Full text : Programm der Königlich Württembergischen Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Jahr 1869 auf 1870 (1869)

28

29

Vergleichende  Bauformenlelire.
Im  Sommer  2  Stunden:  Professor  B  äumer.
Als  Vorschule  zum  Entwerfen.
Entwerfen  I.  und  II.
In  zwei  auf  einander  folgenden  Kursen,  der  niedere  mit  6,  der  höhere  mit
12  Stunden:  Oberbaurath  L  eins.
Aufgaben  nach  gegebenen  Programmen  von  der  einfachsten  Anlage ­
  öffentlicher  und  privater  Gebäude  bis  zu  grösseren  Komplexen.
Malerische  Perspektive  I.  und  II.
In  zwei  auf  einander  folgenden  Kursen  zu  je  2  Stunden:  Oberhaurath  Leins.
Baurecht
s.  „allgemein  bildende  Fächer.“
Jeden  Monat  wird  den  Studirenden  der  Baukunst  eine  Konkursarbeit ­
  gegeben,  welche  in  Einem  Tage  zu  fertigen  ist,  von  den  Architekturlehrern ­
  gemeinschaftlich  beurtheilt  und  mit  den  Studirenden  besprochen ­
  wird.

7.  Zeichnen  und  Modelliren.
Freihandzeichnen.
Im  Winter  8,  im  Sommer  6  Stunden  mit  Exkursionen:  Professor  Kurtz.
Figurenzeichnen  nach  Gips,  Landschaftszeichnen  nach  Vorlagen
und  nach  der  Natur,  in  Umriss  und  schattirt,  mit  Kreide,  Blei,  Feder,
Tusch  und  mit  Farben  ausgeführt.
Für  solche  Studirende,  die  den  Zeichenunterricht  in  ausgedehnterer ­
  Weise  besuchen,  oder  solche,  die  sich  der  Kunstindustrie  widmen
wollen,  sind  weitere  Stunden  in  Aussicht  genommen.
Ornamentenzeichnen  und  Modelliren.
In  3  Abtheilungen  zu  je  6—8  Stunden:  Professor  Kopp.
Zeichnen  von  Ornamenten  nach  Abgüssen  und  nach  der  Natur;
Entwerfen  von  Ornamenten.  —  Modelliren  nach  eigenen  oder  fremden
Entwürfen  in  Wachs  und  Thon.

Die  speziellen  Zeichnenfächer  für  Mechaniker,
Ingenieure  und  Architekten
s.  unter  Ziffer  4,  5  und  6.
Sämmtliche  Zeichnungssäle  sowie  der  Modellirsal  sind  für  die  betreffenden ­
  Studirenden  den  ganzen  Tag  über  offen.

8.  Allgemein  bildende  Fächer.
Geschichte  der  neueren  Zeit,  1786—1815.
2  Stunden:  Professor  Denzel.
Wintersemester:  Die  französische  Revolution,  die  Theilung  Polens.
Die  deutschen  Verhältnisse.
Sommersemester:  Das  Kaiserreich,  die  Freiheitskriege.
Kunstgeschichte  des  Mittelalters.
Im  Wintersemester  3  Stunden:  Professor  Dr.  Lübke.
Die  Kunst  der  Gegenwart.
Im  Wintersemester  2  Stunden:  Professor  Dr.  Lübke.
Erklärung  der  Kunstdenkmäler  in  den  Sammlungen
des  Staats.
Im  Sommer  4  Stunden:  Professor  Dr.  Lübke.
Ueber  eine  weitere  Vorlesung  von  Professor  Dr.  Lübke  im
Sommersemester  wird  später  besondere  Ankündigung  erfolgen.
Mythologie  der  Griechen,  Börner  und  Germanen,
mit  besonderer  Beziehung  auf  die  Werke  der  Literatur  und  bildenden
Kunst.
2  Stunden,  privatim:  Dr.  Scherer.
Geschichte  der  neueren  deutschen  Poesie,
von  Klopstock  bis  zum  Abschluss  der  classischen  Periode  unserer
Dichtung.
3  Stunden:  Professor  Dr.  Vi  s  c  h  e  r.
Shakespeares  Dramen.
Fortsetzung  der  im  Sommer  1869  begonnenen  Vorlesung.
Im  Wintersemester  in  noch  zu  bestimmenden  Stunden:  Professor  Dr.  Visch  er.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.