Full text: Programm der Königlich Württembergischen Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Jahr 1876 auf 1877 (1876)

66 
67 
A. Architekturfachschule. 
Wöchentliche Stundenzahl 
im Winter. 
im Sommer. 
Vor- 
Übun- 
Vor- 
Übun- 
Erstes Jahr. 
trag. 
gen. 
trag. 
gen. 
Chemie für Bautechniker 
4 
3 
Praktische Geometrie I. mit Übungen 
3 
— 
— 
6 
Technische Mechanik mit Übungen . 
4 
4 
4 
4 
Baukonstruktionslehre I. mit Übungen 
4 
6 
4 
6 
Bauformenlehre mit Übungen . . . 
2 
4 
2 
4 
Schattenkonstruktionen undPerspektive 
— 
2 
— 
2 
Kunstgeschichte 
3 
—. 
3 
— 
Freihandzeichnen 
4 
— 
4 
Ornamentenzeichnen 
- 
4 
— 
4 
Zweites Jahr. 
20 
24 
16 
30 
Geognosie mit Exkursionen .... 
4 
r» 
O 
Baukonstruktionslehre II. mit Übungen 
2 
4 
2 
4 
Baugeschichte 1. mit Übungen . . . 
2 
4 
2 
4 
Entwerfen I 
— 
6 
— 
6 
Angewandte Perspektive I. .... 
— 
2 
— 
2 
Freihandzeichnen 
— 
4 
— 
4 
Ornamentenzeichnen 
4 
— 
4 
* Encyklopädie d. Ingenieurwissenschaft 
3 
— 
3 
— 
Baurecht 
2 
— 
2 
— 
13 
24 
9 
27 
Drittes Jahr. 
Hochbaukunde mit Übungen .... 
4 
4 
4 
4 
Baugeschichte II. mit Übungen . . . 
2 
4 
2 
4 
Entwerfen II. K 
— 
12 
— 
12 
Angewandte Perspektive II 
2 
2 
Aktzeichnen 
— 
4 
4 
Ornamentenzeichnen und Modelliren . 
4 
4 
Baumaterialienlehre 
2 
— 
Baukostenberechnung 
— 
— 
2 
— 
8 
30 
8 
30 
Ausserdem wird den Architekten empfohlen: 
Mittelalterliche Baukunst. Volkswirtschaftslehre. 
* Encyklopädie der Ingenieur wissen Schaft kann von den Studirenden auch auf 
das dritte Jahr verschoben werden. 
Das zwischen dem Schluss des III. Jahrs und dem I. Staats 
examen liegende siebente Semester soll zur Ergänzung etwai 
ger Lücken in einzelnen Fächern, zu Bearbeitung grösserer Pro 
jekte, insbesondere aber zur Vorbereitung auf das Staatsexamen 
benützt werden. 
Ein dreijähriger Studiengang nach umstehendem Plane ge 
nügt den gewöhnlichen Anforderungen, wie sie z. B. in dem 
Programm für die Diplomprüfung und für die württembergischen 
Staatsprüfungen aufgestellt sind. Jedoch ist solchen Studirenden, 
welche noch eine weitergehende Ausbildung erstreben, Gelegen 
heit hiezu gegeben durch wiederholte Theilnahme an den 
höheren Kursen der Hochbaukunde, der Übungen zur Bauge 
schichte, des Entwerfens, des Freihand- und Ornamentenzeichnens. 
Den Bedürfnissen dieser Studirenden des »vierten Jahreskurses« 
wird von den betreffenden Lehrern spezielle Rechnung getragen 
und werden die Aufgaben dementsprechend gewählt. Dergleichen 
grössere Aufgaben sind: Entwürfe für ganze Gebäudekomplexe, 
insbesondere industrieller und landwirthschaftlicher Etablisse 
ments, grössere Bauten monumentaler Art, Detailausarbeitungen, 
betreffend innere und äussere Dekorationen etc.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.