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Vermoge Hochster Entschliessung vom 16. Oktober 1888 haben seine Königliche Majestät
dem Professor Dr. v. Eck die Erlaubnis zur Annahme und Anlegung des ihm von Seiner Königlichen
Hoheit dem Grossherzog von Baden unterm 6. August 1888 verliehenen Ritterkreuzes I. Klasse
mit Eichenlaub des Ordens vom Zähringer Lówen gnádigst erteilt.
Dem Professor Zeman wurde durch Höchste Entschliessung Seiner Königlichen Majestät
vom 15. Februar 1889 das Ritterkreuz I. Klasse des Friedrichsordens gnädigst verliehen; ferner
vermöge Königlicher Entschliessung vom 20. Juni 1889 dem derzeitigen Direktor, Professor Dr. v.
Marx, die Krone zum Ehren-Ritterkreuz des Ordens der Württembergischen Krone.
Vom Reichskanzler (Reichsamt des Innern) ist der Oberbaurat Dr. v. Leins zum Mitglied
des Preisgerichts für das in Berlin zu errichtende Nationaldenkmal des Hochseligen Kaisers Wilhelm
berufen worden.
Der Unterricht in Schattenkonstruktionen und Beleuchtungskunde für Architekten und Bauingenieure
und desgleichen der Unterricht in der Perspektive, welchen Professor Seubert auf das
Ende des vorigen Studienjahrs abgegeben hat, ist dem Professor Goller durch Erlass des K.
Kult-Ministeriums vom 3. November 1888 übertragen worden, unter Erleichterung seiner Lehraufgabe
in den Fächern des Bauingenieurwesens.
Der Hauptlehrer für Physik, Professor Dr. v. Zech, ist seit 10. Februar 1889 durch
Krankheit an Versehung seines Dienstes verhindert; für den Rest des Wintersemesters und im Sommersemester
wurde er in einzelnen Fächern durch den Repetenten für Physik, Dr. Nebel, vertreten.
Im Vollmachtsnamen Seiner Majestät des Königs haben Seine Königliche Hoheit der Prinz
Wilhelm am 28. Januar 1889 die erledigte Stelle des Verwaltungsbeamten dem seitherigen Verweser
derselben, Grossmann, mit dem Titel eines Amtmanns und dem Rang auf der VIII. Stufe der
Rangordnung gnädigst übertragen.
Die neugeschaffene, zunächst provisorische Assistentenstelle für Elektrotechnik wurde am 26.
November 1888 dem Ingenieur Karl Martin aus Reichenhall in Bayern übertragen; derselbe hat
die Stelle am 2. Januar 1889 angetreten.
Die beiden Assistenten am Laboratorium für analytische Chemie und chemische Technologie
sind aus dem Dienst der Anstalt ausgetreten und zwar der Repetent und erste Assistent Dr, Spindler
mit dem 15. Januar 1889, der zweite Assistent Dr. Walter mit dem 31. Dezember 1888. Von
den hiedurch erledigten Stellen ist diejenige des Repetenten und ersten Assistenten auf 16. Januar
1889 dem Assistenten Dr. Bauer in Darmstadt, diejenige des zweiten Assistenten auf 1. Januar 1889
dem Chemiker Dr. Reuseh von Stuttgart übertragen worden.
Der Assistent für praktische Geometrie und Planzeichnen, Regierungsbaumeister Wallersteiner,
hat auf 30. September 1889 seine Dienstentlassung genommen; ein Nachfolger für ihn ist
noch nicht bestellt.
Als Privatdozenten sind am Polytechnikum zugelassen worden:
am 19. Januar 1889 Dr. Eduard Seelig aus Heilbronn für Chemie;
am 8. Juni 1889 Dr. Max Philip aus Hamburg für Chemie.
Auf die venia legendi haben infolge ihres Wegzugs von Stuttgart verzichtet:
am 19. September 1888 Dr. Kaim, seit Dezember 1886 Privatdozent für englische Sprache
und Litteratur.
am 26. November 1888 Oberingenieur Einbeck, seit Sommer 1887 Privatdozent für das Fach
der Heizung und Lüftung.