Volltext : Programm der königlich Württembergischen Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Jahr 1865 auf 1866 (1865)

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Im  Sommer  2  Nachmittage.  Direktor  Professor  Dr.  Baur  mit  den  Assistenten ­
  Obergeometer  Wall  und  Dr.  Schoder.
Uebungen  auf  dem  Felde  und  Aufträgen.  Aufnahmen  und
Theilungen  mit  Meßstangen  und  Kreuzscheibe.  Nivellirinstrument.
Mechanik  I.
6  Stunden  von  Professor  Dr.  Zech.
Lehre  vom  Gleichgewicht.  Bewegung  eines  Punktes,  freie
und  gezwungene.  Lehre  vom  Stoß,  von  der  Festigkeit,  Hydraulik.
Drehung  eines  Körpers  um  eine  Are,  beliebige  Bewegung  eines
Körpers.
Zoologie.
4  Stunden  im  Winter.  Von  OberstudienrathDr,  v.  Kurr,  nach  eigenen  Heften.
Einleitung  in  die  Naturgeschichte  überhaupt.  Naturgeschichte
des  Menschen.  Erläuterung  der  körperlichen  Systeme  und  Apparate ­
  als  Typen  zur  Erklärung  der  entsprechenden  Einrichtungen
bei  den  verschiedenen  Thierklassen.  Menschenrassen.  Klassifikation
des  Thierreichs  mit  Angabe  der  wichtigsten  Gattungen  und  Arten
aus  den  verschiedenen  Klassen  und  Ordnungen  mit  besonderer
Rücksicht  auf  Petrefakteukunve.  Mit  Benützung  der  Sammlungen
der  Schule  und  des  Königlichen  Naturalienkabinets.
Botanik.
Im  Sommer  4  Stunden.  VonOberstudienrath  Dr.  v.  K  u  r  r,  nach  eigenen  Heften.
Elementarorgane:  Zellen,  Gefässe,  Gewebe,  Gefäßbündel.
Zusammengesetzte  Organe:  Wurzel,  Stamm,  Knospen,  Knollen
und  Zwiebel,  Blattorgane,  Blume  und  ihre  Theile,  Frucht.  Linne'-sches
  und  natürliches  System  nach  Endlicher,  mit  besonderer  Rücksicht ­
  auf  einheimische,  industrielle,  Gift-,  Arznei-  und  Nahrungspflanzen. ­
  Benützung  des  Gartens,  Erkurfionen.
Mauzeichnen.
Im  Winter  2,  im  Sommer  8  Stunden  von  Architekt  Kapff.
Geometrische  Darstellung  architektonischer  Gegenstände  von
einfachen  Architekturgliedern  aufsteigend  zu  den  toskanischen  und
römischen  Ordnungen  nach  speziellen  Angaben  des  Lehrers;  Tuschübungen ­
  mit  Vorträgen  über  Schattenlehre.

Freihandzeichnen.
Im  Winter  4,  im  Sommer  2  Stunden  von  Professor  Kurtz.
Figurenzeichnen  nach  Gyps  in  Umrissen  und  schattirt.
Ueöerbück  der  deutschen  Literaturgeschichte
mit  Dispositionsübungen.
1  Stunde  von  Professor  Denzel.
Aranzösische  Sprache.
In  2  Abtheilungen  je  2  Stunden  von  Professor  Holder.
Lnglische  Sprache.
2  Stunden  von  Professor  Gantter.
Mündliche  und  schriftliche  Uebungen  nach  Gantters  englischer
Schulgrammatik,  zweite  Hälfte.  Lektüre  aus  dessen  englischer
Chrestomathie  Kursus  I.  Schriftliche  Erceptionen.
Allgemeine  Heschichte.
2  Stunden  von  Professor  Denzel.
Von  Karl  M.  bis  zur  neueren  Zeit.
Handelsklasse.
Komptoirwissenschaft.
6  Stunden  von  Professor  Dr.  Brutzer.
Einleitung  in  die  Handelslehre.  Angabe  der  verschiedenen
Arten  der  Geschäftsverzeichnung;  verschiedenen  Buchführungsweisen. ­
  Selbstständige  Anwendung  der  Buchung  durch  die  Schüler,
Führung  eiues  imaginären  Geschäfts,  vollständig  hinsichtlich  der
Scripturen,  einschließend  den  Bücherschluß.  Die  verschiedenen
Arten  des  Conto  oorronts.
Kaufmännische  Arithmetik.
4  Stunden  von  Professor  Dr.  Brutzer.
An  Fakturen  aus  entfernten  Ländern  werden  kaufmännische
Rechnungsvortheile  gezeigt,  um  von  Anfang  an  mitten  ins  Geschäftsleben ­
  hineinzuführen.  Dann  Prozentrechnungen,  Zinseszins,
Rabatt,  Tararechnung.  Meßzahlung,  Terminrechnung.  Gesellschafts-,
  Durchschnitts-,  Alligationsrechnung.  Münz-,  Wechsel ­
            
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