Volltext : Programm der Königlich Württembergischen Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Jahr 1867 auf 1868 (1867)

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Feuerungskunde.
Im  Sommer  4  Stunden:  Professor  Schmidt.
Vorbereitung;  Heizvermögen  der  Brennstoffe,  Berechnung  der  zum
Brennen  erforderlichen  Luftmenge,  Transmission  der  Wärme;  Herde
und  Schornsteine.  Die  verschiedenen  Arten  der  Heizung;  Ventilation.

4.  Maschinenfack.
Torkurs
(für  Solche,  welche  praktische  Bildung  in  den  Werkstätten  erlangt  haben,  aber
nicht  die  für  den  Vortrag  des  Maschinenbaues  erforderlichen  Vorkenntnisse
besitzen).
3  Stunden  :  Professor  Müller.
Repetition  der  niedern  Mathematik,  Trigonometrie,  Elemente  der
analytischen  Geometrie,  der  Differenzial-  und  Integralrechnung,  Statik
und  Mechanik.
Maschinenbau  I.
a)  Vortrag  5  Stunden:  Professor  Müller.
b)  Konstruktionsübungeii  6  Stunden:  Professor  Veith.
Festigkeit  der  Materialien,  Maschinenelemente,  Hebevorrichtungen,
Pressen.
Maschinenbau  II.
a)  Vortrag  7  Stunden,  in  Verbindung  mit  Uebungen:  Professor  Müller.
b)  Konstruktionsübungen  6  Stunden:  Professor  Veith.
Stationäre  Dampfmaschinen  und  Dampfkesselanlagen,  Lokomotiven
und  Schiffsdampfmaschinen,  Wasserräder,  Turbinen.
Maschinenbau  III.
Vortrag  4  Stunden,  Konstruktionsübungen  6  Stunden:  Professor  Veith.
Entwerfen  ganzer  Fabrikanlagen,  ganzer  Pumpwerke  und  Fördereinrichtungen ­
  für  den  Betrieb  mittelst  Wasser-  und  Dampfkraft,  vollständig ­
  durchgeführt  mit  Disposition  des  Fabrikgebäudes,  der  Motoren
mit  Fundation  und  Transmission,  der  Beheizung  und  Beleuchtung  der
Lokalitäten.  Disposition  der  Arbeitsmaschinen.
Maschinenbau  für  Ingenieure.
2  Stunden  Vortrag:  Professor  Müller.
Verwendung  der  Wasser-  und  Dampfkräfte,

Populäre  Maschinenkunde.
4  Stunden  :  Professor  Schmidt.
Maschinen  zum  Heben  fester  Körper,  Motoren,  Maschinen  zum
Fördern  von  Wasser  und  Luft,  Lokomotiven  und  Eisenbahnen.  —  Beschränkte ­
  mathematische  und  mechanische  Vorkenntnisse  genügen  zur
Theilnahme.
Statik  eiserner  Dach-  und  Brücken-Konstruktionen.
1  Stunde,  privatim:  Assistent  Schwerd.
Berechnung  einfacherer  hieher  gehöriger  Konstruktionen,  nebst
Zusammenstellung  derartiger  ausgeführter  Bauten.

5.  Ingenieurfächer.
Praktische  Geometrie.
Im  Winter  2  Stunden  Vortrag:  Professor  Dr.  S  choder.
Instrumente  zur  Winkelmessung.  Ebene  Triangulirung  und  Stationirung.
  Fehlerausgleichung.  Trigonometrisches  und  barometrisches
Nivellement.  Distanzmesser.
Im  Sommer  je  ein  Nachmittag  Uebungen  für  jede  Abtheilung:
Professor  Dr.  S  c  h  o  d  e  r.
Uebungen  am  Messtisch,  dem  Distanzmesser,  dem  Theodolit.  Ausführung ­
  einer  Triangulirung'  und  einer  Stationirung.  Aufnahme  mit
dem  Distanzmesser.  Trigonometrische  Höhenbestimmung.
Der  Vortrag  wird  vorausgesetzt.
In  den  Herbstferien  14tägige  Excursion:  Aufnahme  von  Horizontalkurven ­
  mit  Benützung  der  Katasterkarte  in  Gegenden,  wo  diese  nicht
die  genügende  Zahl  von  Anhaltspunkten  gewähren.
Ingenieur-Mechanik.
5  Stunden  Vortrag,  4—6  Stunden  Uebungen:  Professor  Mohr.
Wintersemester:  Statik  der  Baukonstruktionen,  Elastizität  und
Festigkeit  der  Baumaterialien,  Balkenträger,  Gewölbe,  Stütz-  und
Futtermauern.  Auflösung'  praktischer  Aufgaben  durch  Rechnung  und
graphische  Statik.
Sommersemester:  Statik  und  Dynamik  der  flüssigen  und  gasförmigen ­
  Körper,  mit  Rücksicht  auf  die  wichtigeren  Anwendungen  in
der  Praxis  des  Ingenieurs.
            
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