28
Italienische Sprache.
5 Stunden von Sekretär Runzler (siehe ferner Handelsklaffe.)
WlKswirthschaftsletZre und Uolkswirthschaftspffege.
3 Stunden von Professor Mähr len.
Besondere Hinweisung auf einheimische Verhältnisse und
Einrichtungen. Als Anhang: die produktiven Gewerbe, ihre Gliederung
im Einzelnen und die Bedeutung eines jeden im Ganzen
der bürgerlichen Wirthschaft.
Gewerbliche Betriebslehre.
2 Stunden im Winter von Professor Schmidt.
Beschaffung der Geldmittel zur Gründung von Fabrikgeschäften
durch Aktiengesellschaften, Gewerkschaften, Kompagnie und
Kommanditgesellschaften. Allgemeines über den Fabrikbetrieb,
Verzinsung der Kapitalien, Abschreibungen, Prämien, Dividenden
u. s. w. Vermischte Beispiele über Berechnung der Selbstkosten,
des Verkaufswerthes und den Gewinn.
Ilechts- und Werwaltungskunde.
Von Regierungsaffessvr Hofer.
Wintersemester in wöchentlichen 4 — 5 Stunden: Erörterung
der Grundbegriffe von Staat und Recht und hieraus folgend
Einleitung in das württembergische Privatrecht.
Sommersemester: Darstellung des Württembergischen
Privatrechts mit besonderer Berücksichtigung der auf die Liegenschaften
bezüglichen Bestimmungen sowie der wichtigsten Vertrüge,
in wöchentlichen 2—3 Stunden.
In weiteren 2—3 Stunden Vortrag über Niederlassungsund
Gewerberecht, Baugesetzgebung, Vorschriften für Erwerbung
und Benützung von Wasserkräften, Anlagen von Dampfkesseln,
Fabriken rc., mit Rücksicht auf die Bedürfnisse künftiger Techniker.
Hürnen.
In 2 Abtheilungen, je 2 Stunden von Reallehrer Elsenh ans.
Fechtunterricht.
In noch zu bestimmenden Stunden von Reallehrer Elsenhans.
29
Werkstätten.
Die mechanische Werkstätte gibt den Studirenden Gelegenheit
die Arbeit des Mechanikers kennen zu lernen. Mechanikus
Schweizer. DieHolzmodellirwerkstätte. Schreiner Halmhuber.
Beide Werkstätten sind den ganzen Tag geöffnet.
Studienpläne.
Für die mathematische Abtheilung sind die Studienpläne oben
gegeben. In der technischen Abtheilung ist die Wahl der Vorlesungen
den Studirenden frei gegeben, welche sich darüber mit den
Vorständen der Fachschulen zu berathen haben. Um Anhaltspunkte
zu geben, folgen hier Studienpläne, in welchen aber nur
das Nothwendige aufgenommen ist, welchem jeder Studirende die
für ihn passenden weiteren Vorlesungen je nach seiner Vorbilduug,
seinem Willen, sich höher auszubilden, und der Zeit, welche er
dieser Ausbildung widmen will, anreihen kann.
Fachschule für Architektur.
Vorstand: Professor Tritschler.
Erstes Jahr. Elemente der Baukonstruktionslehre, Ornamenten-
und Freihandzeichnen, Mineralogie und Geognosie, Erperimental-Physik,
Chemie für Baufächer.
Zweites Jahr. Baukonstruktionslehre, Geschichte der
älteren Baukunst, Bauentwürfe, Baumaterialienlehre, Ornamenten-
und Freihandzeichnen.
Drittes Jahr. Hochbaukunde, Geschichte der neueren
Baukunst, Bauentwürfe, Baukostenberechnuug, Ornamenten- und
Freihandzeichnen.
Die Zeichensäle sind den ganzen Tag offen.
Fachschule für Jngenieurwefen.
Vorstand: Professor H ä n e t.
Erstes Jahr. Jngenieurwissenschaft I, Mechanik II,
Maschinenbau I mit Konstruktionen, Elemente der Baukonstruktionslehre,
praktische Geometrie, Freihandzeichnen, Mineralogie
und Geognosie, Erperimental-Phpsik, Chemie für Baufächer.