Full text: Programm des Königlich Württembergischen Polytechnikums zu Stuttgart für das Jahr 1877 auf 1878 (1877)

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Für solche Studirende, die den Zeichenunterricht in ausge 
dehnterer Weise besuchen. oder solche, die sich der Kunst 
industrie widmen wollen, sind weitere Stunden in Aussicht ge 
nommen. 
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Ornamentenzeichnen und Modelliren. 
In 3 Abtheilungen zu je 6—8 Stunden: Professor Kopp. 
Zeichnen. Nach Gipsmodellen und nach der Natur. Auf 
nahmen auf Exkursionen. Entwerfen von Ornamenten. Anato 
mie des Menschen mit den erforderlichen Erläuterungen. 
Modelliren. 
1) Verzierungen, Füllungen, Blumen und Früchte. 
2) Thierköpfe, Thiere, Consolen, Kapitale. 
3) Nach eigenen und fremden Entwürfen. 
4) Abformen von Modellen zu Hause und auf Exkursionen. 
5) Von Körpertheilen: Hände, Füsse, Köpfe. 
6) Ganze Figuren. 
Je nach Bedürfniss oder Grösse des Modells werden die 
Gegenstände in Thon, Wachs oder Gips ausgeführt. 
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Landschaftliches Zeichnen und Aquarellmalen. 
2 Stunden, privatim: Professor Conz. 
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Die speziellen Zeichenfächer für Architekten, Inge 
nieure und Maschinenbauer 
s. unter Ziffer 4, 5 und 6. 
Sämmtliche Zeichensäle sowie der Modellirsaal sind den be 
treffenden Studirenden den ganzen Tag über geöffnet. 
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8. Allgemein bildende Fächer. 
Geschichte des Mittelalters und der neuen Zeit. 
3 Stunden: Professor Denzel. 
Im Winter: von der Völkerwanderung bis zur Reformation. 
Im Sommer: von der Reformation bis 1789. 
Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts. 
2 Stunden: Professor Denzel. 
Im Winter: 1815 — 1852. 
Im Sommer: 1852—1871. 
Überblick über die Geschichte der deutschen 
Literatur. 
1 Stunde: Professor Denzel. 
Philosophische Fragen. 
1 Stunde: Professor Denzel. 
Aus der Logik und Psychologie. 
Kunst des Mittelalters. 
Im Winter 3 Stunden: Professor Dr. v. Lübke. 
Einleitung: Auflösung der antiken Kunst. Bildung neuer 
Kulturverhältnisse und Kunstformen. Altchristliche Kunst. Die 
Basiliken, der Kuppelbau. Byzanz. Bildende Kunst in den 
Katakomben. Die Mosaiken. Die Kleinkunst, Elfenbeinschnitze 
rei und Goldschmidarbeit. Der Islam. Neues System der Flä 
chendekoration. Die romanische Kunst. Entwicklung der ge 
wölbten Basilika. Plastik, Malerei und Kleinkünste. Die go- 
thische Kunst. Höchste Vollendung des gegliederten Gewölbe 
baues. Plastik, Malerei, Fresken und Tafelbilder. Kleinkünste. 
Italienische Renaissance. II. Theil. 
Im Winter 2 Stunden: Professor Dr. v. Lübke. 
Übergang aus der Frührenaissance in die Hochrenaissance.
	        

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