Full text: Programm der Königlich Württembergischen Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Jahr 1876 auf 1877 (1876)

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ein Exemplar zugestellt wird, enthält die näheren Vorschriften 
für das chemisch-technologische Praktikum. 
Mechanische Technologie. 
4 Stunden: Professor Schmidt. 
Im Winter: Darstellung und Verarbeitung der Metalle. 
Im Sommer: Verarbeitung der Faserstoffe. 
Die Vorträge werden durch den Besuch gewerblicher Etab 
lissements unterstützt. 
Spinnerei-Mechanik. 
Im Winter 2 Stunden: Professor Schmidt. 
Berechnung der Maschinen für Baumwoll-, Schafwoll- und 
Leinengarn-Spinnerei, Aufstellung von Spinnplänen mit Anleitung 
zur Vorrichtung der Maschinen. 
Feuerungskunde. 
Im Sommer 4 Stunden: Professor Schmidt. 
Vorbereitung; Heizvermögen der Brennstoffe, Berechnung 
der zum Brennen erforderlichen Luftmenge, Transmission der 
Wärme; Herde und Schornsteine. Die verschiedenen Arten der 
Heizung; Ventilation. 
4. Maschinenfach. 
Maschinenbau I. 
a) Im Winter 4 Stunden Vortrag, im Sommer 5 Stunden Vortrag und 2 Stun 
den Übungen: Professor Müller. 
b) Konstruktionsübungen 6 Stunden: Professor Kankelwitz. 
Bewegungsverwandlungen. Verzahnung. Kolben-und Schie 
ber-Diagramme. Geradführungen. Muschelschieber. Farkot’sche, 
Meyer’sche und combinirte Farkot-Meyer’sche Expansionsvortich- 
tungen. Maschinenelemente. Hebevorrichtungen. Pressen. 
Maschinenbau II. 
a) Im Winter 5 Stunden Vortrag und 2 Stunden Übungen, im Sommer 5 Stun 
den Vortrag: Professor Müller. 
b) Konstruktionsübungen 6 Stunden: Professor Kankelwitz. 
Im Winter: Gebräuchliche Benennungen und Dispositions 
arten der Dampfmaschinen. Indicirter und Nutzeffekt. Höchster 
Expansionsgrad. Dampfverbrauch pro Pferdekraft. Bestimmung 
des Durchmessers, Hubes und der Hubzahl des Dampfkolbens. 
Wasserverbrauch zur Condensation. Regulatoren. Schieber-, 
Ventil- und Corliss-Steuerung. Benennungen und Constructions- 
arten der Dampfkessel. Stärke derselben. Kohlenverbrauch. 
Armatur der Dampfkessel. Heizeinrichtungen. 
Im Sommer: Berechnung der Wasserkräfte. Wassermes 
sungen. Stauverhältnisse der Wehranlagen. Gefällsverluste durch 
Kanäle und Röhrenleitungen. 
Gebräuchliche Anordnungen der vertikalen Wasserräder. 
Effektverluste. Regeln zur Bestimmung der Hauptdimensionen 
und Umdrehungszahl der vertikalen Wasserräder. 
Aufstellungsweisen der Turbinen. Theorie und Berechnung 
der Hauptdimensionen und Umdrehungszahl der Henschel’schen, 
Girard’schen, Fourneyron’sehen, Francis’schen Turbine und des 
Tangentialrades. 
Maschinenbau III. 
Vortrag 4 Stunden, Konstruktionsübungen 6 Stunden: 
Professor Kankelwitz. 
Die Vorträge sind nicht regelmässig wiederkehrende; sie 
haben den Zweck, speciellen Wünschen der Studirenden Rech 
nung zu tragen und ist daher die Wahl den Studirenden an 
heimgegeben. Bis jetzt sind vorwiegend verlangt worden: Vor 
träge über Wasserräder, Turbinen und Dampfmaschinen in 
konstruktiver Beziehung, als Ergänzung der betreffenden Vorträge 
in Maschinenbau II; ferner über Grundwerke der Wassermotoren 
nebst Wehranlagen, über Fabriktransmissionen, Pumpen und 
Pumpwerkanlagen, Centrifugalpumpen, Ventilatoren, Schneide-
	        

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