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den Kenntnisse in höherer Analysis gar nicht, in der
analytischen und descriptiven Geometrie nur in geringerem
Umfang gefordert.
IY. Diejenigen, welche blos als ausserordentliche Studirende
bei der Anstalt zugelassen werden wollen, haben unter
schriftlicher Angabe ihres Bildungsganges den Nachweis zu liefern,
dass sie diejenigen Vorkenntnisse besitzen, ohne welche sie
die betreffenden einzelnen Unterrichtsfächer nicht mit Nutzen
besuchen könnten. Der Besitz dieser Yorkenntnisse wird durch
das betreffende Fachschulkollegium constatirt. (Vgl. §. 13 der
Statuten für die Studirenden der polytechnischen Schule).
Die Anmeldungen werden am 9. —11. Oktober entgegengenommen;
Candidaten, welche sich an der am 2.—7. Oktober
(1876 letztmals) stattfindenden technischen Maturitätsprüfung
betheiligen wollen, haben ihre Meldungen spätestens bis zum
23. September schriftlich bei der Direktion der Schule einzureichen.
IV. Unterrichtsgeld.
Dasselbe beträgt für das Semester ohne Unterscheidung
zwischen Vorlesungen und Übungen, ordentlichen und ausserordentlichen
Studirenden, 2 Mark pro Wochenstunde.
Nur für Theilnahme am chemischen Praktikum findet
eine abweichende Berechnung statt; es sind nämlich zu entrichten
:
in dem Laboratorium für allgemeine Chemie:
bis zu 3 halben Tagen 30 Mark,
für 4 halbe Tage und mehr 50 Mark;
im chemisch-technologischen Laboratorium:
bis zu 2 halben Tagen 20 Mark,
für 3 halbe Tage 30 Mark,
für 4 halbe Tage und mehr 50 Mark.
In Beziehung auf die Bemessung des Unterriehtsgelds von
Übungsstunden ist Folgendes bestimmt:
1) Sind für ein Fach mehr als 4 Stunden in den Lehrplan
aufgenommen, so wird nach der Anzahl der wirklich belegten
Stunden, zum mindesten aber für 4 Stunden bezahlt.
2) Sind 4 oder weniger als 4 Stunden in den Lehrplan
aufgenommen, so muss nach der Zahl der Stunden des Lehrplans
bezahlt werden.
3) Es bleibt jedoch dem betreffenden Lehrer gegenüber von
jedem einzelnen Studirenden Vorbehalten, ein Minimum der zu
besuchenden Übungsstunden vorzuschreiben, wo durch ein solches
Minimum nach seinem Ermessen ein entsprechender Erfolg des
Unterrichts bedingt ist.
Neben den Unterrichtsgeldern werden halbjährlich 1 Mark
50 Pfg. für die Diener, und beim Besuch der physikalischen
Übungen, sowie der Werkstätten der Schule 10 Mark Ersatzgeld
für Materialverbrauch erhoben.
Für die mit „privatim“ bezeichneten Vorlesungen und
Übungen (vgl. unter VIII.) wird das Honorar durch die betreffenden
Docenten festgesetzt und durch Anschlag am schwarzen
Brett veröffentlicht.
Die Aufnahmegebühr für Neueintretende beträgt 10 Mark.
Jeder Studirende hat pro Semester 2 Mark Beitrag in die
am Polytechnikum eingerichtete Krankenkasse zu bezahlen und
dagegen in Erkrankungsfällen jeder Art Anspruch auf unentgeltliche
Verpflegung und ärztliche Behandlung im Katharinenhospital
während der ganzen Dauer der Krankheit, und ausserdem ein
Recht auf unentgeltliche ärztliche Consultation von Seiten der
Spitalärzte im Gebäude des Katharinenhospitals zu den Tageszeiten,
zu welchen die Aerzte ohnehin geschäftlich daselbst anwesend
sind, sowie auf unentgeltlichen Bezug der von den
Spitalärzten verordneten Medikamente aus der Apotheke von
C. H. Burk, Gymnasiumsstrasse 18. Bei Inanspruchnahme dieser
Rechte ist die Legitimationskarte vorzuweisen.