 6500 kg, das Gewicht 
2150 kg, die Schluten-Tragfähigkeit 17530 . Die Aktiengesellschaft 
für Wagenbau „H. F. Eckert in Berlin O“ liefert obigen Wagen in 
folgenden 3 Größen: 
Nr.“ J. Tragfähigkeit . . 6500 kt 
II. 1000 
. 230001 
Nähere Auskünfte ertheiit E. Kuhlbrodt, Obermeister der Stein— 
seber⸗-Tanung u Berlin NO. Elbinger Straße 445. 
— — r
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.