Volltext: Programm der Königlich Württembergischen Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Jahr 1868 auf 1869 (1868)

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Entwerfen  von  Ornamenten.  —  Modelliren  nach  eigenen  oder  fremden
Entwürfen  in  Wachs  und  Thon.
Die  speziellen  Zeiclmenfäcker  für  Mechaniker,
Ingenieure  und  Architekten
s.  unter  Ziffer  4,  5  und  6.
Sämmtliche  Zeichnungssäle  sowie  der  Modellirsal  sind  für  die  betreffenden ­
  Studirenden  den  ganzen  Tag  über  offen.

8.  Allgemein  bildende  Fächer.
Geschichte  des  neunzehnten  Jahrhunderts  mit  Einschluss
der  Kulturgeschichte.
2  Stunden:  Professor  Denzel.
Geschichte  der  antiken  Kunst.
Im  Winter  4  Stunden:  Professor  Dr.  Lübke.
Malerei  des  17.  Jahrhunderts.
Im  Winter  2  Stunden:  Professor  Dr.  Lübke.
Die  deutsche  und  niederländische  Malerei
von  van  Eyck  bis  Dürer.
Im  Sommer  2  Stunden:  Professor  Dr.  Lübke,
Erklärung  der  Denkmäler  in  den  Sammlungen
des  Staates.
Im  Sommer  4  Stunden:  Professor  Dr.  Lübke.
Mythologie  der  Griechen,  Römer  und  Germanen.
mit  besonderer  Beziehung  auf  die  Werke  der  Literatur  und  bildenden
Kunst.
2  Stunden  privatim:  Dr.  Scherer.
Geschichte  der  neueren  deutschen  Poesie.
Im  Winter  3  Stunden:  Professor  Dr.  V  i  s  c  h  e  r.
Nachdem  im  verflossenen  Jahre  die  Periode  der  klassischen  Blüthezeit
  dargestellt  ist,  wird  diese  Vorlesung  sich  mit  der  romantischen
Schule  und  der  modernen  Poesie  beschäftigen.

Redeübungen.
Im  Winter  2  Stunden  :  Professor  Dr.  V  i  s  c  h  e  r.
Yolkswirtlischaftslehre  und  Yolkswirthschaftspflege.
3  Stunden:  Professor  Dr.  Mährlen.
Hinweisung  auf  einheimische  Verhältnisse  und  Einrichtungen.
Eingehendere  Behandlung  des  Geld-,  Bank-,  und  Genossenschaftswesens.
Als  Anhang:  die  produktiven  Gewerbe,  ihre  Gliederung  und  die  Bedeutung ­
  eines  jeden  im  Ganzen  der  bürgerlichen  Wirthschaft.j
Geschichte  und  Theorie  der  Nationalökonomie.
Privatdozent  Dr.  H.  Contzen.
Ausgewählte  Abschnitte  der  Yolkswirthschaftspolitik.
Derselbe.
Gewerbliche  Betriebslehre.
Im  Winter  2  Stunden:  Professor  Schmidt.
Beschaffung  der  Geldmittel  zu  Gründung  von  Fabrikgeschäften
durch  Aktiengesellschaften,  Gewerkschaften,  Kompagnie-  und  Kommanditgesellschaften. ­
  Allgemeines  über  den  Fabrikbetrieb,  Verzinsung
der  Kapitalien,  Abschreibungen,  Prämien,  Dividenden  u.  s.  w.  Vermischte ­
  Beispiele  über  Berechnung  der  Selbstkosten,  des  Verkaufswerthes
  und  den  Gewinn.
Rechts-  und  Yerwaltungskunde.
Regierungsassessor  H  o  s  er.
Rechtsencyklopädie,
im  Winter  2  Stunden.
Besondere  Berücksichtigung  des  positiven  Verfassungsrechts  der
deutschen  Staaten,  der  Fragen  der  Reform  von  Justiz  und  Verwaltung,
des  deutschen  Gewerbe-  und  Niederlassungsrechts,  des  Steuerwesens,
der  privatrechtlichen  Lehren  von  den  Verträgen  und  vom  Eigenthum.
Deutsches  Handels-  und  Wechselrecht,
im  Winter  2  Stunden.
Württembergische  Gesetzgebung  über  Baurecht  und
Wasserrecht,
im  Sommer  3—4  Stunden.
Eingehende  Behandlung  der  württembergischen  Gesetzgebung
über  Hochbau,  Strassen-  und  Eisenbahnbau,  der  Vorschriften  über  Errichtung ­
  von  Dampfkesseln  und  sonstigen  lästigen  Gewerbeanlagen,
	        
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