Akten allgemeiner Art.
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Wie es mit den siechheusern und den armen leüten in stetten und
ämptern gehalten werden solle.
Als sich nun oftermals befindt, das den heüsern der armen sondersiechen
vil nachteils durch täglich überreiten erwechst, auch mermals
betrug bei sollichen landfarern befunden, ist hierauf unser bevelch,
das fürohin kein frembder sondersiech in unsern stetten und ämpter
dero geordneten heüser mer wann einmal gehalten, auch so einer oder
mer wider würde kummen, der soll nachmals nit weiter eingelassen.
Ks sollen auch die sondersiechen nit mer umbreiten in dem
land, noch sich bettlens fleissigen, sonder in allwegen in iren verordneten
heüser bleiben.
Wa auch in unsern stetten und ämpter leüt befunden, die mit
sollicher krankheit beladen, die eines vermögens, dieselbigen sollen
ir essen und trinken nach billichen dingen bezalen, damit der armen
güter nit beschwert und in abfall kummen; wa aber aus den ämptern
arm personen befunden, dieselbigen sollen auch in der statt ires
ampts eingenummen, doch soll derselbig fleck sich mit den verordaeten
der statt vergleichen, damit billicheit in allwegen gehalten,
Insonderheit aber sollen nachvolgende armen mit gzütiger handreichung
bedacht werden:
Zum ersten, ein armen vaterlosen waisen soll man zum handwerk,
schul, zu nehren und haushaltung mit angehefter vermanung
der widergeltung, wo inen ir hand 8o lang wurd, mit höchstem fleiss
verhelfen.
Item, einem ganz armen gesellen, der sein handwerk sonder
hilf und fürsetzung nit anfahen noch treiben kan, soll man nach
vermüg des kastens und gelegenheit der personen auf widergeben
zimlich leihen und fürsetzen.
Item hausarmen leüten, die mit ir arbeit allein sich und ire kind
nit können enthalten, soll man mit dem almüsen nach gelegenheit
irer armut helfen. .
Item, eim armen man, zur zeit oder teurung, der sunder grossen
nachteil seine güter nit verkaufen kan, soll man nach vermügen
des kastens und gelegenheit der person auf widergeben leihen und
fürsetzen.
Man soll auch in einer ieglichen statt oder flecken, da man
lateinische schülen helt, etlich arme knaben nach vermügen der statt
oder flecken, mit dem almüsen zü schül halten. oder inen zum
wenigsten ein steür geben.