Full text: Programm der Königlich Württembergischen Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Jahr 1876 auf 1877 (1876)

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Brückenbau II. 
(Fortsetzung zu Brückenbau I.) 
Im Winter 3 Stunden Vortrag: Professor Baurath v. Hänel. 
Viertes Kapitel: Hölzerne Brücken. 
Holz als Baumaterial. Gemeine Balkenbrücken. Howe’sche 
und andere amerikanische Balkenbrücken. Theorie der Ho- 
we’schen Träger. Hängewerks-, Sprengwerks- und combinirte 
Holzbrücken. 
Fünftes Kapitel: Gründungen. 
Übersicht der verschiedenen Methoden. Pfahlarbeiten. Her 
stellung und Ausschöpfen der Baugruben. Gründung auf Schwell 
rost, auf Pfahlrost, auf Senkkasten, auf Beton, mittelst compri- 
mirter Luft. 
Sechstes Kapitel: Tunnelbau. 
Tunnel als ausgeführte Bauwerke (Querprofile, Mauerstärke, 
Tunnelstirnen etc.). Bergmännische Elemente des Tunnelbaues 
(Stollen, Schächte, Ventilation, Angriff der Tunnelarbeiten). 
Tunnelbau nach englischer, belgischer, österreichischer etc. Me 
thode. Lange Gebirgstunnel (Mont Cenis, Gotthard). Tunnel 
unter Fluss- und Seebetten. 
Autograpliien und Excursionen wie bei »Brückenbau I«. 
Brückenkonstruktionsübungen II. 
Im Winter 9, im Sommer 4 Stunden: Professor Banrath v. Hänel. 
Entwerfen der im Brückenbauvortrag (besonders II) behan 
delten Bauwerke. 
Die Zulassungsbedingungen sind dieselben wie für die Brücken- 
constructionsübungen I. 
Encyklopädie der Ingieurwissenschaft. 
3 Stunden: Professor Baurath v. Hänel. 
Dieser Vortrag hat den Zweck, Angehörigen anderer Fach 
schulen, insbesondere der Architektur- und Maschinenbauschule, 
das für sie Wissenswerthe aus dem Ingenieurfach in möglichster 
Kürze vorzuführen, wobei auf die Anforderungen der Staats- 
resp. Diplomprüfungen für Architekten und Maschinenbauer be 
sondere Rücksicht genommen wird. 
Erster Abschnitt: Svassenbau. Fuhrwerke. Construction 
der Fahrbahn. Oberbau und Erdbau der Strassen. Erdberech 
nung. Zug der Landstrassen in ebenem, wellenförmigem, gebirgi 
gem Terrain. Tracirungsarbeiten. 
Zweiter Abschnitt: Wasserbau. Flusscorrectionen. Stau 
anlagen. Wasserleitungen. Ent- und Bewässerungen. Anlagen 
für Fluss- und Seeschifffahrt. 
Dritter Abschnitt: Brückenbau. Steinerne, eiserne und 
hölzerne Brücken, Gründungen, Tunnelbau. 
Vierter Abschnitt: Eisenbahnbau. Oberbau. Krümmungen 
und Steigungen. Stationen. Betriebsmittel. 
Die Reihenfolge der Abschnitte ist so gewählt, dass es den 
Studirenden des Maschinenbaues möglich wird, die für sie vor 
zugsweise Interesse habenden Kapitel (Eiserne Brücken bis Eisen 
bahnbau) in Einem Semester (im Sommer) zu hören. 
Als Lehrmittel dienen u. A. autographische Zeichnungen, 
welche an die Hörer zu ermässigtem Preise abgegeben werden. 
Strassen- und Eisenbabnbau. 
Im Winter 2 Stunden Vortrag: Professor Laissle. 
a. Eisenbahn-Oberbau. Wechselbeziehung zwischen Ober 
bau und Fahrzeugen, Räderbelastung, Radstand der Locomotiven 
und Wagen, Bewegung in Curven, Widerstände der Bewegung. 
Oberbausysteme, Material und Form der Schienen, Schienen 
befestigungsmittel, Unterlagen (Schwellen, Würfel), Eiserne Ober 
bausysteme, Strassenbahnen, Bettung, Legen des Oberbaus. 
b. Strassenbau. Strassenfuhrwerke, Bewegungswider 
stände auf Strassen, Curven und Steigungen, Querprofil der 
Strassen, Fahrbahn und deren Construktion: Schotter-, Pflaster-, 
Asphaltstrassen. Strassenunterhaltung. 
Traeirung und Erdbau. 
Im Sommer 2 Stunden Vortrag: Professor Laissle. 
a. Traciren von Strassen und Eisenbahnen. Ausmitt 
lung der Trace für Thal- und Bergstrassen, Überschreitung von
	        

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