Volltext : Programm der Königlich Württembergischen Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Jahr 1870 auf 1871 (1870)

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7.  Zeichnen  und  Modelliren.
Freihandzeichnen.
Im  Winter  8,  im  Sommer  6  Stunden  mit  Exkursionen:  Professor  Kurt?.
Figurenzeichnen  nach  Gips,  Landschaftszeichnen  nach  Vorlagen ­
  und  nach  der  Natur,  in  Umriss  und  schattirt,  mit  Kreide,
Blei,  Feder,  Tusch  und  mit  Farben  ausgeführt.
Für  solche  Studirende,  die  den  Zeichenunterricht  in  ausgedehnterer ­
  Weise  besuchen,  oder  solche,  die  sich  der  Kunstindustrie
widmen  wollen,  sind  weitere  Stunden  in  Aussicht  genommen.
Ornamentenzeiclmen  und  Modelliren.
In  3  Abtheilungen  zu  je  6—8  Stunden:  Professor  Ko  pp.
Zeichnen  von  Ornamenten  nach  Abgüssen  und  nach  der  Natur; ­
  Entwerfen  von  Ornamenten.  —  Modelliren  nach  eigenen
oder  fremden  Entwürfen  in  Wachs  und  Thon.
Die  speziellen  Zeiclinenfächer  für  Mechaniker,
Ingenieure  und  Architekten
s.  unter  Ziffer  4,  5  und  6.
SämmtlichR  Zeichnungssäle  sowie  der  Modellirsaal  sind  für
die  betreffenden  Studirenden  den  ganzen  Tag  über  offen.
8.  Allgemein  bildende  Fächer.
Geschichte  des  neunzehnten  Jahrhunderts.
2  Stunden:  Professor  Denzel.
Wintersemester:  Vom  Sturze  Napoleons  bis  1848.
Sommersemester:  Von  1848  bis  zur  Gegenwart.
Antike  Kunstgeschichte.
Im  Wintersemester  3  Stunden:  Professor  Dr.  v.  Lübke.
Die  Kunst  der  Gegenwart.
Im  Wintersemester  2  Stunden:  Professor  Dr.  v.  Lübke.
Rafael  und  Michelangelo.
Im  Sommersemester  3  Stunden:  Professor  Dr.  v.  Lübke.

Erklärung  der  Kunstdenkmäler  in  den  Sammlungen
des  Staats.
Im  Sommer  2  Stunden:  Professor  Dr.  v.  Lübke.
Geschichte  der  klassischen  Architektur
nebst  kurzer  Betrachtung  ihrer  Vorläufer,  mit  eingehender
Durchsicht  der  betreffenden  Atlaswerke.
2  Stunden,  privatim:  Dr.  Krell.
Mythologie  der  Griechen,  Römer  und  Germanen,
mit  besonderer  Beziehung  auf  die  Werke  der  Literatur  und  bildenden ­
  Kunst.
2  Stunden,  privatim:  Dr.  Scherer.
Geschichte  der  neueren  deutschen  Poesie.
Im  Winter  3  Stunden:  Professor  Dr.  v.  Vischer.
Deutsche  Redeübungen.
Im  Wintersemester  in  noch  zu  bestimmenden  Stunden:  Professor  Dr.  v.  Vis  eher.
Erster  Theil  der  Aesthetik.
(Die  Lehre  vom  Schönen  und  von  der  Phantasie.)
Im  Sommersemester  in  noch  zu  bestimmenden  Stunden:  Professor
Dr.  v.  Vischer.
Volkswirthschaftslehre  und  Yolkswirthschaftspflege.
3  Stunden:  Professor  Dr.  Mähr  len.
Hinweisung  auf  einheimische  Verhältnisse  und  Einrichtungen. ­
  Eingehendere  Behandlung  des  Geld-,  Bank-  und  Genossenschaftswesens. ­
  Als  Anhang:  die  produktiven  Gewerbe,  ihre
Gliederung  und  die  Bedeutung  eines  jeden  im  Ganzen  der  bürgerlichen ­
  Wirthsehaft.
National-Oekonomie.
Im  Winter  2—3  Stunden,  publice:  Privatdocent  Dr.  Emst  Jäger.
Gewerbliche  Retriebslehre.
Im  Winter  2  Stunden:  Professor  Schmidt.
Beschaffung  der  Geldmittel  zu  Gründung  von  Fabrikgeschäften ­
  durch  Aktiengesellschaften,  Gewerkschaften,  Kompagnie-  und
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